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Text File | 1996-04-16 | 56.3 KB | 1,343 lines |
- Document VT.doc
-
- Anleitung zum Programm VIDEOTEXT (V5.05)
- Stand: 15.04.96
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- "VT-Terminalsoftware": Videotext-Seiten in den Amiga einlesen, betrachten,
- verwalten, abspeichern. Es wird ein Videotext-Decoder mit
- I²C-Bus-Interface zum Amiga benötigt, z. B. das Projekt aus der c't 7/92.
-
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- 0. WARNUNG
- ==========
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- Keine Haftung, keine Garantie. Sie benutzen dieses Programm auf eigenes
- Risiko. Ich möchte empfehlen, daß Sie beim ersten probeweisen Programmstart
- keine anderen wichtigen Applikationen laufen lassen.
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- Entwickelt und getestet wurde "VideoText" unter Kickstart 3.1, auf einem
- Amiga 2000 mit 5 MB RAM und Festplatte, angeschlossen ist die c't-Hardware.
- Es läuft erwiesenermaßen auch auf mehreren anderen Konfigurationen (nach
- ziemlich hartnäckigen Problemen mit A3/4000 sowie Kick 1.3), und ich möchte
- an dieser Stelle nochmals all denen danken, die sich die Zeit genommen
- haben, mir Bug-Reports zu schreiben.
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- Wenn Sie sich gruseln wollen, schauen Sie aber ruhig einmal in die
- Versionsübersicht, was für Bugs ich mir bislang alles geleistet habe, und
- wie lange die so im Durschnitt überleben, bevor sie entdeckt werden.
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- 1. Hardwareanforderungen
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- Sie benötigen:
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- 1. einen Videotext-Decoder SAA 5246, nebst Beschaltung (RAM, Quarz, etc.).
- Damit ist nicht der fest eingebaute Dekoder in Ihrem Fernseher oder
- Videorekorder gemeint, der nützt nichts. Ungeeignet ist aber auch die
- "Sparversion" des Dekoders, SAA 5244, die in der c't 7/92 als
- Alternative vorgestellt wurde. Und ungeeignet ist auch der SAA 5231,
- wie er in den VTex-Decodern von HK vorkommt.
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- 2. ein I²C-Bus Interface zum Amiga. Sowohl die Variante am RS232-Port
- (wie in der c't 7/92 beschrieben) als auch die am Parallelport (von
- Jan Leuverink) werden unterstützt.
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- 3. eine FBAS-Signalquelle, z. B.:
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- - Fernseher mit SCART-Ausgang
- - Satellitenreceiver
- - Videorekorder, der aber nur zum Empfang des laufenden Fernseh-
- programms, das VT-Signal aus Video-Aufzeichnungen ist i. a.
- unbrauchbar!
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- Für Details sehen Sie bitte in "Hardw.guide" nach.
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- 2. Programmeigenschaften
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- Der Videotext-Dienst an sich ist bereits eine hübsche Erfindung: ständig
- verfügbare Kurzinformationen als gratis-Zugabe zum Fernsehprogramm,
- "billiger als DFÜ, aktueller als Btx, bunter als die Tageszeitung" (Amiga
- Plus 1/94). Oder um die etwas nüchternere Beurteilung aus den Philips
- Lehrbriefen zu zitieren (von 1984, so lange gibt es Videotext schon :-):
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- "Der auf jeder Seite verfügbare Raum zwingt zwar zu Kurzinforma-
- tionen, mit denen eine herkömmliche Zeitung nicht zu ersetzen ist, er
- genügt aber beispielsweise für Sportberichte, Steuertabellen,
- Verbrauchermitteilungen, Fahrpläne, Urlaubsadressen, Schlagzeilen der
- Weltnachrichten, Kinoprogramme oder Wetterberichte."
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-
- 2.1. Was kann Standard-Videotext?
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- Das Videotext-Angebot der Sender besteht aus einzelnen Textseiten, durch
- Nummern von 100 bis 899 unterschieden, die in einem unendlichen Zyklus
- immer wieder übertragen werden. Der Videotext-Decoder kann nun einzelne
- dieser durchlaufenden Seiten herausgreifen und festhalten.
-
- Die Wartezeit auf einen bestimmten Seiteninhalt ist dabei unterschiedlich,
- hängt natürlich auch von etwas Glück ab und beträgt für die meisten Seiten
- im Durchschnitt gerade die halbe Zyklusdauer, und das sind ca. 30 sec. Dann
- gibt es aber auch einerseits "wichtige" Seiten wie Nr. 100, die mehrmals
- in den Zyklus eingebaut sind, so daß man höchstens 10 sec. warten muß.
- Andererseits gibt es Mehrfachseiten, die mehrere Seiteninhalte unter einer
- einzigen Seitennummer zusammenfassen. Und auf eine bestimmte dieser
- Unterseiten wartet man dann mehrere Zyklen, also mehrere Minuten lang!
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- Eine wesentliche Aufgabe des Videotext-Decoders beim Fernsehzuschauer ist
- nun, diese Wartezeiten irgendwie sinnvoll zu überbrücken oder, besser noch,
- zu verkürzen. Zu einem Problem wird das nur dadurch, daß die Decoder-
- Hardware mit typischerweise nur 8 Seitenspeichern nicht annähernd in der
- Lage ist, das naheliegendste zu tun: alle Seiten einlesen und zu puffern,
- so daß nach einer kurzen Anlaufzeit alle Seiten ohne Verzögerung erreichbar
- wären.
-
- Außerdem sollte der Decoder dem Benutzer helfen, den Überblick in den
- z. T. recht umfangreiche Textangeboten zu bewahren. Wie gut das gelingt,
- hängt aber auch wesentlich vom Sender ab: Ist das System der Verzeichnis-
- seiten (ausgehend von 100) sinnvoll aufgebaut, oder muß extrem viel hin-
- und hergeblättert werden? Werden zusätzliche Strukturinformationen (der
- berühmte TOP-Text) übertragen?
-
- Das alles ist nicht einfach, und es lohnt schon, wenn ein Computer
- (natürlich der Amiga ;-) die Kontrolle über den VT-Decoderchip erhält:
- genug Speicher für Seiten, bessere Bediensoftware, bessere Tastatur.
- Zusätzlich erhält man die Möglichkeit, Seiteninhalte zu speichern,
- auszudrucken und weiter zu bearbeiten.
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-
- 2.2. Was bietet mein Programm?
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- Videotext-Bildschirmemulation:
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- - 8farbig, mit Mosaikgrafiken massiv und separiert, internationale
- Zeichensätze, verdeckte Zeichen, doppelthohe Schrift. Nicht unterstützt:
- Blinken, und auch keine der neuen Hi-Text Features.
- (Für Btx-Experten: Das entspricht in etwa den CEPT-Zeichensätzen G0, L
- und C1s. Hi-Text benutzt zusätzlich die Parallelattribute aus C1p und
- die bislang unwirksamen Steuerzeichen $0E und $0F in C1s.)
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- einfache Seitenanforderung:
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- - Warteschlange für bis zu 800 angeforderte Seitennummern
- - Konfigurationsdateien, die jedem Sender 2mal bis zu 800 wichtige, häufig
- gebrauchte Seitennummern zuordnen
- - Anforderung von Folgeseiten durch Mausklick auf eine Nummer im Text
- - TOP-Text-Menü, sofern vom Sender unterstützt
- - blindes Einlesen "aller" Seiten (entartet wegen dem langsamen I²C-Bus
- allerdings meist eher zur Stichprobe)
-
- Seiten verwalten und speichern:
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- - Anzahl einlesbarer Seiten nur durch Größe des freien RAMs begrenzt,
- werden als sortierte Liste verwaltet
- - Vorwärts- und Rückwarts-Sprünge durch die Seitenhierarchie
- - Speichern als ASCII-Text, IFF-Bild oder VT-Code, letzterer kann wieder
- eingelesen oder auch von "VTview" als Diashow angezeigt werden
- - Protokollierung einzelner Seiteninhalte (v. a. für Untertitel und
- Schlagzeilen interessant)
-
- Zusatzinformationen:
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- - Testmodus: Bus-Status, FBAS- und VT-Signalqualität
- - Abfrage von Sendernamen und VT-Uhr, Systemuhr nach VT stellen
-
- Geschwindigkeit (Angaben gelten für 68000):
-
- - Effektive Übertragungsrate beim Einlesen ca. 2 Seiten/sec
- - Bildschirmausgabe: ca. 1 Seite/sec; auf Kosten unvollständigen
- Seitenaufbaus auch beliebig schnelleres Durchblättern möglich
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- "VideoText" ist über CLI- und Workbench-Parameter konfigurierbar, benutzt
- Filerequester (vorzugsweise ASL, sonst req.library), fast alle Funktionen
- sind wanhlweise über Maus oder Tastatur steuerbar. Kein ARexx-Port (noch
- nicht). Läuft ab Kickstart 1.3 (noch ;-).
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- 2.3. Bekannte Probleme
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- - Wenn Sie VideoText mit NewMode o. ä. einen Screenmode Ihrer Grafikkarte
- zuweisen, wird die IFF-Speicherroutine vermutlich nicht mehr das
- gewünschte tun (handgestrickte Routine, benötigt einen in Bitplanes
- organisierten Grafikspeicher). Die Darstellung separierter Mosaik-
- grafiken scheint auf Grafikkarten auch nicht immer korrekt zu funktio-
- nieren (z. B. auf Picasso). Hier muß ich aber jede Schuld von mir
- weisen, ich habe nur normale Funktionsaufrufe der "graphics.library"
- benutzt.
-
- - Für neu eingelesene Seiten wird laufend zusätzlicher Speicher belegt
- (und für gelöschte Seiten natürlich wieder freigegeben), ca. ein KByte
- pro Seite. Wenn hier Speichermangel eintritt, steigt das Programm sang-
- und klanglos aus: schade um die bis dahin gelesenen Seiten. Das ergab
- sich automatisch so durch das Laufzeitsystem meines Pascal-Compilers,
- ich sehe darin aber auch eher einen Vor- als einen Nachteil.
-
- - Die Anzeige des Sendernamens funktioniert nicht so richtig für Sender
- mit magazinverschachtelter Seitenfolge (erkennbar gemacht an der
- Unterseitennummer in spitzen Klammern, <0000>). Man erhält eine
- verstümmelte oder ganz leere Titelzeile. Betrifft, glaube ich, nur
- englische Sender.
-
- - Der voreingestellte Inhalt der Dateien VT.config und VT2.config ist
- außer für ARD und ZDF nicht sehr sinnvoll. Tut mir leid, aber das sind
- die einzigen Sender, die ich jederzeit empfangen kann.
-
- - Das Installationsskript scheint unter 1.3 nicht zu funktionieren, es
- sieht so aus, daß "IF"-Konstruktionen dort nur in CLI's, nicht aber
- unter IconX zulässig sind. Na, das Problem wird in Zukunft entfallen,
- wenn das Programm selbst überhaupt nur noch ab 2.0 laufen wird. :)=)
-
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- 3. Installation
- ===============
-
- Wirklich installieren müssen Sie nur einen Font und eine Library. Und für
- einen kurzen ersten Eindruck dürfte sogar das freundliche "FontTest"-
- Skript ausreichen.
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- 3.1. Was gehört wohin?
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- "VideoText" benötigt
-
- - einen eigenen Font: "videotext.font" und "videotext/9" in FONTS:
- - dementsprechend auch die "diskfont.library" in LIBS:
- - Brian Ipsen's "i2c.library" (V39 oder neuer!) in LIBS:
- - die "asl.library" ODER die "req.library" in LIBS:
-
- Keine dieser vier sind unbedingte Voraussetzung dafür, daß das Programm
- startet. Ohne den eigenen Font liefert es aber recht jämmerliche Ergebnisse.
- Darüber hinaus unterstützt "VideoText" zwei Sender/Seiten-Konfigurations-
- dateien
-
- - "VT.config" und "VT2.config" im aktuellen Verzeichnis
-
- die Sie vermutlich noch selbst erweitern und abändern wollen (s. 5.4.,
- `Konfigurationsdateien'), sowie Standardpiktogramme für die Dateiausgabe,
- die unter den Namen
-
- - "VT.info", "ASCII.info", "IFF.info" in einem Unterverzeichnis "Icons/"
- des aktuellen Verzeichnisses
-
- gesucht werden.
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- 3.2. Installationsvorgang
- -------------------------
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- Für einen kurzen Testlauf ohne große Installation ist die Skriptdatei
- "FontTest" gedacht. Sie verlegt FONTS: in das entsprechende lokale
- Unterverzeichnis und, sobald das Programm gestartet ist, nach "SYS:Fonts/"
- zurück.
-
- Das andere Skript, "Install", kopiert den Font nach FONTS: und eine
- "i2c.library" (welche Variante, müssen Sie noch auswählen) sowie die
- "req.library" nach LIBS:. Die Installation der "req.library" entfällt,
- falls diese oder die "asl.library" bereits in LIBS: vorhanden ist.
-
- Das Programm selbst können Sie von der Workbench aus installieren: Ziehen
- Sie einfach das ganze VideoText-Verzeichnis auf die Festplatte rüber.
-
- Wenn Sie VideoText aus irgendeinem Grund im Workbench-Suchpfad stehen
- haben wollen, also z. B. in SYS:Utilities/, gibt es noch eine Kleinigkeit
- zu beachten. Das Programm ist zwar intelligent genug, dann auch bei CLI-
- mäßigem Start (also z. B. über die Workbench-Funktion "Befehl ausführen")
- noch sein Icon zu finden und die ToolTypes auszulesen. Die Einträge bei
- `ICONPATH' und `CONFIGPATH' werden Sie aber noch durch geeignete absolute
- Pfadnamen ersetzen müssen, z. B. "ICONPATH=Work:VT5.05/Icons". (Die
- Alternative, VT.config, VT2.config und Icons/#? auch nach SYS:Utilities/
- zu kopieren, kann ich nicht ernsthaft empfehlen.)
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-
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- 4. Erste Inbetriebnahme
- =======================
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- Sie sollten sich die Abschnitte `WARNUNG' und `Installation' bereits kurz
- angeschaut haben. Doppelklicken Sie dann einfach auf das Programm-Icon, das
- Programm öffnet seinen Screen und begrüßt Sie mit einer Infoseite.
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- Probieren Sie jetzt irgendwas. Ich würde <F6> vorschlagen, Seitenstich-
- probe. Den Einlesevorgang, der jetzt startet, können Sie mit Leertaste oder
- Mausklick wieder abbrechen. Danach wird die erste der gefundenen Seiten
- am Bildschirm angezeigt.
-
-
- 4.1. Wenn überhaupt nichts passiert
- -----------------------------------
-
- Wenn das Programm überhaupt nicht starten sollte, haben Sie vermutlich zu
- wenig Speicher: mindestens 200K, davon 65K Chip sind nötig! Versuchen Sie
- in diesem Fall einmal einen CLI-Start, Sie müßten eine entsprechende
- Meldung erhalten.
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-
- 4.2. So'n komischer Guru
- ------------------------
-
- Ein kleiner roter Kasten mit der Meldung "i2c failure: ..." bedeutet, daß
- die Kommunikation mit der Videotext-Hardware nicht klappt. Wenn Sie noch
- überhaupt keine solche Hardware haben, dann ignorieren Sie die Meldung
- besser und laden einfach eine Beispieldatei (Menüpunkt "Datei->VT-Format
- laden", als Datei "Beispiele/Fussball").
-
- Eine solche Meldung (genauer gesagt: "need i2c.library V39+") bekommen Sie
- auch, wenn Sie das Installationsskript noch nicht ausgeführt haben. Das ist
- nicht als Schikane gedacht, ich hasse es auch, wenn Programme, die ich nur
- kurz antesten will, erst allen möglichen Schrott nach LIBS:, FONTS:, S:,
- ENVARC: oder werweißwohin kopiert haben wollen. Hier geht es aber nicht
- anders, denn abhängig von Ihrer angeschlossenen Hardware müssen Sie erst
- eine Variante der "i2c.library" auswählen.
-
- Überprüfen Sie ansonsten nochmals alle Steckverbindungen (aber bevor Sie
- ggf. etwas ändern, erst den Rechner ausschalten!), und fragen Sie sich
- auch, ob Ihre Hardware zur installierten "i2c.library" paßt bzw. ob es
- überhaupt eine geeignete Library gibt. (Momentan werden nur zwei Hardware-
- Varianten unterstützt: Jan Leuverink's Interface am Parallelport und das
- c't-Interface am RS232-Port.) Ist der Fehler nicht auf Anhieb zu finden,
- starten Sie am besten einmal das Dienstprogramm `I2Cscan' (Abschnitt 7.2.),
- das die Fehlersuche etwas übersichtlicher gestaltet und außerdem noch
- erlaubt, am Timing des I²C-Bus herumzuexperimentieren (vgl. Startparameter
- `BUSDELAY', Abschnitt 6.8.)
-
-
- 4.3. Es kommen keine Seite an
- -----------------------------
-
- Wenn die Seitensuche erfolglos abbricht, allerdings ohne den aufdring-
- lichen "Guru", so drücken Sie einmal "t", um den Testmodus zu aktivieren.
- Das Statusfeld oben in der Mitte des Schirms sollten sich daraufhin
- umfärben und Diagnoseinformationen anzeigen, bis Sie den Testmodus wieder
- (auch mit "t") ausschalten. Mögliche Probleme, die sich daraus erkennen
- lassen, die gröbsten zuerst:
-
- 4.3.1. AV: nein
- ---------------
-
- Mit "AV: nein" teilt Ihnen der Decoder mit, daß er (an Pin 8 des SAA5246)
- kein Videosignal empfängt. Und damit meint er nicht "kein gutes", sondern
- wirklich "gar keins". (Ein Videosignal läßt sich am regelmäßigen Eintreffen
- von Bild- und Zeilensynchron-Impulsen relativ sicher identifizieren.)
- Vielleicht empfängt Ihre FBAS-Signalquelle gerade nur Rauschen, d. h. Sie
- haben gar keinen Sender eingestellt?
-
- 4.3.2. VT: nein
- ---------------
-
- Die Meldung "VT: nein", also kein Videotext-Signal, erhält man selten
- einfach in dieser Form, die Anzeige flackert höchstens zwischen "ja" und
- "nein" hin und her. (Sogar wenn nicht einmal ein Fernsehsender, sondern
- wirklich nur Rauschen empfangen wird!) Aber egal. Mögliche Ursachen:
-
- - Kein Sender eingestellt (s. Feld "AV:")
-
- - Sender strahlt keinen Videotext aus (wäre inzwischen aber ziemlich die
- Ausnahme)
-
- - Schlechte Empfangsqualität. Das muß noch nicht einmal sichtbare Mängel
- am Fernsehbild bedeuten. Die Datenrate des Videotext-Signals ist mit
- ca. 7 MBit/s nämlich ziemlich hoch, gemessen an den 5 MHz Bandbreite,
- die dem Fernsehbild normalerweise zugestanden werden. So ist z. B. aus
- Videoaufzeichnungen, auch wenn sie noch so einwandfrei aussehen, für
- gewöhnlich kein Videotext mehr decodierbar.
-
- - Nicht initialisierter Decoderchip. Ein paar Registerwerte des SAA5246
- werden einmal beim Programmstart gesetzt, danach nicht wieder. Diese
- Initialisierung kann der Decoder verpaßt haben, z. B. weil Sie eine
- Umschaltbox besitzen und den Port erst zu spät umgeschaltet haben. Oder
- er hat sie wegen kurzzeitigem Spannungsausfall "vergessen". Probieren
- Sie "Shift-F8", das initialisiert den Chip neu.
-
- 4.3.3. VT-Uhrzeit
- -----------------
-
- Im zweiten "VT:" beschrifteten Feld steht (über der Amiga-Systemzeit) die
- Uhrzeit, wie sie von gewöhnlichen Decodern laufend oben rechts in die Seite
- eingeblendet wird. Prima, um System- oder Armbanduhr danach zu stellen,
- aber auch, um die Qualität des Videotext-Signales etwas genauer zu
- beurteilen, als das "VT"-Statusbit des Decoders dies erlaubt.
-
- Wenn hier im Prinzip die Uhrzeit lesbar ist, aber häufig wirre Zeichen
- vorbeiflackern, ist das Videotext-Signal nämlich bereits zu schlecht, um
- noch wirklich von Nutzen zu sein: Wenn überhaupt noch Seiten gefunden
- werden, so fehlen ihnen haufenweise Zeichen oder sogar ganze Zeilen.
-
- Die Ursache dürfte in so einem Fall die Antennenanlage am verwendeten
- Fernseher sein (konnte ich z. B. mit meiner Zimmerantenne erleben).
-
-
-
- 5. Bedienung
- ============
-
- Ich will versuchen, mich kurz zu fassen, dank der Menüs (seit V5.0 ;-)
- erklärt das Programm sich überwiegend von alleine.
-
-
- 5.1. Seiten anfordern
- ---------------------
-
- Einfach Seitennummern wie 100, 242 oder 528 eintippen, mit Return
- abschließen, und sie werden in die Job-Warteschlange eingereiht. Ich
- empfehle, den Ziffernblock zu benutzen (dafür ist er nun mal da). Für
- Korrekturen dient die Backspace-Taste (<-), aber bitte nicht mit <Del>
- verwechseln, damit löscht man Seiten!
-
- Es können auch einzelne Unterseiten einer Mehrfachseite direkt angefordert
- werden. Angenommen, Seite 100 hat 7 Unterseiten, und nachdem Sie Ihre
- Anforderung eintippen, treffe 100/4 als nächste ein.
-
- Anforderung eingelesene Seiten
- 100 100/4 100/5 100/6 100/7 100/1 100/2 100/3
- 100/1 - - - - 100/1
- 100/* 100/4
- 100-3 100/1 100/2 100/3
-
- Sie sehen, die Anforderung einer bestimmten Unterseite wie "100/1" spart
- gegenüber der einfachen Anforderung "100" Speicherplatz, aber kaum
- Wartezeit. Die Anforderung einer beliebigen Unterseite "100/*" spart
- beides, ist aber natürlich nur sinnvoll, wenn man weiß, daß auf allen
- Unterseiten im Prinzip dasselbe steht.
-
- Die letzte Variante steht für "selbstnumerierende Seiten", macht offen-
- sichtlich etwas sehr seltsames und sollte normalerweise nicht verwendet
- werden - mit einer Ausnahme: Es gibt ein paar Sender (wirklich nur wenige),
- die keine korrekten Unterseitennummern ausstrahlen, so daß die VideoText-
- software Mehrfachseiten für Einfachseiten hält und von den eintreffenden
- Unterseite nur die erste einliest. Mit der Anforderung "100-3" zwingt man
- die Software z. B. nun, 3 aufeinanderfolgende Inhalte der Seite 100 zu
- lesen und als Unterseiten durchzunumerieren.
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- 5.1.1. Seitenüberwachung
- ------------------------
-
- Bei der Seitenanforderung können Sie anstelle einer Unterseitennummer auch
- eine Überwachungsoption /. angeben. Im Gegensatz zur Option /*, die ja
- bezweckt, eine Seite möglichst bald wieder aus der Seitensuche los zu sein,
- hält diese sie in der Seitensuche fest. Das ist sinnvoll bei Seiten, die
- oft ihren Inhalt ändern, z. B. Untertitel, Schlagzeilen, oder die aktuellen
- Fußballergebnisse am Samstagnachmittag (150/. 111/. 241/.).
-
- Jeder neue Seiteninhalt (Änderungen werden an einem Statusflag vom Sender
- erkannt) wird dann auch sofort am Bildschirm angezeigt, egal welche andere
- Seite Sie gerade betrachten. Diese zuletzt betrachtete Seite bleibt aber
- immer noch als aktuelle ausgewählt, so daß Sie mit <Space> sofort zu ihr
- zurückkehren können. (Dadurch ist auch sichergestellt, daß ein Kommando wie
- Löschen, Speichern, Drucken, das Sie zufällig gleichzeitig mit der
- Aktualisierung einer überwachte Seite eintippen, nicht versehentlich auf
- die falsche Seite bezogen wird.) Wenn Sie dagegen bei der neu angezeigten
- Seite bleiben wollen, klicken Sie in die Seitennummer in der Kopfzeile oder
- tippen Sie die Nummer von Hand ein, und der Auswahlzeiger in der
- Seitenliste müßte entsprechend umspringen.
-
- Mehrfachseiten und Untertitelseiten (werden auch an einem Statusflag
- erkannt) werden Übrigens etwas anders behandelt: Den Benutzer auf jede
- ihrer Aktualisierungen aufmerksam zu machen wäre Überflüssig und lästig und
- entfällt darum. Richtige "Seitenüberwachung" ist das also eigentlich nicht
- mehr, die Seiten werden nur noch in der Seitensuche festgehalten.
-
- Einen Schritt weiter geht die Option /! zur Seitenprotokollierung. Alle
- neuen Seiteninhalte werden dann in die eingestellte Ausgabedatei
- abgespeichert, das gilt diesmal für Mehrfachseiten und Untertitel genauso.
- Dabei bietet sich für die Protokollierung von Untertiteln und Schlagzeilen
- (150/!, 111/!, 222/!, 333/!) ASCII-Format an. Für die Überwachung von
- vollen Seiten (z. B. Bundesliga-Spielstände) ist dagegen VT-Format besser,
- da man dann das Protokoll leichter seitenweise durchblättern kann (mit
- `VTview' nämlich).
-
- Die Überwachungsoptionen lassen sich nachträglich ändern, und zwar einfach
- durch Neuanforderung mit einer anderen Option. Beispiel: Sie wollen sich
- VT-Untertitel anschauen und lassen darum nach 150/. suchen. Nachdem Sie
- einige Dialogtexte gelesen haben, finden Sie die Sendung großartig und
- möchten ein Protokoll davon: einfach 150/! anfordern und der Überwachungs-
- modus wird entsprechend geändert. Sie können sogar 150/* oder 150
- eintippen, und auf etwas indirekte aber gar nicht so unelegante Weise
- werden die Untertitel wieder wieder aus der Seitensuche entfernt.
-
- 5.1.2. Konfigurationsdateien
- ----------------------------
-
- Um sich das erste Mal einen Überblick über das Videotext-Angebot eines
- Senders zu verschaffen, gibt es viele Möglichkeiten. Man kann sich,
- ausgehend von der Hauptübersicht auf Seite 100, über Verweise von einer
- Verzeichnisseite zur nächsten vorwärtshangeln. Oder man schaut sich das
- TOP-Inhaltsverzeichnis an, das ist etwas komfortabler, wird aber nicht
- von allen Sendern unterstützt (v. a. von ausländischen nicht). Und
- schließlich kann man noch eine etwas größere Seitenstichprobe nehmen (die
- Funktion ein paar Minuten laufen lassen), und sich danach durch hunderte
- von Textseiten wühlen, in der Hoffnung, auf etwas Interessantes zu stoßen.
-
- Das Ergebnis dieser etwas mühsamen Erkundungstour (nämlich, daß man jetzt
- die wirklich interessanten Seiten kennt, z. B. 112-115, 242-243, 580 auf
- ARD/ZDF) sollte aber auf jeden Fall irgendwie festgehalten werden.
- "VideoText" unterstützt dies mit zwei Konfigurationsdateien, in die Sie
- Ihre Lieblingsseiten eintragen können (bis zu 800 pro Sender: mehr als Sie
- je brauchen werden). Die beiden Dateien tragen die Namen "VT.config" und
- "VT2.config" und werden vom Programm im aktuellen Verzeichnis erwartet,
- sofern nicht über `CONFIGPATH' etwas anderes eingestellt ist.
-
- Das Dateiformat ist einfach: Für jeden Sender ein Stichwort, das in seiner
- Videotext-Kopfzeile vorkommt, danach zeilenweise Seitennummern, und eine
- Leerzeile als Abschluß. Beispiel:
-
- ARD/ZDF
- 100/*
- 240
- 242
- 243
- 528/1
-
- SAT.1
- 500
- 540
- 543
-
- MTV
- 102
- 103
- 110
- 112
-
- Achtung: beim Stichwort wird Groß-/Klein-Schreibung unterschieden, und
- deutsche Umlaute müssen leider durch {|}[\\]~ ersetzt werden, z. B.
- "S]DWEST".
-
- Für eine sinnvolle Aufteilung auf die zwei .config-Dateien könnten Sie
- z. B. in die erste Datei nur Seiten einzutragen, die sich täglich ändern,
- also Nachrichten, Sport, Wetter und Abendprogramm, in die zweite die
- "Wochenendbeilage" mit Fußball-Bundesliga, Technik-Reportagen, Kino, Charts
- und Buchbesprechungen.
-
- Sie brauchen die Seiten nicht nach aufsteigenden Nummern anzugeben, können
- also die wichtigsten an erste Stelle setzen. Und die Abarbeitung Ihrer
- Seitenauswahl wird erheblich beschleunigt, wenn Sie ein wenig
- berücksichtigen, nach welchem System die Seiten gesendet werden:
-
- - aufeinanderfolgende Seitennummern wie z. B. 581, 582, 583, 584, 585,
- 586 werden vom Sender auch direkt hintereinander geliefert. Wenn Sie
- sie in genau dieser Reihenfolge anfordern, werden die ersten vier (oder
- weniger, je nachdem, was für Seiten sonst noch warten) nahezu auf einen
- Schlag eingelesen, die übrigen rücken aber nicht schnell genug nach
- und werden darum erst beim nächsten Durchgang (ca. 1 min später)
- gelesen. Nutzen Sie diese Wartezeit, indem Sie ein paar Seiten aus einem
- anderen Magazin dazwischenpacken, z. B. 581, 582, 583, 242, 243, 584,
- 585, 586.
-
- - Mehrfachseiten blockieren die Seitensuche *immer* mehrere Minuten lang:
- packen Sie sie ans Ende der Liste. (Nicht ganz so wichtig bei
- "schnellen" Mehrfachseiten wie S. 100 auf ARD/ZDF.)
-
-
- 5.2. Seiten durchblättern
- -------------------------
-
- Die Seiten im Speicher sind nach Nummern sortiert spaltenweise in einer
- Übersichtstabelle dargestellt. Diese Tabelle kann man mit den Cursortasten
- durchblättern, sie wird seitlich gescrollt, wenn sie nicht vollständig auf
- den Bildschirm paßt. Die hier ausgewählte Seite wird angezeigt, sie kann
- auch ausgedruckt, abgespeichert oder gelöscht werden.
-
- Zwei nicht ganz so offensichtliche Cursor-Funktionen: Shift-Crsr ^/v
- springt zur nächsten noch nicht gelesenen Seite (erkennbar an fettgedruck-
- ter Seitennummer) in der entsprechenden Richtung. Und Alt-Crsr ^/v springt
- ein Magazin vorwärts bzw. zurück, d. h. zum nächsten Anfang einer
- Hunderter-Gruppe.
-
- Alternativ können die Cursortasten auch den Auswahlzeiger der Seitensuche
- bewegen, die Umschaltung erfolgt mit der Tabulator-Taste (->|). Wird selten
- gebraucht, eigentlich nur, wenn man mal eine bestimmte Seitenanforderung
- löschen will (aber nicht alle) und der Auswahlzeiger noch nicht richtig
- steht (tut er aber meistens, und zwar zeigt er auf die zuletzt eingegebene
- Anforderung).
-
-
- 5.3. Mausunterstützung
- ----------------------
-
- Auch wenn keine Gadgets erkennbar sind: Fast alles auf dem Bildschirm
- reagiert in irgendeiner Weise auf Mausklick und -doppelklick.
-
- Objekt | Aktion bei Mausklick | bei Doppelklick
- -----------------------+------------------------+--------------------------
- Nummer im Seitentext | Seite anzeigen ¹ | -
- unbekannte Nr. i. Se. | Seite anfordern ² | Seitengruppe anfordern ³
- oberes Seitendrittel | eine Seite zurück | -
- mittleres " | Rücksprung | -
- unteres " | eine Seite weiter | -
- -----------------------+------------------------+--------------------------
- "Seitensuche:" | Seitensuche löschen | Seitenvorauswahl lesen
- "Jobs:" | FIFO/LIFO umschalten | -
- wartende Seitennummer | Auswahlzeiger setzen | Job löschen
- -----------------------+------------------------+--------------------------
- "Im Speicher:" | erste Seite | letzte Seite
- Nummer in der Liste | Seite anzeigen | Seite löschen
- Anzahl der Seiten | - | Seitenspeicher löschen
- -----------------------+------------------------+--------------------------
- "Status:" | Testmodus ein/aus | Sendernamen anzeigen
- "Datei" | Dateinamen ändern | -
- "ASCII"/"VT" | Dateiformat umschalten | -
- "anh."/"überschr." | Dateimodus umschalten | -
- Dateiname | Numerierung ein/aus | -
- "mit Icon" | Icons ein/aus | -
- -----------------------+------------------------+--------------------------
-
- Erläuterungen:
- ¹) Die Nummer der aktuellen Seite wird vorher noch auf einem Stack abgelegt,
- so daß man mit "Rücksprung" zu ihr zurückkehren kann.
- ²) Wird ausgeführt, wenn ¹) nicht möglich ist *oder* nicht sinnvoll
- erscheint, weil man bereits auf der Seite ist, die diese Nummer trägt.
- ³) Bewirkt bei Verweisen wie "130-132" das gewünschte, wenn man die erste
- der beiden Nummern doppelklickt. Doppelklick auf eine einsame Nummer
- ist auch erlaubt (für Verweise wie "ab 130") und fordert eine Vierer-
- Gruppe an.
-
- 5.3.1. Lageskizze der klickbaren Objekte
- ----------------------------------------
-
- ________________________________________________________________________
- | |
- | _________________________________ |
- | Seitensuche: Status: | 112 | |
- | | | | | |
- | | | | | |
- | |______| | 116 | |
- | Jobs:__ Im Speicher:_________61 | | |
- | | | | | |_________________________________| |
- | | | | | | 117 | |
- | | | | | | | |
- | | | | | | | |
- | | | | | | 130-132 | |
- | | | | | | | |
- | | | | | |_________________________________| |
- | | | | | | 120 | |
- | | | | | | | |
- | | | | | | | |
- | |______| |_____________________| | 121 | |
- | | | |
- | |_____________________113_________| |
- | |
- | Datei (VT, überschr.): RAM:VTdatei.###, mit Icon |
- |________________________________________________________________________|
-
-
- 5.4. Die Menüs
- --------------
-
- Zu fast allen Menüfunktionen existieren auch entsprechende Tastenbefehle,
- die Sie den Menüs selber entnehmen können. Es wird zwischen einfachen
- F-Tasten und Shift-F-Tasten unterschieden, angedeutet durch Groß-/Klein-
- schreibung, z. B. "f6"/"F6". Einfache Buchstabentasten sind dagegen immer
- als Großbuchstaben notiert (z. B. "N"), und es ist (anders als noch bei
- V4.2) egal, ob man sie mit oder ohne Shift eingibt.
-
- Noch ein Hinweis zu den Requestern mit Sicherheitsabfragen: auch diese
- sind tastatursteuerbar, den beiden Gadgets sind bekanntlich die Tasten-
- kombinationen (linke Amiga)-V und (linke Amiga)-B zugeordnet. (Astreine
- Eselsbrücke: "Javoll!" bzw. "Abgelehnt!" :-).
- ~ ~
- Was jetzt noch folgt, ist keine vollständige Beschreibung aller Funktionen,
- sondern erklärt nur ein paar Besonderheiten.
-
- 5.4.1. Projekt
- --------------
-
- Parameter sichern:
-
- Die aktuellen Programmeinstellungen werden als `Startparameter' ins
- Programmicon zurückgeschrieben. Dabei wird etwas rabiat vorgegangen:
- alle ToolType-Einträge, die "VideoText" selbst nicht kennt, sind
- anschließend weg. Die Funktion ist auch für CLI-Fans nützlich, da das
- Icon auch bei CLI-Start ausgewertet wird! Ein Tastaturkürzel gibt es
- absichtlich nicht, so oft werden Sie die Parameter auch nicht sichern
- müssen.
-
- 5.4.2. Datei
- ------------
-
- Ausgabeformat:
-
- Reiner ASCII-Text ist vor allem zur Weiterverarbeitung der Seitentexte
- geeignet, z. B. wenn man Texte vor dem Ausdruck erst auf größere
- Zeilenbreite umformatieren will etc.
- Beim rohen VT-Format bleiben dagegen Farb- und Grafikinformationen
- erhalten, es kann mit `VTview' angezeigt oder wieder in VideoText
- eingelesen werden (um doch noch den ASCII-Text zu extrahieren?).
-
- Überschreiben:
-
- Wenn "Überschreiben" gewählt ist, erfolgt vor jedem Speichervorgang
- noch eine Sicherheitsabfrage. Im Modus "Anhängen" findet stattdessen
- nur noch eine kurze Plausibilitätsprüfung statt, z. B. erlaubt
- "VideoText" Ihnen nicht, Text an IFF-, Icon- und Programmdateien
- anzuhängen.
-
- Dateinamen ändern:
-
- Falls weder req.library noch asl.library vorhanden sind, kommt ein
- etwas spartanischer selbstgestrickter Filerequester. Zu seiner
- Benutzung (hoffentlich nicht!) darf ich an die Standard-Eigenschaften
- von Stringgadgets erinnern: (rechte Amiga)-X löscht den Inhalt,
- (rechte Amiga)-Q stellt den ursprünglichen Inhalt wieder her. Ende
- mit <Return>.
-
- Dateinamen nach Titelzeile:
-
- Übernimmt ein Wort aus der Kopfzeile der gerade angezeigten Seite als
- Dateinamen, ohne den Verzeichnispfad zu verändern. Es wird das erste
- Wort verwendet, das außer Ziffern und Sonderzeichen auch Buchstaben
- enthält; bei nochmaligem Aufruf der Funktion wird ein weiteres Wort
- dazugenommen (nützlich für Namen wie "PRO SIEBEN", "SKY NEWS" etc.).
- Die Zeichen ":" und "/" werden durch "-" ersetzt, und, um Verwirrung
- zu vermeiden, Leerzeichen durch den Unterstrich "_", deutsche Umlaute
- durch ihre Umschreibung.
-
- Icons erzeugen:
-
- Für die Icons werden externe Vorlagen verwendet, s. Startparameter
- `ICONPATH'. Icons werden nur für neu angelegte Dateien erzeugt, also
- nicht beim Anhängen an bereits bestehende.
-
- Numerierte Dateien:
-
- Der Modus wird durch die Endung ".###" am Namen der Ausgabedatei
- angezeigt, beim Speichern einer Seite wird hierfür dann die passende
- Nummer eingesetzt.
- Vorsicht: "Alle Seiten speichern" zusammen mit automatischer
- Numerierung erzeugt viele, viele Ausgabedateien, und es erfolgt *keine*
- Sicherheitsabfrage, falls es mit einer der Dateien Probleme geben
- sollte! Das ist aber nicht ganz so schlimm, weil wichtige Systemdateien
- normalerweise nicht auf eine dreistellige Nummer enden, könnte aber
- im schlimmsten Fall alte Ausgabedateien unbemerkt überschreiben.
-
- 5.4.3. Seiten
- -------------
-
- Zurückgehen:
-
- Immer, wenn man eine Seite durch Eingabe ihrer Nummer oder Anklicken
- einer Nummer im Seitentext direkt ansteuert, merkt sich das Programm
- noch die Nummer der zuvor angezeigten Seite (auf einem Stack), so daß
- man später zu ihr zurückkehren kann. Das ist als Hilfe bei der Nutzung
- von Verzeichnisseiten (z. B. auch des TOP-Text-Verzeichnisses) gedacht.
- In diesem Sinne empfiehlt es sich übrigens, Folgeseiten und Übersichts-
- seiten nicht durch Klick auf ihre Seitennummern anzusteuern (wenn
- solche Verweise überhaupt existieren), sondern immer durch die
- entsprechenden Elementarfunktionen "Vorwärts blättern" oder eben
- "Rücksprung" (s. auch Abschnitt 5.3., `Mausunterstützung': Klick ins
- untere bzw. mittlere Seitendrittel). Nicht daß der Stack überlaufen
- würde (er vergißt höchstens die ältesten Rücksprungadressen), aber sein
- Inhalt würde sonst ziemlich uninteressant.
- Alle anderen Bewegungen durch die Seitenliste (Cursortasten, Klick auf
- eine Nummer in der Liste, etc.) erzeugen *keine* solche Rücksprung-
- adresse, auch wenn sie noch so weite Sprünge darstellen.
-
- IFF-Bild:
-
- Da naturgemäß nur ein IFF-Bild in eine Datei paßt, kommt jedesmal erst
- ein Filerequester. Der verwendete Dateiname ist unabhängig von dem der
- Text-Ausgabedatei, auch wenn nach Programmstart beide zunächst
- identisch vorgegeben sind.
- Die Falschfarbendarstellung beim Speichern hat den Zweck, Schwarz als
- Hintergrundfarbe zu erzwingen, sieht beim späteren Anzeigen der Bilder
- erheblich besser aus.
-
- alle Seiten:
-
- "Alle Seiten löschen" wird unmittelbar ausgeführt, bevor man alle
- speichern darf, kommt dagegen eine Sicherheitsabfrage. Hm? Doch, ist
- absichtlich so gemacht: Mehrere hundert Seiten speichern kann schon
- ein paar Minuten dauern, läßt sich aber nicht abbrechen.
-
- 5.4.4. Anfordern
- ----------------
-
- Vorauswahl editieren:
-
- Ruft einen externen Editor für eine der beiden Konfigurationsdatei auf.
- Einzelheiten können Sie Über den Startparameter `EDITOR' einstellen.
-
- Seitennummern kopieren:
-
- Speichert Sendernamen und die Nummern der eingelesenen Seiten in der
- Zwischenablage (Clipboard) ab. Wenn der Editor, den Sie für die
- Konfigurationsdateien verwenden, für seine Blockoperationen auch das
- Clipboard benutzt (wie z. B. AZ oder Edward), können Sie diesen
- Textblock direkt mit "Paste" in die editierte Datei einfügen. Ab
- Workbench 2.0 geht das auch bei Ed: drücken sie (rechte Amiga)-V in
- seinem Fenster, und ConClip schmuggelt ihm den Text unter.
- Das Format, in dem die Nummern ausgegeben werden, ist direkt für die
- `Konfigurationsdateien' verwendbar (s. Abschnitt 5.1.2.), lediglich die
- Titelzeile sollten Sie noch auf ein markantes Stichwort verkürzen.
- (Und achten Sie darauf, daß Sie nicht mehrere Einträge für denselben
- Sender erstellen, von denen würde dann nur der jeweils erste
- berücksichtigt.)
-
- TOP-Verzeichnis:
-
- Diese Funktion ist (ebenso wie "TOP-Statistik" und "Blockseiten") auf
- Strukturinformationen angewiesen, die vom Sender zusätzlich zu den
- eigentlichen Textseiten auf ein paar sog. Pseudo-Seiten ab 1F0
- ausgestrahlt werden. Diese Seiten werden zunächst in die Seitensuche
- eingereiht, und die eigentlich gewünschte Funktion startet, sobald die
- Seiten gefunden und eingelesen wurden. Wenn in dieser Hinsicht auch
- nach einigem Warten nichts geschieht, unterstützt der Sender vermutlich
- kein TOP.
- Das Inhaltsverzeichnis, das dabei erstellt wird (auf selbstgemachten
- VT-Seiten ab 900), ist vor allem für mausgestützte Seitenanforderung
- gedacht: einfach Nummern anklicken (Doppelklick dabei bitte vermeiden)
- und sehen, was passiert. Vorsicht übrigens vor den mit "+" gekenn-
- zeichneten Seitennummern, das sind die ungeliebten Mehrfachseiten, die
- immer so lange die Seitensuche blockieren.
-
- Blockseiten holen:
-
- "Blockseiten" ist der Fachausdruck für die Leitseiten der einzelnen
- Themenkreise im gesamten Textangebot. Naja, auf jeden Fall sind es
- "wichtige" Seiten, und je nach Laune des Senders gibt es von der Sorte
- ca. 10 - 20. Auf ARD/ZDF gehören z. B. 100, 111, 200, 240, 300, 400,
- 420, 500 und 600 dazu.
-
- FIFO:
-
- Entscheidet, ob neu angeforderte Seitennummern Priorität vor den
- anderen, bereits wartenden erhalten, oder ob sie ganz ans Ende der
- Warteschlange gestellt werden. Seitenvorauswahlen werden aber in jedem
- Fall FIFO (first in, first out) gelesen.
-
- Einen Job löschen:
-
- Ist eine Möglichkeit, Seiten mit Überwachungsoption (/. oder /!) wieder
- loszuwerden. Aber bitte vorher den Auswahlzeiger entsprechend setzen.
-
- 5.4.5. Extras
- -------------
-
- Seite neu aufbauen:
-
- Kann man benutzen, um mit "Rätseltaste" aufgedeckte Zeichen wieder zu
- tarnen, aber auch, wenn die in der Liste ausgewählte Seite vorüber-
- gehend von einer anderen überschrieben wurde: vom neuen Inhalt einer
- überwachten Seite, oder von einer der Informationsseiten aus dem
- Projekt-Menü.
-
- Test/Uhr:
-
- Wenn man das Programm momentan nicht benutzt, aber noch nicht verlassen
- will, sollte der Testmodus ausgeschaltet werden, da die Uhrzeitabfrage
- über den I²C-Bus doch ein wenig Rechenzeit verbraucht.
-
- Uhrzeit übernehmen:
-
- Systemzeit nach der VT-Uhr stellen. Funktioniert aus Sicherheits-
- gründen nur, wenn die Videotext-Uhrzeit auch gerade angezeigt wird.
- Die akkugepufferte Uhr bleibt davon unberührt, ein "SetClock SAVE",
- sofern gewünscht, müssen Sie also selber ausführen.
-
- Fernsehdarstellung:
-
- Nur von Bedeutung, wenn der Videotext-Chip auch mit R, G, B und BLNK
- an den SCART-Eingang eines Fernsehers angeschlossen ist.
-
- Decoder-Reset:
-
- Wird normalerweise einmal zu Programmbeginn ausgeführt, und das reicht.
- Muß aber z. B. wiederholt werden, wenn es Probleme mit der Spannungs-
- versorgung des Decoders gab, da der Einschaltreset des VT-Chips leider
- wieder ganz andere Registerwerte einstellt.
-
-
-
- 6. Startparameter
- =================
-
- "VideoText" unterstützt CLI-Parameter und Workbench-ToolTypes. Das Icon
- wird auch beim CLI-Start gelesen, zusätzliche Kommandozeilenparameter haben
- dann aber Vorrang.
-
- Die meisten Parameter können auf beide Arten angegeben werden, außer der
- Direktanforderung von Seiten (nur vom CLI aus) und diversen Flags (nur über
- ToolTypes).
-
-
- 6.1. FILE
- ---------
-
- FILE=<name> Bsp.: FILE=RAM:VTdatei
- CLI: -f=RAM:VTdatei ('=' ist optional)
-
- Namen der Ausgabedatei festlegen. Kann vom Programm aus jederzeit über
- Filerequester geändert werden.
-
-
- 6.2. FILEMODE
- -------------
-
- FILEMODE=<flag>|<flag>|... Bsp.: FILEMODE=VT|OVERWRITE|ICONS|NONUMBERS
-
- Die Eigenschaften der Ausgabedatei können vom laufenden Programm aus
- jederzeit umgestellt werden, aber vielleicht haben Sie ja eine Lieblings-
- kombination. Zulässige Optionen:
-
- VT <-> ASCII
- APPEND <-> OVERWRITE
- ICONS <-> NOICONS
- NUMBERS <-> NONUMBERS
-
- Eine entsprechende CLI-Option gibt es nicht.
-
-
- 6.3. EDITOR
- -----------
-
- EDITOR=<cmd> Bsp.: EDITOR=c:Ed
- CLI: -e=c:Ed ('=' ist optional)
-
- Legt den externen Editor fest, der aufgerufen wird, wenn Sie F9/Shift-F9
- drücken. Dem angegebenen Kommandostring wird einfach der passende Dateiname
- ("VT.config" bzw. "VT2.config") nebst Pfadnamen (s. `CONFIGPATH') angehängt
- und das ganze dann als DOS-Kommando ausgeführt. Vergessen Sie im CLI nicht
- die "", falls Ihr Kommando Leerzeichen enthält, z. B.
- "-e=c:Run >NIL: c:Ed".
-
-
- 6.4. ICONPATH
- -------------
-
- ICONPATH=<pfad> Bsp.: ICONPATH=Icons/
- CLI: -i=Icons/ ('=' ist optional)
-
- Gibt das Verzeichnis mit den Standard-Icons "ASCII.info", "VT.info",
- "IFF.info" an, von denen immer eins, abhängig vom eingestellten
- Dateiformat, als Icon für die Ausgabedatei kopiert wird. Natürlich können
- Sie auch einen absoluten Pfad angeben, wie z. B. "dh0:misc/icons/".
-
-
- 6.5. CONFIGPATH
- ---------------
-
- CONFIGPATH=<pfad> Bsp.: CONFIGPATH=S:
- CLI: -c=S: ('=' ist optional)
-
- Gibt an, wo sich die .config-Dateien mit Ihrer Seitenvorauswahl befinden.
- Solange Sie nichts angeben, wird im aktuellen Verzeichnis gesucht.
-
-
- 6.6. MAXWAIT
- ------------
-
- MAXWAIT=<seconds> Bsp.: MAXWAIT=60
- CLI: -w60
-
- Die Zeit, nach der angenommen werden soll, daß eine angeforderte
- Seitennummer nicht existiert. Ein vernünftiger Wert sind ca. 60-90 Sekunden.
-
-
- 6.7. BURST/SHUFFLE
- ------------------
-
- BURST=<tics> Bsp.: BURST=0 SHUFFLE=30
- SHUFFLE=<tics> CLI: -b0 -s30
-
- Timing-Parameter für die Seiteneinleseroutine, Einheit: 1/50-Sekunden.
- Veränderungen hieran brauchen lediglich vorgenommen zu werden, wenn öfters
- unvollständige Seiten eingelesen werden, und zwar unvollständig in dem
- Sinne, daß ein paar der *untersten* Zeilen fehlen (d. h. die Seite war zum
- Zeitpunkt des Einlesens in den Amiga noch nicht vollständig im Decoder
- eingetroffen). Andere Fehler, wie mittendrin fehlende Zeilen oder Zeichen
- sind *nicht* mit diesen Parametern behebbar!
-
- Die zwei Parameter werden alternativ verwendet, für zwei verschiedene
- zulässige VT-Ausstrahlungsprotokolle. Dabei scheint das Verfahren "serielle
- Magazinfolge" (BURST) das allgemein üblichere zu sein. Das Programm
- signalisiert diesen Modus, indem die Unterseitennummer, die es oben links
- in jede VT-Seite einträgt, in runde Klammern setzt, (0000). "Verschachtelte
- Magazinfolge" (SHUFFLE) trifft man aber auch gelegentlich, vor allem bei
- englischen Sendern. Angezeigt wird dieser Modus durch spitze Klammern um
- die Unterseitennummer, <0000>.
-
- Das Problem, das diese Parameter überhaupt nötig macht, ist folgendes: Eine
- Videotextseite besteht bei der Übertragung aus einer Kopfzeile und einigen
- (normalerweise 23) Folgezeilen. Das Eintreffen der Kopfzeile wird in einem
- auslesbarem Flag im Decoder gemeldet, nicht aber das *Ende* einer
- Seitenübertragung. Also muß man einfach blind eine Zeit lang warten, und
- hoffen, daß die Seite anschließend komplett ist.
-
- Die gute Nachricht: im Burst-Modus ist die Seitenübertragung so schnell,
- daß man normalerweise überhaupt nicht warten muß (BURST=0), der leere
- Seitenspeicher wird nämlich ungefähr gleich schnell, eher sogar etwas
- schneller aufgefüllt, als er über den I²C-Bus überhaupt ausgelesen werden
- kann. Die schlechte Nachricht: der magazinverschachtelte Modus braucht ca.
- achtmal so lange für die Übertragung einer Seite. Zwar werden hier wie auch
- beim magazinseriellen Modus typischerweise ca. 13 Seiten/sec. übertragen,
- aber die Zeilen aus bis zu 8 verschiedenen Seiten (aus den 8 Magazinen)
- dürfen ineinander verzahnt gesendet werden. Kurzum: hier ist garantiert
- eine Wartezeit nötig, größenordnungsmäßig eine halbe Sekunde (SHUFFLE=25).
-
- Vorsicht: stellen Sie keine unnötig langen Wartezeiten ein, weniger als 1
- Sekunde (d. h. <50) müßte immer genügen. Sonst kann es passieren, daß bis
- zum Beginn des Einlesens bereits ein neuer Seiteninhalt eintrifft, äußerst
- häßliche Situation.
-
-
- 6.8. BUSDELAY
- -------------
-
- BUSDELAY=<EClock-Ticks> Bsp.: BUSDELAY=0
- CLI: -d0
-
- In der Spezifikation des I²C-Bus ist gefordert, daß die LO- und HI-Pulse
- des SCL-Signals mindestens 4.7 bzw. 4 µs lang sind (das entspricht einer
- max. Übertragungsrate von ca. 100 kHz). Das läßt sich auf dem Amiga sehr
- elegant garantieren, indem jede Bitübertragung aus 4+3 CIA-Zugriffen
- zusammengesetzt wird. Da die CIAs nämlich mit dem EClock-Signal getaktet
- sind (das sind ca. 700 kHz, auf allen Amigas), resultiert dies in SCL-
- Taktimpulsen von 5.6 und 4.2 µs. In der i2c.library wird (seit V39) genau
- das gemacht, alles in bester Ordnung also.
-
- Vielleicht gibt es aber auch I²C-Hardware, die nicht die vollen 100 kHz
- verträgt (oder vielleicht doch Amigas mit schnelleren CIAs?). Darum ist
- eine manuelle Anpassung des Bustaktes über BUSDELAY immer noch möglich.
- Wenn also bei der Inbetriebnahme (s. o.) Busprobleme auftreten sollen,
- können Sie probhalber in jedes Bit kleine Warteschleifen einbauen lassen.
- Kleine Werte wie 1, 2 oder 3 könnten schon reichen (anders als bei früheren
- Versionen), und probieren Sie besser keine Werte über 100 aus! Wenn das
- alles nichts hilft, haben Sie vermutlich eine falsche (oder defekte)
- I²C-Hardware angeschlossen.
-
-
- 6.9. PALETTE
- ------------
-
- PALETTE=<rgb>,<rgb>,... Bsp.: PALETTE=000,d00,0d0,ee0,00d,909,0cc,fff
- CLI: -p000,f00,0f0,ff0,00f,f0f,0ff,fff
-
- Die Bildschirmfarben festlegen, in RGB-Komponenten für die 8 Farben
- Schwarz, Rot, Grün, Gelb, Blau, Violett, Türkis, Weiß.
-
- Das Beispiel in der zweiten Zeile erzeugt Farben maximaler Intensität, wie
- Videotext wohl auch eigentlich gedacht ist. Voreingestellt in den Icon-
- ToolTypes finden Sie dagegen das erste Beipiel, mit etwas gedämpfteren
- Farben und einem Türkis, auf dem man auch weiße Schrift noch lesen kann:
- $0CC statt $0FF.
-
- Ich würde nicht empfehlen, diesen Parameter von Hand zu ändern. Einfacher
- ist es, die Screen-Farben mit einem Palette-Tool einzustellen (z. B.
- "Palette" von FishDisk 330, oder "CPalette" aus Aminet/util/wb) und
- anschließend mit "Parameter sichern" in die Icon-ToolTypes zurückzu-
- schreiben.
-
-
- 6.10. FLAGS
- -----------
-
- FLAGS=<flag>|<flag>|... Bsp.: FLAGS=LIFO|CLOCK
-
- Hiermit läßt sich aller mögliche Firlefanz einstellen, der kein eigenes
- Tooltype verdient hat. Unterstützt werden z. Zt. die Richtung der Job-
- Schlange (FIFO <-> LIFO) und der Testmodus (CLOCK).
-
-
- 6.11. Seitenanforderung
- ----------------------
-
- <page> <page> ... Bsp.: 100/* 112 113 114 115 525/1
-
- Alle CLI-Argumente, die nicht mit "-" beginnen und als gültige Seitennummer
- interpretiert werden können, werden als Seitenanforderung in die
- Job-Warteschlange eingereiht.
-
- Einen entsprechenden Workbench-Parameter gibt es nicht.
-
-
- 6.12. VT-Format laden
- ---------------------
-
- <file> <file> ...
-
- CLI-Parameter, die nicht mit "-" beginnen und außerdem keine Seitennummer
- sein können, weil Sie Buchstaben enthalten, werden als zu ladende
- Seitendatei im VT-Format angesehen (vgl. Abschnitt 7.1., Dienstprogramm
- `VTview').
-
- Dem entspricht beim Workbench-Start die Möglichkeit, VT-Dateien über
- erweiterte Auswahl (Shift-Mausklick) als Start-Argumente anzugeben.
-
-
-
- 7. Dienstprogramme
- ==================
-
-
- 7.1. VTview
- -----------
-
- "VTview" liest von "VideoText" im VT-Format erzeugte Dateien und dient dem
- Betrachten der darin enthaltenen Videotext-Seiten. Es benötigt dazu (wie
- "VideoText" selbst) den Font "videotext/9". Die Seiten werden diesmal auf
- einem LoRes-Bildschirm dargestellt, was der Wirkung nach eher dem original
- Fernseh-Videotext entspricht.
-
- Es können beliebig viele Eingabedateien übergeben werden, entweder von der
- Workbench aus durch Extended Select bzw. über Default Tool, oder in Form
- von CLI-Parametern. Ohne Startparameter wird stattdessen ein Filerequester
- geöffnet (diesmal nur ASL, d. h. nur ab Workbench 2.0).
-
- Die Dateien müssen mit dem Schlüsselwort "VTPG" beginnen, unterliegen
- ansonsten aber keinen besonders strengen Formatanforderungen. Z. B. können
- sie VT- und ASCII-Format gemischt enthalten (auch wenn das nicht viel Sinn
- macht), es werden dann halt soviele VT-Seiten ausgelesen, wie identifiziert
- werden können (Schlüsselstring: "VTPG"). Die Seiten werden intern zu einer
- einzigen Liste zusammengesetzt, ohne daß aber eine Sortierung vorgenommen
- wird, und Seitennummern dürfen auch doppelt vorkommen.
-
- Über ToolTypes oder CLI-Parameter können noch diverse Einstellungen
- vorgenommen werden. Zunächst die CLI-Parameter:
-
- -a[uto]: Normalerweise blättert man die Seiten mit den Cursortasten von
- Hand durch, mit diesem Flag wird dagegen eine Art Diashow aktiviert,
- die alle eingelesenen Seiten nacheinander anzeigt. Durch beliebigen
- Tastendruck wird die Kontrolle aber an den Benutzer zurückgegeben.
-
- -c[ycle]: Normalerweise endet VTview, wenn im Diashow-Modus das Ende der
- Seitenliste erreicht wird. Mit diesem Flag erzwingt man dagegen eine
- Endlos-Schleife. Wie die gewöhnliche Diashow endet auch diese Schleife
- auf Tastendruck hin.
-
- -r[eveal]: Wie im VideoText-Programm können verdeckte Zeichen mit '?'
- aufgedeckt und mit ' ' wieder verdeckt werden. Bei Diashows nutzt das
- natürlich nicht viel, darum kann mit diesem Flag die Anzeige des
- verdeckten Textes global, für alle Seiten, erzwungen werden.
-
- -t<secs>: Gibt an, wieviele Sekunden jede Seite in Diashows angezeigt
- bleibt. Default-Wert ist 2.
-
- Noch schnell ein Beispiel:
-
- VTview Beispiele/1995 RAM:VTdatei -c -t3
-
- Bei den korrespondierenden ToolTypes ist noch zu beachten, daß man zu jedem
- beteiligtem Icon, also zu jeder Seitendatei und sogar zu VTview selbst,
- ToolTypes angeben kann. Welche gelten dann? Regel:
-
- Es werden zuerst die ToolTypes von VTview selbst ausgewertet, danach die
- ToolTypes der Dateien, in der Reihenfolge, wie sie angeklickt wurden.
- Die später ausgewerteten überstimmen dabei die vorangehenden. Damit das
- auch für alle Optionen möglich ist, existieren zu jedem Flag mindestens
- zwei Alternativen:
-
- MODE=MAN|AUTO|CYCLE
- FLAGS=REVEAL|CONCEAL
- TIMING=<secs>
-
- Beispiel für einen sinnvollen Eintrag:
-
- MODE=AUTO
- FLAGS=CONCEAL
- TIMING=3
-
-
- 7.2. I2Cscan
- ------------
-
- "I2Cscan" wird vom CLI oder von der Workbench aus gestartet. Startparameter
- gibt es nicht, aber mit den Tasten +,-,*,/ läßt sich der Timing-Parameter
- des I²C-Bus einstellen (hoch- und runterzählen, verdoppeln, halbieren).
- Dran denken: keine zu großen Werte einstellen, die Schmerzgrenze dürfte
- ungefähr bei 100 liegen.
-
- Die Hauptfunktion startet man mit 'S' (wie Scan). Alle Chips, die am I²C-
- Bus adressieren werden können, werden dann aufgelistet. (Der Videotext-Chip
- sollte sich unter der Adresse $22/$23 melden.) Eventuell dabei auftretende
- Fehler werden im Klartext (auf Englisch) ausgegeben. Von diesen Meldungen
- auf das tatsächliche Problem zu schließen, ist nicht ganz einfach, aber ein
- paar Anhaltspunkte gibt es:
-
- Err4 und Err5 ("SDA always LO"/"SDA always HI") deuten auf einen Fehler im
- I²C-Bus Interface hin, darauf daß gar kein geeignetes Interface ange-
- schlossen ist, oder daß installierte Version der i2c.library nicht zu
- diesem Interface paßt.
- Bei Err4 wäre auch noch ein Kurzschluß der Datenleitung zur Masse denkbar,
- irgendwo im Verlauf des Busses.
-
- Err3 ("SDA trashed") könnte durch elektromagnetische Störfelder verursacht
- sein (bei extrem langer, schlecht abgeschirmter Busleitung) oder durch zu
- "schlappe" Signalflanken (wegen hoher kapazitiver Belastung und/oder zu
- hohen Ausgangswiderständen). Ein kürzerer Bus oder (einfacher auszupro-
- bieren) eine niedrigere Taktrate könnten also Abhilfe schaffen.
- Der Fehler könnte auch durch ein Interface ausgelöst werden, das zwar am
- richtigen Port angeschlossen ist, aber nicht zur installierten Version der
- i2c.library paßt, indem vielleicht der SCL-Ausgang auf den SDA-Eingang
- zurückgeführt wird, oder weil ein Signal invertiert wird, das nicht
- invertiert werden dürfte, etc. Beim Versuch, die HSL-Hardware am seriellen
- Port als c't-Hardware anzusprechen, dürfte Err3 z. B. auftreten.
-
-
-
- 8. Freeware!
- ============
-
- "VideoText" ist Freeware, das heißt, die Nutzung ist kostenlos, und es darf
- beliebig kopiert und weitergegeben werden, solange die wichtigsten
- zugehörigen Dateien
-
- VideoText VideoText.info
- VTview VTview.info
- I2Cscan I2CScan.info
- fonts/videotext.font libs/i2c.library.ser ²
- fonts/videotext/9 libs/i2c.library.par ²
- VT.guide Icons/VT.info
- Hardw.guide Icons/IFF.info
- VT.config ¹ Icons/ASCII.info
- VT2.config ¹
-
- zusammenbleiben und nicht verändert werden. Anmerkungen:
-
- 1. Erweiterung der .config-Dateien (¹) ist ausdrücklich erlaubt.
- 2. Die i2c.library (²) ist Copyright © Brian Ipsen.
- 3. Kleine Spenden (10-20 DM) sind natürlich trotzdem willkommen B-),
- meine Anschrift: Wilhelm Nöker, Hertastr. 8, D-44388 Dortmund.
-
-
-
- 9. An der Entstehung beteiligt ...
- ==================================
-
- Programmautor von "VideoText" bin ich:
-
- Wilhelm Nöker
- Hertastr. 8
- D-44388 Dortmund
- E-Mail: 0231601698-1@btxgate.de
-
-
- 9.1. Grüße
- ----------
-
- Vielen Dank an:
-
- - Kai Heesche, den c't-Leser
-
- - Michael Hübbers, einen der wenigen Amiga-User an der Uni und
- "VideoText"-Benutzer der ersten Stunde :-)
-
- - Karsten Seckendorf, für viele gute Ideen, die wesentlich zur Gestaltung
- des Programms seit V4.0 beigetragen haben
-
- - Michael Zielinski und Jörg Tögel, für Unterstützung bei der Suche nach
- dem großen "A4000-Bug"
-
- - Michael Böhmer, für den Artikel zum M&T-Decoder
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- - Christoph Vonrhein
-
- - last, not least: Brian Ipsen
-
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- 9.2. Herkunft der Icons
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- Selbstgemalte Icons:
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- VideoText.info
- VTview.info
- I2CScan.info
- Icons/VT.info
- Beispiele/KäptnBlaubär.info
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- Vielen Dank an Michael Böhmer für das MagicWB-Icon:
-
- Icons/VideoText.info
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- Die übrigen sind, soweit ich weiß, PD:
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- Icons/ASCII.info: von Dave Turnock (FishDisk 151)
- Icons/IFF.info: von Rick Parks (FishDisk 426)
- Install.info: von Uwe Röhm (FishDisk 595)
- VT.config.info,
- VT.guide.info: von Magnus Enarsson (FishDisk 972)
-
-
- 9.3. Benutzte Programme
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- Compiler: KickPascal 2.12 von MAXON Computer
-
- Zwar besitze ich bereits MaxonPascal 3 (und habe auch schon die neuen
- 3.0-Includefiles installiert) aber das Übersetzen von Units klappt
- damit leider nicht mehr (danke Jungs, tolles Upgrade :-P ). Ein Bug-
- Report an Maxon im Frühjahr '95 scheint nicht viel bewirkt zu haben.
- Zwar konnte ich den Leuten dann im Herbst anläßlich der Amiga-Messe
- immerhin noch ein Update abringen (i. w. auch kostenlos), das denselben
- Fehler aber immer noch enthält.
-
- Editor: EdWord Pro 5.0 von Martin Reddy (aminet/text/edit)
-
- Gibt zusammen mit KickPascal 2.12 eine prima Entwicklungsumgebung ab:
- EdWord für die Units, der KickPascal-Editor enthält das Hauptprogramm
- und kann die Units extern übersetzen.
-
- Text2Guide 3.10 von Stephan Sürken (aminet/text/hyper)
-
- Spitze! Vergeßt MakeGuide!
- Naja, zugegeben *ist* das TeXinfo-Format leistungsfähiger und
- flexibler, aber ich hätte für "VT.guide" damit mindestens doppelt so
- lange gebraucht %-).
-
- Smiley V3 von David Sanderson (aminet/misc/misc)
-
- Ich hoffe, ich hab's nicht übertrieben :-o ;-) :-) :-D B:-) B-].
-
-
- 9.4. Die Top Ten :-)
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- Nein, hier stehen nicht die größten Geldspenden, die amüsantesten,
- freundlichsten oder umfangreichsten Zuschriften, auch keine Aufschlüsselung
- derselben nach Postleitzahlbereichen oder in EMail, Briefpost und Anrufe
- (obwohl gerade letzteres auch ganz interessant wäre ;-), sondern nur
-
-
- DIE BESTEN VERBESSERUNGSVORSCHLÄGE
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- Stefan Janiszewski:
-
- Könnte man nicht zu jedem Sender die wichtigsten Seitennummern
- automatisch raussuchen lassen? (-> V3.3)
-
- Karsten Seckendorf:
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- Wäre es möglich, für die Unterseiten eine Option z. B. "100/x"
- einzubauen, um nur die jeweils erste Unterseite einzulesen? (-> V4.1)
-
- Jörg Tögel:
-
- Vielleicht sollte man gelesene Seiten markieren, für besseren Überblick
- über neu eingetroffene und schon gelesene? (-> V4.33)
-
- Karsten Seckendorf:
-
- Wie wäre eine Art Stack oder so, in dem man die Seitennummern ablegt,
- von denen aus man direkt zu weiter entfernten Seiten springt? (-> V5.01)
-
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- Zugegeben, das sind keine zehn, und sie sind auch nur chronologisch
- geordnet. Aber worauf ich hinaus will: das alles sind Kleinigkeiten, auf
- die ich trotzdem niemals selbst gekommen wäre.
-
- Natürlich sind auch Bug-Reports wichtig, und auch mit hartnäckigen
- Hinweisen auf irgendwelche Standards, die ich nicht erfülle (ARexx-Port,
- ScreenMode-Requester), erreichen Sie etwas (ich sage nicht, was ;-).
- Aber am besten helfen können Sie mir mit Hinweisen auf kleine Ungereimt-
- heiten in der Bedienung und mit klaren Ideen, wie ein Videotext-Programm
- funktionieren sollte.
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