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- UnitControl 2.5 (29.04.1996)
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- Mit dem Tool UnitControl können Sie gerätespezifische Einstellungen für
- jedes einzelne am SCSI-Bus angeschlossene Gerät vornehmen. Darüber hinaus
- erlaubt Ihnen UnitControl die Steuerung von Wechselmedien und
- Tapestreamern. UnitControl wird wie SCSIConfig durch einen einfachen
- Doppelklick auf sein Icon gestartet.
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- Im oberen Teil des Fensters werden die am SCSI-Bus vorhandenen Einheiten
- angezeigt. Sie können durch einfaches Anklicken der gewünschten Einheit
- diese für weitere Aktionen auswählen. Zur Kontrolle wird die ausgewählte
- Einheit farbig unterlegt. Sollten Sie mehr Einheiten haben, als in das
- Anzeigefenster passen, so können Sie den Anzeige-ausschnitt mit Hilfe des
- Rollbalken am rechten Rand des Anzeigefensters bewegen, so daß die Geräte
- nach und nach durch das Fenster scrollen.
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- --- Quit:
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- Solange keines der Geräte ausgewählt ist, steht Ihnen von den fünf Gadgets
- im unteren Teil des Hauptfensters nur das Quit-Gadget zur Verfügung. Durch
- Klicken auf dieses Gadget verlassen Sie UnitControl
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- Sobald Sie eines der Geräte ausgewählt haben, werden auch die anderen
- Gadgets eingeschaltet. Mit Hilfe dieser Gadgets können Sie diverse
- Aktionen der angeschlossenen Geräte steuern. Die zur Verfügung stehenden
- Gadgets sind dann:
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- --- Eject:
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- Sofern das SCSI-Gerät das softwaregesteuerte Auswerfen des Mediums
- unterstützt, wird das Medium durch Betätigen dieses Gadgets ausgeworfen.
- Bei Geräten, die das Auswerfen von Medien nicht unterstützen, veranlasst
- die Betätigung dieses Gadgets für gewöhnlich das Anhalten des
- Antriebsmotors.
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- --- Stop:
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- Mit Hilfe dieses Gadgets können Sie das ausgewählte Gerät veranlassen,
- seinen Antriebsmotor abzuschalten. Fest-platten oder Wechselplatten, die
- Sie nur sehr sporadisch benutzen, können so abgeschaltet werden, um
- unnötigen Verschleiß und Stromverbrauch zu vermeiden.
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- --- Start:
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- Ein mit Stop abgeschaltetes oder aus anderen Gründen deaktiviertes Gerät
- kann durch die Betätigung dieses Gadgets wieder aktiviert werden.
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- --- Rescan:
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- Scannt den SCSI Bus nach neiuen SCSI Geräten.
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- --- Mount
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- Versucht Partitionen von einer Unit zu mounten.
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- --- Prefs
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- Legt einen Resident Tag an ('Save'). Die gespeicherten Werte werden beim
- nächsten Reboot verwendet.
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- --- Options:
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- Durch die Betätigung dieses Gadgets wird ein neues Fenster geöffnet, in dem
- Sie spezielle Geräteparameter für die ausgewählte Einheit einstellen
- können. Dieses Tool kann sehr nützlich sein, wenn Probleme in der
- Datenübertragung zu einem bestimmten Gerät auftreten, ohne daß andere
- Einheiten hiervon beeinflußt werden. Außerdem ermöglichen die unter
- Special angebotenen Einstellungen, die Datenübertragung auf maximale
- Geschwindigkeit abzustimmen.
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- Zur korrekten Einstellung der angegebenen Optionen sollten Sie diverse
- Informationen zum angeschlossenen Gerät verfügbar haben. Im Allgemeinen
- können Sie die benötigten Informationen dem Datenblatt bzw. der
- Bedienungsanleitung des angschlossenen Geräts entnehmen.
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- --- Schalter Asynchron/Synchron
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- Dieses Gadget schaltet zwischem synchronen bzw. asynchronen Zugriff auf
- das Gerät um. Die Voreinstellung wird über die im RDB festgehaltenen
- Informationen bestimmt. Im synchronen Modus wird eine bestimmte Zahl
- Datenwörter in einem Block übertragen, gefolgt von einem Handshake. Dieser
- Modus ermöglicht dadurch höhere Übertragungsraten, sofern das Gerät ihn
- unterstützt. Leider nimmt die Fehlerwahrscheinlichkeit in der Übertragung
- zu, je größer der zu übertragende Block gewählt wird. Im synchronen Modus
- sind bis zu 10 MByte Datenübertragungsrate möglich. Die maximale
- Übertragungsrate für ein bestimmtes Gerät wird jedoch zum einen vom Gerät
- selbst als auch von der Länge und Art des verwendeten SCSI-Kabels
- beeinflußt.
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- Wenn Sie den synchronen Modus aktivieren, so handeln der Controller und das
- betreffende Gerät die maximale Übertragungsrate automatisch aus. Diese
- beträgt bei FAST SCSI-II-Geräten meist 10MB/s, bei normalen SCSI- oder
- SCSI- II-Geräten meist 5 oder 4 MB/s.
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- Wenn beim Aktivieren des Synchron-Modus automatisch 10 MB/s eingestellt
- werden, heißt dies nicht, daß die Übertragung mit dieser Rate sicher
- stattfinden kann. Wenn sich nach Einstellen des synchronen Betriebsmodus
- mit hohen Übertragungsraten gelegentliche Übertragungsfehler einstellen
- oder die Festplatte "hängt", so kann dies ein Hinweis darauf sein, daß die
- Verbindung zum Gerät nicht ausreichend sicher für die gewählte
- Geschwindigkeit ist. Dieses Problem kann auftreten, da die
- Übertragungsrate extrem stark von der Kabellänge abhängig ist. Stellen Sie
- in einem solchen Fall die Rate niedriger ein, um Übertragungsstörugen
- auszuschließen.
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- Experimente haben ergeben, daß die höchste Einstellung für die synchrone
- Datenübertragung nicht unbedingt die schnellste ist. Nahezu alle neueren
- Festplatten werden heute von deren Herstellern mit 10 MB/s Übertragung
- angegeben, was sich allerdings auf die SCSI-Bus-Geschwindigkeit bezieht.
- In der Praxis hat sich bei einer schnellen Platte im Gigabyte-Bereich z.B.
- ergeben, daß die vom gängigen Testprogramm DiskSpeed 4.2 ermittelten
- Übertragungswerte im Synchron-6MB- Modus schneller waren als im
- Synchron-10MB-Modus. Es kann daher zum Ermitteln der optimalen Einstellung
- für eine bestimmte Platte sinnvoll sein, unter Zuhilfenahme eines
- Testprogramms verschiedene Einstellungen auszuprobieren.
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- --- Schieberegler Bytes/Handshake
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- Mit diesem Einsteller können Sie die Anzahl der zu übertragenden Bytes pro
- Handshake einstellen. Hier gilt es leider den optimalen Wert durch
- Probieren zu ermitteln. Eine zu hohe Einstellung kann zu
- Übertragungsfehlern führen, die die Geschwindigkeit erheblich mindern oder
- sogar zu Lesefehlern führen. Als Ausgangswert steht dieser Regler auf 8,
- was Ihnen eine akzeptable Übertragungsrate bei äußerst geringer
- Fehlerwahrscheinlichkeit ermöglicht.
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- --- Schieberegler Synchron MB/S
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- Hier können Sie die Geschwindigkeit der Datenübertragung im Synchronbetrieb
- manipulieren. Wie bereits gesagt, handeln der Controller und das
- betreffende Gerät die maximale Übertragungsrate automatisch aus. Sollten
- Sie trotzdem Probleme mit dem angeschlossenen Gerät in der Form von
- Lesefehlern oder SCSI-Bus-Hängern haben, so können Sie diesen Wert
- vermindern, um zu überprüfen, ob das Gerät bzw. die Verbindung (Kabel) die
- hohe Übertragungsgeschwindigkeit nicht korrekt durchführen kann. Dieses
- Problem kann auch dann auftreten, wenn das Gerät 10 MB/s als zulässigen
- Wert akzeptiert, da die Übertragungsrate extrem stark von der Kabellänge
- abhängig ist.
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- Die beiden Einsteller Bytes/Handshake und Synchron MB/s sollten immer als
- Verbund gesehen werden. Um die wirklich bestmögliche Einstellung zu
- finden, ist schon einige Probier- und Testarbeit nötig. Die
- voreingestellten Werte ermöglichen aber ein im allgemeinen sicheres
- Arbeiten bei möglichst optimaler Übertragungsrate.
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- --- Reselection
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- SCSI-Geräte haben die Möglichkeit, bei länger andauernden Operationen den
- Bus abzugeben, um andere Geräte Daten übertragen zu lassen. Am Ende der
- Operation fordert das Gerät dann den Bus wieder an, um seine eigenen
- Ergebnisse zu übermitteln. Diesen Vorgang nennt man Reselection. Da nicht
- alle Geräte dieses Verfahren unterstützen und einige der Geräte, die es
- unterstützen, in diesem Modus nicht korrekt arbeiten, gibt es die
- Möglichkeit, diesen Modus explizit für jedes Gerät zu aktivieren bzw. zu
- deaktivieren. Im Zugriff auf ein einzelnes Gerät wirkt sich die
- Reselection praktisch kaum aus; da die Reselection zusätzlichen
- Protokollaufwand erfordert, ist eher mit einer geringfügigen
- Leistungseinbuße zu rechnen. Erst wenn mehrere Geräte gleichzeitig auf dem
- Bus aktiv sind, ist eine Steigerung der Perfomance im Reselection-Betrieb
- zu erwarten.
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- --- FWC Mode
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- Dieser Schalter (de)aktiviert den internen Ram Cache von SCSI Geräten für
- Schreiboperationen.
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- --- Removable
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- Dieser Schalter bestimmt, ob ein Gerät als Removable behandelt wird.
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- --- Quit
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- Mit Quit verlassen Sie das Special-Fenster. Quit selbst ändert nichts an
- der Gerätekonfiguration.
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- --- Set
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- Mit Set speichern Sie die getroffenen Einstellungen für das Gerät.
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- --- Reset
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- Reset bewirkt das Zurücksetzen des SCSI-Bus. Sollte der SCSI-Bus hängen,
- erkennbar durch das kontinuierliche Leuchten der Busaktivitäts-LED einer
- oder mehrerer der angeschlossenen Platten, so können Sie den Bus durch
- dieses Gadget wieder in einen definierten Zustand bringen.
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- Reset wirkt sich auf den gesamten Bus aus, nicht nur auf das angewählte
- Gerät. Wenn andere Geräte bei Betätigung dieses Gadgets gerade Daten
- übertragen, gehen diese verloren. Dies kann von harmlosen Lesefehlern bis
- zu dem Verlust ganzer Partitionen variieren. Benutzen Sie Reset nur, wenn
- keinerlei Diskaktivitäten im System laufen, und als allerletzten Ausweg bei
- abgestürztem SCSI-Bus.
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