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Text File | 1993-01-31 | 169.4 KB | 4,642 lines |
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- Vorwort
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- Die Datenfernübertragung hat in den letzten Jahren besonders im privaten
- Bereich einen außerordentlich starken Boom erfahren. Waren vor drei Jahren
- Modems mit 1200 Baud schon etwas besonderes, so nehmen heute HST-Modems ihre
- Stellung ein. Gleichermaßen sind aber auch die Ansprüche an die
- Mailboxsoftware gestiegen. Diese Entwicklung hat auch Phobos in den
- mittlerweile 3 1/2 Jahren Entwicklungszeit durchgemacht. Davon wurde es ca.
- 3 Jahre in der Praxis erprobt. Es ergaben sich viele kleinere und größere
- Verbesserungen, die das heutige Programm ausmachen. Geschwindigkeit,
- Flexibilität und Komfort des Programms sind vor allem in dieser Kombination
- einzigartig. Die einzelnen Leistungsmerkmale sollen hier jedoch nicht
- aufgezählt werden. Schauen Sie selbst!
- Diese Anleitung beschreibt die Bedienung des Mailboxprogramms. Die
- Bedeutung der einzelnen Schaltelemente der Konsole (Phobosbildschirm) erfahren
- Sie teilweise über das "Hilfe"- Gadget rechts unten am Screen. Mit einem
- Doppelklick kommen Sie dort weiter.
- Lesen Sie auf jeden Fall zuerst Kapitel 1 und 2 dieses Handbuchs. Den Rest
- sollten Sie dann zunächst wenigstens einmal überflogen haben um ihn dann bei
- Bedarf nochmal genauer zu lesen. An einigen Stellen werden Sie über
- Levelangaben stolpern. Diese entsprechen in der Regel nur den bereits
- vorgegebenen Daten. Sie können meist aber nach Belieben im PhobosPref bei
- "Level" nachträglich geändert werden.
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- Diese Bedienungsanleitung wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch sind Fehler
- möglich, zumal sich das Programm ständig weiterentwickelt und nicht sofort
- jede Änderung in die Anleitung übernommen werden kann.
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- Viel Spaß mit dem Programm !
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- Ulrich Simon
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- Inhaltsverzeichnis
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- Vorwort
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- 1. Nutzungsrecht
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- 2. Hardware-Voraussetzungen
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- 3. Installation
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- 4. PhobosPref
- 4.1. Hauptbildschirm
- 4.1.1. Allgemein
- 4.1.2. Zugriffspfade
- 4.1.3. Dimensionierungen
- 4.1.4. Telefongebühren
- 4.1.5. Floskeltasten
- 4.2. Netz
- 4.3. Speicher
- 4.4. Userdaten
- 4.4.1. Userdaten-Voreinstellungen
- 4.4.2. Maximale Loginzeit
- 4.4.3. Zeit-Ratio
- 4.5. Farben
- 4.5.1. Bildschirm
- 4.5.2. Farbeinstellung
- 4.6. Zeiten
- 4.7. Packer
- 4.7.1. Archivierungs-Programme
- 4.7.2. Automatische Packererkennung
- 4.8. Alias
- 4.9. Modem
- 4.9.1. Modem-Setup
- 4.9.2. Wandlung der CONNECT-Meldungen
- 4.9.3. Telefon besetzt
- 4.10. Extern
- 4.11. Levels
- 4.11.1. allgemeine Befehlszugriffe
- 4.11.2. andere Funktionen & Kombinationen
- 4.12. Transfer
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- 5. Bildschirm
- 5.1. Menüs
- 5.2. Unterer Bildschirmteil
- 5.2.1. Angaben
- 5.2.2. Gagdets
- 5.3. Infoboxen während des Wartezustandes (rechts)
- 5.3.1. Obere (rote) Box
- 5.3.2. Untere (blaue) Box
- 5.4. Text-Clicking
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- 6. Wartezustand und Login
- 6.1. Allgemein
- 6.2. Direktlogin
- 6.3. Null-Modem-Verbindung
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- 7. Die Standard-Bretter
- 7.1. "Hilfstexte"
- 7.2. "Systemtexte"
- 7.3. "Logintexte"
- 7.4. "Sprueche"
- 7.5. "Netzmuell"
- 7.6. "Zermuell"
- 7.7. "MAPS-Hilfstexte"
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- 8. Programmierbare Texte
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- 9. Editoren
- 9.1. Bretteditor für Konsole
- 9.1.1. Einträge
- 9.1.2. Gadgets
- 9.2. Bretteditor für Fernwartung
- 9.3. Usereditor für Konsole
- 9.3.1. Einträge
- 9.3.2. Gadgets
- 9.4. Usereditor für Fernwartung
- 9.5. Netzeditor für Konsole
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- 10. Hilfstexte
- 10.1. Befehle für User
- 10.2. Spezielle Sysopbefehle
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- 11. Netz
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- 12. Multiuser
- 12.1. Start der Ports
- 12.2. Technische Angabe
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- 13. Glossar
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- 1. Nutzungsrecht
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- Mit dem Erwerb von Phobos, oder einem verwandten Programm aus dieser Reihe,
- erhalten Sie eine Seriennummer. Diese ist auf Ihren Namen eingetragen und
- darf weder weitergegeben werden, noch mehrmals zur gleichen Zeit verwendet
- werden. Ebenfalls sind jegliche Änderungen in Programmen oder
- Programmteilen genauso wie die eigene Erstellung von gültigen Seriennummern
- verboten!
- Es kann leider keine Garantie auf eine 100%ige Fehlerfreiheit des
- Programmes gegeben werden, da einige Fehler meist erst nach längerer
- Testphase erkennbar werden. Dennoch erhalten Sie mit Phobos ein zuverlässig
- funktionierendes Mailbox-System das bei Normalbedingungen Dauerbelastungen
- gewachsen ist. Zu dem Programmpaket gehört eine Reihe von Public-Domain-
- oder Free-Ware-Programmen. Deren Autoren verzichten in aller Regel auf eine
- Gebühr.
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- Dieses sind:
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- Arc File-Packer (Raymond S. Brand)
- Zoo File-Packer (J. Brian Waters)
- LHarc File-Packer (Paolo Zibetti)
- Lz File-Packer (Jonathan Forbes)
- xprzmodem.library Zmodem-Protokoll nach Xpr-Standard (Rick Huebner)
- xprymodem.library Y/Xmodem-Protokoll nach Xpr-Standard
- req.library Befehls-Bibliothek zur Erstellung dieses feinen
- File-Requesters (Colin Fox und Bruce Dawson)
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- Copyright © 1989 bis 1992 Phobos Softwareentwicklung
- Programmautor: Ulrich Simon
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- 2. Hardware-Voraussetzungen
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- Computer
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- Ein beliebiger Amiga vom A500 bis zum A3000 Tower.
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- Betriebssystem
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- Jedes AmigaDOS (Kickstart) ab Version 1,2.
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- RAM-Speicher
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- Mind. 2 MByte. Für ein professionelles Arbeiten auch im Multitasking des
- Amigas sind 4 oder mehr MByte sinnvoll.
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- Massenspeicher
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- Festplattenspeicher, je nach größe der zu verarbeitenden Daten. Achten Sie
- beim Erwerb eines Contollers, daß dieser beim Zugriff keinen Interrupt
- sperrt, so daß die Übertragung vom Modem gestört wird. Sie werden es ggf.
- daran merken, daß beim Empfangen von Daten z.B. per ZModem-Protokoll
- gehäuft Fehler auftreten.
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- Modem
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- Ein beliebiges Hayes-kompatibles Modem, wie sie auf dem Markt üblicherweise
- angeboten werden. Es wird über ein Handelsübliches RS-232-Kabel mit dem
- Amiga verbunden. Dabei unterstützt Phobos bis zu 57600 Baud
- Übertragungsgeschwindigkeit von Modem zum Rechner. Das ist wichtig, wenn
- Sie die Leistungs eines Modems mit 14.400 Baud (V.32bis) voll ausnutzen
- wollen.
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- Schnittstellenkarte
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- Diese benötigen Sie auf jeden Fall wenn Sie mehrere Modems mit Phobos per
- Multiuser (siehe Kapitel 10) betreiben wollen. Dazu hat sich die
- MultiFaceCard von BSC in der Praxis bewährt. Sie unterstützt außerdem
- Baudraten bis 57600 und stellt zwei weitere Modemanschlüsse bereit.
- Weiterhin ist die 7-fach- Schnittstelle von Commodore zu empfehlen. Sie
- unterstützt jedoch lediglich 19200 Baud, so daß sehr schnelle Modems nicht
- mit voller Geschwindigkeit von Phobos unterstütz werden können. Aber
- prinzipiell ist jede Schnittstellenkarte verwendbar, die kompatibel zum
- serial.device des Amigas sind.
- Sie alle haben den Vorteil gegenüber dem eingebauten Port des Amigas, daß
- sie weniger Rechenzeit verbrauchen, so daß Ihrem Rechner mehr Zeit z.B. für
- andere Anwendungen, die Sie im Hintergrund benutzen möchten bleibt.
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- Im übrigen geht Phobos recht sparsam mit den Hardwareressourcen um. Z.B.
- werden Mailboxtexte von vorneherein nicht in jeweils ein File geschrieben,
- sonden gebündelt in Files mit einer Größe von etwa 30 KByte abgelegt. Das
- hat zur Folge, daß Sie auf Ihrer Festplatte nicht, wie bei anderen Systemen
- üblich, z.B. 10.000 Files in 500 Directories (für jedes Brett eins) liegen
- haben, sondern etwa nur 500 Files und 5 Directories. Das vermindert
- einerseits den Speicherbedarf und beschleunigt andererseits den Zugriff z.B.
- beim Durchsuchen von Texten und einsortieren von Netzdaten. Auch der
- Bildschirmtreiber ist bedeutend schneller als üblich. Er unterstützt die
- Emulationen ANSI, VT100 und TTY. Dabei wird der 32Bit-Bus des A3000
- unterstützt, so daß die Bildschirmausgabe nochmal doppelt so schnell wird.
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- 3. Installation
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- Sie haben zu Phobos zwei Disketten bekommen. Gehen Sie folgende Schritte durch:
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- * Starten Sie ihren Rechner von Festplatte und stellen Sie sicher, daß die
- Workbench gestartet wurde.
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- * Legen Sie die Diskette 2 ein.
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- * Klicken Sie auf der Workbench das Diskettenicon an, an danach das sich darin
- befindliche mit Namen PhobosInstall.
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- * Es erscheint ein Fenster, auf dem Sie nochmal auf bestimmte Punkte
- hingewiesen werden. Befolgen Sie die Anweisungen...
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- * Sie können Phobos auf einer beliebigen Festplattenpartition installieren
- lassen. Die erste heißt normalerweise DH0:, was das Installationsprogramm
- auch als Wert vorgibt. Wenn Sie damit einverstanden sind drücken Sie
- einfach die Return-Taste.
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- * Sie werden nun befragt, ob Sie das Installationsprotokoll nur auf dem
- Bildschirm ausgegeben werden soll, oder ob es auf einen Drucker umgeleitet
- werden soll. Wenn Sie sich für den Drucker entscheiden, so achten Sie
- darauf, daß die entsprechenden Einstellungen dafür in den Prefernces Ihrer
- Workbench eingestellt sind. Drücken Sie entsprechend "B" für
- Bildschirmausgabe oder "D" für Drucken.
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- * Es erfolgt eine letzte Abfrage, ob Sie die Installation mit den
- eingestellten Daten durchführen lassen wollen. Drücken Sie "J" wenn alles
- korrekt eingestellt ist, ansonsten können Sie mit "N" wieder abbrechen.
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- * Sie Installation geht ansonsten fast automatisch. Wechseln Sie die
- Disketten je nach Anforderung am Bildschirm. Die Diskette "PhobosBoot" ist
- die Nr. 1 und "PhobosDaten" Nr. 2.
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- * Nach erfolgter Installation muß in Ihre startup-sequence, ein Befehl wie
- etwa Assign Phobos: DH0: eingebunden werden, der ein logisches Device mit
- Namen "Phobos:" erzeugt. Dadurch weiß Phobos später beim Start von
- Festplatte wo sich nun die neuen Daten befinden. Auf Wunsch hängt Ihnen das
- Installationsprogramm diesen Befehl automatisch an den Anfang der Datei an.
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- * Führen Sie nun einen Reset mit das Tastenkombination Ctrl-Amiga-Amiga aus.
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- * Wenn Sie sich nun den Inhalt Ihrer Festplattenpartition ansehen (Doppelklick
- auf das Symbol), werden Sie den Ordner mit Namen Phobos wiederfinden. Dort
- sind auch die entsprechenden Icons zum Start von Phobos zu finden.
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- Hinweise:
- Bei der Installation werden auch bestimmte Dateien, die ggf. bereits auf
- Ihrer Festplatte existieren überschrieben. Das sind zum einen Packer, aber
- auch die eine oder andere Library. Wenn Sie aktuellere Versionen, die zu
- den alten kompatibel sind, haben so können Sie diese wieder überschreiben.
- Jedoch sollten Sie die xprzmodem.library mit der Version 2.0e nicht
- ersetzen. Die meisten nachfolgenden Versionen (z.B. V2,5) erzeugen
- Abstürze wenn sehr kurze Files übertragen werden sollen. Der Fehler wird
- durch die Library erzeugt, und kann deshalb durch Phobos nicht verhindert
- werden. Der vermeintliche Vorteil neuerer Versionen ist damit hinfällig.
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- 4. PhobosPref
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- Das Programm PhobosPref dient zur Editierung der Voreinstellungen zum
- Mailboxprogramm Phobos. Es wird ausschließlich über Gadgets gesteuert. Die
- Bedienung sollte daher auch für Laien kein Problem darstellen. Jedoch sind
- selbst vielen Profis folgende Tastenkombinationen bei String- bzw.
- Textgadgets unbekannt:
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- * R-Amiga + X
- Löscht das Eingabefeld
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- * R-Amiga + Q
- Stellt den Inhalt des Gadgets wieder her, bevor es angewählt wurde.
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- Sie können das Programm mit dem Gadget "Exitus" oder "Abbruch" im Hauptmenü
- verlassen. Er- steres bewirkt das Abspeichern der eingestellten Daten in
- das File S:Phobos.Conf. Dieses wird bei jedem Neustart von Phobos neu
- eingelesen.
- Sie brauchen nicht gleich die ganze Anleitung durchzulesen, die meisten
- Einstellungen sind schon vorgegeben. Wenn Sie jedoch Änderungen machen
- wollen, so lesen Sie sich bitte immer zunächst das entsprechende Kapitel
- durch um unnötigen Komplikationen vorzubeugen. Dieser Editor ist recht
- sicher zu bedienen und Fehlbedienung führt nur selten zu ernsthaften
- Problemen, dennoch gilt, daß keine unsinnigen Werte eingegeben werden
- dürfen. Z.B. sind negative Zahlen NIE einzusetzen.
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- Vielleicht noch ein letztes Wort zur Schreibweise der Syntax z.B. von
- Befehlen. Die Darstellungen entsprechen weitgehend der Backus-Naur-Form.
- Dabei gelten u.a. folgende Regeln:
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- [...] "..." darf 0- oder 1mal wiederholt werden.
-
- {...} "..." darf beliebig oft wiederholt werden (auch 0mal).
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- a|b Es darf entweder "a" ODER "b" benutzt werden, aber nicht
- beides. Bem.: bei der Beschreibung des erweiterten
- Verteilers ([Extended], siehe unten) ist der "|" (auch
- "Balken" genannt) selbst einzugeben und ist keine Operation!
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- (...) Runde Klammern werden zur Strukturierung verwendet, z.B. um
- ODER-Ausdrücke mit "|" zusammenzufassen:
-
- Beispiel: (a|b|c) : Entweder a oder b oder c.
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- 4.1. Hauptbildschirm
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
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- 4.1.1. Allgemein
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- Mailboxname
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- Der Mailboxname darf eine maximale Länge von 15 Zeichen haben und wird in
- der Einschaltmeldung bei jedem Login eines Users angezeigt. Wollen Sie
- Netzbox werden, so wird er, technisch bedingt, auf 8 Zeichen gekürzt und
- automatisch groß geschrieben. Aus demselben Grund darf er keine
- Sonderzeichen, wie Umlaute o.ä. enthalten.
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- Serien-Nr.
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- Die Seriennummer hat eine Länge von genau 16 Zeichen. Davon dienen die
- ersten 8 Stellen der hexadezimalen Nummer als Kennung (Serial-ID). Sie
- erscheinen automatisch bei Aufruf des Befehls "VERSION" oder als erste Zeile
- beim Login. Die letzten 8 dienen als "Prüfsumme". Sie gibt Ihnen
- letztendlich die Legitimation (Lizenz) das Programm zu benutzen. Sie zu
- verbreiten kommt einer Raubkopie gleich. Für jeden weiteren Port müssen Sie
- hier jeweils eine neue Seriennummer eintragen. Bleibt das Feld leer, so ist
- dieser Port zwar startbar, jedoch nur über Konsole zu bedienen. Bei jedem
- Port ist die Kennung gleich, nur die Prüfsumme ist unterschiedlich.
- Seriennummern für weitere Ports erhalten Sie dort, wo Sie auch die
- Hauptlizenz gekauft haben.
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- RAM Intern
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- Der in diesem Feld einzugebende RAM-Speicher wird speziell für Phobos beim
- Hochstart des Ports reserviert und dient vor allem als Variablenspeicher für
- temporäre Daten. Die meisten Daten zu Texten, Brettern und Usern werden
- jedoch außerhalb dieses RAM-Bereiches verwaltet!
- Ein Wert von 150 KByte ist meistens ausreichend. Zur Überprüfung schauen
- Sie und zu auf die "RAM"-Anzeige des Mailboxprogramms ganz unten am
- Mailboxbildschirm. Sie gibt an, wieviel interner Speicher noch zur
- Verfügung steht. Als Faustregel kann man sagen, daß er dauerhaft nicht
- unter 80.000 fallen sollte. Während der Laufzeit des Programms können
- Warnungsmeldungen im CLI und auf dem Mailboxscreen ausgegeben werden, wie
- z.B.: Zu wenig internes RAM! (14858)
- Der Wert in Klammern schwankt zwischen 0 und 20000, ist jedoch nicht so
- wichtig. In diesem Fall setzen Sie die Zahl für das interne RAM herauf, bis
- keine Warnungen mehr auftreten. Eine kritische Situation dafür ist z.B.
- das Löschen von Texten. Lesepuffer
- Der Lesepuffer wird von Phobos beim Auslesen von Dateien jeglicher Art
- verwendet. Er beschleunigt den Datenzugriff von Festplatte oft erheblich,
- da immer große Blöcke gleichzeitig gelesen werden um den Puffer zu füllen.
- Die weiteren Lesezugriffe erfolgen dann in der Regel aus diesem Puffer im
- RAM-Speicher.
- Geben Sie hier an, wieviel KByte Puffer beim Lesen eines Files benutzt
- werden sollen. Werte bis zu 100 KByte sind sinnvoll, können aber in
- bestimmten Situationen auch zu einem knappen RAM-Speicher führen. Kann
- Phobos die gewünschte Menge nicht allozieren, d.h. ist der RAM-Speicher
- voll, so wird die Puffergröße ggf. halbiert bis zu einer minimalen Größe
- von ca. 20 Bytes. Sind diese auch nicht vorhanden, so schlägt der
- Lesezugriff auf die Datei automatisch fehl. Der angeforderte Speicher wird
- nicht aus dem internen Speicher belegt. Schreibpuf.
- Hier trifft dasselbe wie beim Lesepuffer für das Schreiben von Daten zu.
- Wenn sehr viel RAM- Speicher zur Verfügung steht, sollte dieser Puffer höher
- eingestellt werden, als der für das Lesen. Werte von bis zu 500 KByte sind
- hier sinnvoll.
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- TaskPrio.
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- Die Taskpriorität von Phobos ist in Verbindung mit der Ausnutzung des
- Multitaskings des Amigas zu sehen. Jedes ablaufende Programm hat einen
- Prioritätswert, der normalerweise 0 ist. Anhand dessen teilt das
- Betriebssystem jedem Programm Rechenzeit zu. Je höher die Priorität ist,
- desto sicherer ist, daß das Programm flüssig ablaufen kann, aber desto mehr
- werden auch andere Programme in den Hintergrund gedrängt. Um Seiteneffekte
- für das Betriebssystem zu vermeiden darf der Wert nicht über 4 steigen.
- Doch auch wenn das Mailboxprogramm eine solch hohe Priorität bekommt,
- brauchen Sie keine Angst zu haben, daß andere Tasks deshalb stehen bleiben.
- Phobos gibt jegliche nicht benutzte Rechenzeit an andere Tasks weiter, so
- daß im Ruhezustand nur eine Prozessorauslastung von ca. 2% erreicht wird.
- ExternTerm.
- Sie habe die Möglichkeit ein eigenes, frei wählbares Terminalprogramm von
- Phobos aus über die Tastenkombination Amiga-X zu starten. Dazu geben Sie in
- dieses Feld den Programmaufruf, wie z.B. "C:PhobosTerm" ein. Das Terminal
- darf den belegten Task nicht vor Beendigung zurückgeben, da sonst Phobos
- davon ausgeht, daß es wieder seine Arbeit aufnehmen soll! Dies trifft
- leider bei einigen sehr verbreiteten Terminals zu.
- Wählen Sie nun im Wartezustand des Mailboxprogramms den Menüpunkt
- "ExternTerminal" (oder über Amiga-X) so wird das Fenster iconfiziert
- (verkleinert), die Schnittstelle zum Modem wird freigegeben und das
- gewünschte Programm gestartet. Nachdem Sie dieses wieder beendet haben
- öffnet Phobos wieder Fenster und Schnittstelle, das Modem wird initialisiert
- und Ihre Mailbox ist wieder online. Beachten Sie, daß der Speicher knapp
- werden kann, da Phobos weiterhin geladen ist! Anz.Ports
- Mit "Anz.Ports" geben Sie an, wieviele Ports (maximal 8) Ihre Mailbox
- verwalten soll. Für jeden Port wird dabei eine eigene Phobos.Conf-Datei im
- "S:"-Verzeichnis erstellt. Nachdem der Wert geändert wurde, können Sie
- durch Klicken auf "akt. Port" jede Datei verändern. Alle in Geisterschrift
- dargestellten Felder werden vom Hauptport übernommen und sind damit nicht
- speziell editierbar. Beachten Sie, daß jeder Port, der keine eigene
- Seriennummer (s.o.) besitzt, keine Modemdaten einstellen kann, da diese
- grundsätzlich ignoriert werden.
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- MB-Status
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- Hier kann zwischen "Public" und "Privat" umgeschaltet werden. Ein System
- ist dann public, wenn sich Gäste, d.h. noch nicht eingetragene User, von
- außen einloggen können. Andernfalls ist es privat. Letzteres wird vor
- allem bei geschlossenen Usergruppen oder Clubs verwendet. akt. Port
- Hier können Sie nun die einzelnen Ports im PhobosPref durchwählen. Wurde
- kurz vorher die Anzahl der Ports verändert, so muß ggf. mehrmals angewählt
- werden, bis der gewünschte Port erreicht ist. Zusätzlich können Sie ihn
- auch über die Tastatur eingeben. Eine "0" entspricht dem Hauptport und die
- Tasten "1"-"7" den zugehörigen Nebenports. Zu beachten ist jedoch, daß kein
- Cursor in einem Eingabefeld steht.
-
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- 4.1.2. Zugriffspfade
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- Die Zugriffspfade stellen Directories auf Ihrer Festplatte dar, in denen Phobos während des Be-
- triebes Daten aller Art ablegt. Geben Sie in einem Feld einen Namen eines nicht existierenden Pfa-
- des an, so versucht PhobosPref nach einer Sicherheitsabfrage diesen selbständig einzurichten.
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- Temp. Files
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- Hier legt Phobos kurzzeitig Zwischendateien aller Art an. Z.B. wird an der
- Stelle bei Ausführung eines CLI-Befehls die Ausgabe zwischengespeichert.
- Außerdem wird hier automatisch für jeden Port ein Directory Namens
- "UploadX" erstellt. Das X steht dabei für die Portnummer, wobei eine "0"
- weggelassen wird. Hier werden alle Files während eines Uploads
- zwischengespeichert, bevor sie in die Bretter einsortiert werden können.
- Weiterhin werden hier Directories für neu eigerichtete Zerberus-Bretter, die
- Files enthalten sollen, eingerichtet. Sie erhalten den Namen ZerDirXXX.TMP,
- wobei XXX eine mit 0 beginnende laufende Nummer darstellt. Kommen also bei
- einem Netztransfer Files für ein Brett an, für das noch kein Directory
- angegeben wurde, so richtet hier Phobos automatisch eines ein und legt das
- File ab. Dies ist jedoch nur eine Notlösung. Sie sollten den Directories
- im Bretteditor nachträglich einen neuen, sinnvollen Namen geben!
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- Außerdem wird hier das File "PHOBOS.TXT" beim Optimieren der Boxtexte
- abgelegt. Dieses wird in der Regel sehr lang. Legen Sie diesen Pfad
- deshalb möglichst nie in die RAM-Disk! Systemfiles
- Dieses Directory stellt gewissermaßen das Herzstück von Phobos dar. Es
- nimmt alle Brett- und Userdaten auf, alle Inhaltsverzeichnisse, alle Daten
- für das Onlinespiel Galactic Empire und andere Dinge auf:
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- * "Textinfos"
- Es enthält die gesamten Inhaltsverzeichnisse der Mailbox. Wird es zerstört,
- so kann es innerhalb der Mailbox durch den Befehl "KORRIGIEREN" neu erstellt
- werden.
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- * "Bretter"
- Hier werden alle Einstellungen zu den Brettern abgelegt. Diese Daten können
- bei Zerstörung nicht wieder neu berechnet werden!
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- * "Adressen"
- Wie der Name schon sagt, werden hier die Adressen der eingetragenen User
- abgelegt.
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- * "UserConfigI", "UserConfigII", "UserConfigIII"
- In diesen drei Files befinden sich die persönlichen Einstellungen der User.
-
- Hinweis:
- Die Files "Adressen" und "UserConfigX" können während des Mailboxbetriebes
- nicht gelesen werden, da Phobos darauf einen Schreib- Lesezugriff hat.
- D.h. um einen korrektes Festplattenbackup zu machen muß die Mailbox zuvor
- heruntergefahren werden!
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- * "Brett_User_Flags"
- Dieses File enthält für jeden User Informationen, welche Bretter er markiert
- hat und welche besonderen Zugriffe er auf bestimmte Bretter besitzt.
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- * "Brett_Box_Flags"
- Genauso wie bei "Brett_User_Flags" werden hier die speziellen Zugriffe der
- Mailboxen auf bestimmte Bretter abgelegt,
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- * "Protokoll"
- Hier wird das aktuelle Login- und Netzprotokoll abgespeichert. Die maximale
- Anzahl der Einträge wird in "Protokoll" und "Netzprot." bei den
- Dimensionierungen festgelegt.
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- * "PrgHilfe", "PrgHilfe.IDX"
- Diese beiden Files enthalten die Onlinehilfen für die Bedienung des
- Mailboxprogramms von der Konsole aus. Sie sind auch die einzigen Dateien,
- die nicht vom Programm aus selbständig eingerichtet werden!
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- * "Empire.AuswertungX", "Empire.DATX"
- Diese Dateien enthalten für jeweils eine von zehn Spielrunden die aktuelle
- Auswertung und die aktuellen Daten zum Online-Spiel Galactic Empire. Das
- "X" kennzeichnet die jeweilige Partie.
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- * "ChatProtokoll"
- In dieses File schreibt Phobos ein Protokoll aller Chats die in der Mailbox
- gemacht werden hinein. Es kann mit einem gewöhnlichen Texteditor angesehen
- und geändert werden. Sie können es auch, wenn es zu lang wird, löschen um
- Speicher zu sparen.
-
- Es wird darauf hingewiesen, daß jegliche Manipulation dieser Daten
- unvorhersehbare Folgen für das Funktionieren von Phobos haben kann. Es darf
- einzig und allein und ohne Bedenken das File "Textinfos" gelöscht werden, da
- es bei Fehlen automatisch wieder hergestellt wird. Binäre Post
- Nehmen wir an, Sie haben an der Stelle als Pfad "Phobos:BinPost"
- eingegeben. Dann könnte der Inhalt des Verzeichnisses nach längerer
- Benutzung des Mailboxprogramms so aussehen:
-
- BinPost (Dir)
- TextIn (dir)
- UserFiles (dir)
- 0 (dir)
- 1.File 2.File
- 3.File
- 1 (dir)
- 2 (dir)
- TEXT.TXT
- 3 (dir)
- 4 (dir)
- 5 (dir)
- 6 (dir)
- 7 (dir)
- 8 (dir)
- 9 (dir)
-
- Phobos richtet also zwei Unterdirectories ein:
-
- * "UserFiles"
- Dieses Verzeichnis wird nun wirklich für die binäre Post (Files) von Usern
- benutzt. Dazu enthält jeder User (in diesem Fall sind es 10) ein eigenes
- Directory in das die Files abgelegt werden. Sie werden genauso verwaltet
- wie Download-Bretter. D.h. jedes File, das dort steht erscheint auch in
- dem Postfach des Users und umgekehrt.
-
- * "TextIn"
- Kurz bevor Phobos auf Anrufe wartet, wird dieses Directory auf das File
- "TextInhalt" überprüft. Dort erwartet Phobos ggf. Namen von Files, die
- jeweils einen Text folgenden Formats enthalten:
-
- Zeile 1 : <Brettname>
- Zeile 2 : <Username>
- Zeile 3 : <Betreff>
- Zeile 4 : (leer)
- Zeile 5 : text,
- . : .
- . : .
- Zeile x : text.
-
- Nun wird versucht das entsprechende Brett zu finden. Groß- und
- Kleinschreibung spielt keine Rolle, jedoch muß der gesamte Brettpfad
- angegeben werden. Der Text wird dann unter dem Usernamen und Betreff
- abgespeichert. Wurde der Brettname nicht gefunden so untersucht Phobos die
- Namen der User und sortiert den Text ggf. in deren Postfächer. Ist dies
- geschehen, wird das File wieder aus dem Directory gelöscht.
-
- Beispiel:
-
- » Inhalt des Files "TextInhalt":
- Hilfstext1
- Hilfstext2
-
- » Inhalt des Files "Hilfstext1":
- Hilfstexte
- SYSOP
- Mein Hilfstext Nr.1
-
- Und nun meine Hilfe:
- abc, dsdfashf etc..
-
- » Inhalt des Files "Hilfstext2":
- Hilfstexte
- ANDERER-USER
- 2.Hilfstext
-
- Dies ist mein 2. Hilfstext
-
- Nach dem Hochstart von Phobos oder nach einem Logoff werden die beiden Texte
- in das Brett "Hilfstexte" abgelegt. Ist dies geschehen, so ist das
- Directory wieder leer.
-
- Um Texte aus einem Brett zu löschen können Sie einen auch Text folgenden
- Formats anlegen:
-
- Zeile 1 : <Brettname>
- Zeile 2 : <leer>
- Zeile 3 : <Betreff>
- Zeile 4 : #Loeschen
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- Es werden dann alle Texte des Brettes <Brettname> mit dem Betreff <Betreff>
- gelöscht, bzw. zum Löschen markiert.
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- Netzdaten
-
- Beispiel für den Inhalt des Directories, "Netz" benannt:
-
- Netz (dir)
- IN (dir)
- IN1 (dir)
- OUT (dir)
- OUT1 (dir)
- FLATTER (dir)
- PUFFER
- MOONBASE (dir)
- OUT.TXT
- Kopien_Empfangen (dir)
- 09.14!MOONBASE!22.23 09.17!FLATTER!01.33
- Kopien_Senden (dir)
- 09.14!FLATTER!01.32
- BinDatum ID-Archiv
- Zer_LfdNr
-
- "IN" dient wiederum als Zwischenspeicher für ankommende, gepackte Texte. Es
- wird für jeden Port getrennt geführt, so daß jeder Nebenport mit 1 bis 7
- durchnumeriert wird. Gleiches gilt für "OUT". Hier werden jedoch während
- des Netztransfers alle zu sendenden Daten abgelegt.
- "FLATTER" und "MOONBASE" sind die Namen der über das Netz direkt
- angeschlossenen Boxen. Werden Eilmails versendet, so richtet Phobos dafür
- zusätzliche Directories ein, die jedoch nach dem Transfer wieder gelöscht
- werden.
- Darin befinden sich ggf. das Puffer-File, das die zu sendenden
- Nachrichten im Zerberus- Netzformat beinhaltet. Sein Name wird im
- Netzeditor für jede Mailbox getrennt eingestellt. Beim Netztransfer wird es
- dann in das Directory "OUT" durch Umbenennen verlagert, auf Wunsch gepackt,
- und versendet.
- Die beiden Verzeichnisse "Kopien_Empfangen" und "Kopien_Senden" enthalten
- die Sicherheitskopien, die Phobos nach bzw. vor dem Netztransfer anlegt auf
- Wunsch (siehe Netzeditor) anlegt. Die Kopien werden immer im ungepackten
- Zustand unter einem Namen mit folgendem Aufbau abgelegt:
-
- » MM.TT!<Boxname>-!SS.MM
-
- MM : Monat der Erstellung
- TT : Tag der Erstellung
- Boxname : Name der anderen Mailbox
- SS : Stunde
- MM : Minute
-
- Monat und Tag wurden in der Reihenfolge vertauscht, damit Sie im
- Filerequester alle Kopien der Chronologie nach geordnet haben.
-
- Tip:
-
- Legen Sie zwei Bretter z.B. mit Namen Netzkopien_Empfangen und
- Netzkopien_Senden an, das seine Files in diesem Directory (z.B.
- "Phobos:Netz/Kopien_Empfangen") verwaltet. Dann benutzen Sie den Autoeditor
- um z.B. alle Kopien, die älter als 7 Tage sind, automatisch löschen zu
- lassen. Oder bestimmen Sie einfach im Bretteditor, wieviele Kopien
- zurückbehalten werden sollen, oder wieviel Festplattenspeicher die Files
- einnehmen dürfen. Wichtige Kopien können als archiviert markiert werden und
- sind damit vor dem Löschen ge- schützt.
-
- Das File "BinDatum" ist genau 4 Byte lang und enthält in kodierter Form die
- Zeit, bei der das letzte mal binäre Files aus einem Brett in das
- Zerberus-Netz gelangt sind. Es ist lediglich für den internen Ablauf von
- Phobos wichtig. Dennoch kann es hier zu Komplikationen kommen: Haben Sie
- z.B. einmal die Mailbox gestartet, obwohl die Systemzeit des Amigas falsch
- bzw. zu hoch ist und ändern sie beim nächsten mal auf die richtige, so
- erkennt Phobos, daß das letzte mal die binären Files in der Zukunft
- überprüft wurden, was schwerlich stimmen kann. In diesem Fall löschen Sie
- bitte dieses File und starten die Mailbox neu hoch!
- Nach dem Transfer, bis zu dem Zeitpunkt an dem die Netznachrichten
- einsortiert werden, wird ein File "NetzNameX" (X=Portnummer wie oben)
- erstell. Es beinhaltet als Text 3 Zeilen (mit LF am Ende) folgenden
- Aufbaus:
-
- Der Netztyp von dem dieses Pufferfile stammt. Momentan ist nur die Kennung
- "ZERB" für Zerberus zulässig.
-
- <Boxname> Der Name der Box, von der das Pufferfile (im "IN"-Directory)
- gesendet wurde.
-
- <Boxnummer> Die Nummer unter der die Box im Netzeditor eingetragen wurde.
- Dort erscheint sie neben dem Eingabefeld für den Boxnamen.
- Soll ein File manuell einsortiert werden, so muß es, egal
- unter welchem Namen, in das entsprechende "IN"-Directory
- kopiert werden und das File "NetzNameX" mit einem Texteditor
- erstellt werden. Achten Sie darauf, daß für das Directory und
- das File dieselbe Portkennung verwendet wird (z.B. "IN" und
- "NetzName" oder "IN2" und "Netzname2". Sobald der
- entsprechende Port gestartet wird oder sich dort ein User
- ausloggt, werden die Daten einsortiert. Das manuelle
- Einsortieren sollte in der Praxis von unerfahrenen Sysops
- möglichst vermieden werden, denn es treten immer wieder in
- diesem Zusammenhang Probleme auf, daß Nachrichten aufgrund
- falscher Daten nicht korrekt sortiert werden!
-
-
- 4.1.3. Dimensionierungen
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Einige Daten für die Mailbox müssen dimensioniert werden, um unnötigen
- Speicherplatzverbrauch vorzubeugen. Daher sollten Sie die Daten Ihren
- Bedürfnissen anpassen:
-
- User Max. Anzahl verwaltbarer User
- (höchstens 10.000)
-
- Bretter Max. Anzahl verwaltbarer Bretter
- (höchstens 10.000)
-
- Netzboxen Max. Anzahl verwaltbarer Netzboxen
- (höchstens 10.000)
-
- Texte Max. Anzahl verwaltbarer Texte
- (höchstens 65.000)
-
- Protokoll Max. Anzahl Protkolleinträge
- (höchstens 32.000)
-
- Netzprotokoll Max. Anzahl Einträge im Netzprotokoll
- (höchstens 32.000)
-
- Editorzeilen Max. Größe von Texten in Zeilen
- (höchstens 32.000)
-
- Die Zahl der User, Bretter und Netzboxen darf auf keinen Fall später wieder
- heruntergesetzt werden, wenn Phobos die Daten mit neuen Dimensionen bereits
- abgespeichert hat! Werte, die vermutlich nie erreicht werden verschwenden
- unnötig Speicherplatz. Ein Puffer von 100 bei Netzboxen und Usern bzw. 200
- bei Brettern sollte allen Anfordungen genügen.
- Die maximale Anzahl der Texte muß immer groß genug sein, um alle
- Nachrichten (Texte und Files) aufnehmen zu können. Bei Verminderung des
- Wertes sollte sicherheitshalber das File "Textinfos" in den Sytemfiles
- gelöscht werden.
-
-
- 4.1.4. Telefongebühren
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Wenn bei der Deutschen Bundespost Gebührenänderungen anstehen, so können Sie
- diese auch bei Phobos einstellen. Das 2 x 3 große Feld nimmt die Zeitdauern
- für eine Gebühreneinheit auf. Die linke Spalte gilt für den Normaltarif und
- die rechte für den Billigtarif. Zusätzlich besteht die Möglichkeit die
- Kosten einer Einheit in Pfennigen unten anzugeben.
-
-
- 4.1.5. Floskeltasten
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Vielleicht haben Sie sich schon einmal geärgert, wenn Sie ständig immer
- wieder gleiche Texte oder Befehle eingeben müssen - z.B. bei der
- Unterschrift und der Eingabe von "s" für Speichern. In den zehn Feldern des
- Editors können Sie die Floskel- bzw. Funktionstasten ihrer Tastatur mit
- festen Tastendrücken, d.h. Texten belegen. Dabei hat die Pfeiltaste "^"
- ein besondere Bedeutung. Sie wird zunächst nicht ausgegeben sondern dient
- gewissermaßen als CTRL-Tasten-Ersatz für das nächste Zeichen.
-
- Beispiel 1:
-
- PHOBOS^M
-
- gibt den Text "PHOBOS" und ein CTRL-M bzw. <RETURN> aus. Soll ein Pfeil
- selbst ausgegeben werden, so muß er wiederholt eingegeben werden: "^^".
-
- Beispiel 2:
-
- MfG,^M Mr.X^M.^Ms
-
- Wenn Sie im Texteditor die entsprechend belegte Taste drücken, so schreibt
- das Programm den Abschiedsgruß "MfG, Mr.X" in zwei Zeilen, beendet die
- Eingabe mit dem Befehl "." und simuliert den Druck der S-Taste zum
- Speichern.
-
-
- 4.2. Netz
- ~~~~~~~~~
-
- Max. Anzahl IDs auf HD
-
- Gibt die maximale Anzahl der IDs an, die Phobos zurückbehält um doppelte
- Nachrichten (sog. Dupes) aus dem Netz ausfindig zu machen. Jede ID
- benötigt 24 Bytes an Speicher und wird zusammen mit den anderen in dem File
- "ID-Archiv", das sich im Netzverzeichnis befindet, verwaltet.
- Diese Zahl sollte etwa dem durchschnittlichen Mail-Aufkommen eines Monats
- (oder mehr) entsprechen. D.h. wenn Ihre Mailbox täglich etwa 500
- Nachrichten per Netz erhält, so ist hier 15000 einzutragen.
-
- Min. Anzahl IDs auf HD
-
- Wird das File "ID-Archiv" zu lang, so daß es die max. Anzahl der IDs (s.o.)
- übersteigt, dann schneidet Phobos automatisch die ältesten ID-Einträge am
- Anfang der Datei ab, bis die hier angegebene Zahl erreicht wird. Ein guter
- Wert ist 1/2 bis 2/3 des Maximums.
-
- Write-Back-Cache (KByte)
-
- Phobos kann beim Einsortieren von Netznachrichten einen Pufferspeicher
- (Cache) anlegen, was eine bedeutende Zeiteinsparung bewirken kann. Dabei
- werden neue Nachrichten nicht sofort auf Festplatte gespeichert, sondern
- zunächst im RAM-Speicher gepuffert. Ist der Puffer voll, so wird er in
- einem Rutsch auf Festplatte entleert. Dies erkennen Sie an den Punkten ".",
- die durch Balken (auch engl. Pipe genannt) "|" getrennt werden. Z.B.:
-
- |....|..........|.....|...............|.......|
-
- Jeder Balken entspricht dem Öffnen eines Files. Jeder Punkt bedeutet das
- Abspeichern eines Textes. D.h., je mehr Punkte hintereinander auftreten,
- desto effektiver arbeitet das Cache. Ein Wert von über 100 KByte ist nicht
- unbedingt sinnvoll, da jedes Phobos-Textfile max. 32KByte lang werden kann
- und damit ohnehin getrennt wieder gespeichert wird.
-
-
- 4.3. Speicher
- ~~~~~~~~~~~~~
-
- In der Mitte des Bildschirms befinden sich 25 Eingabefelder, die jeweils den
- Pfad eines Massen- speichers aufnehmen können. In dem linken Feld "Files
- pro Gerät" können Sie bestimmen wieviele Textfiles diese jeweils maximal
- aufnehmen sollen. Ein solches Textfile kann beliebig viele Texte
- beinhalten, solange es nicht größer als ca. 31 KByte wird, in jedem Fall
- aber mindestens einen. Die Namen der Files beginnen mit "PHOBOS", gefolgt
- von einer Nummer. Auch wenn eine Festplatte theoretisch 1000 Files
- aufnehmen könnte, so sollte man doch mehrere Directories mit jeweils maximal
- 100 einrichten, um das Auffinden eines Files zu beschleunigen.
- Gehen einige Files verloren oder verändert sich die Reihenfolge etc., so
- muß der Befehl "KORRIGIEREN" angewendet werden. Er liest alle Files und
- liest die Positionen der Texte.
-
- Wichtig: Diese Zugriffspfade verwalten nur die Mailboxtexte, aber keine Files!
- Für diese müssen Sie extra Directories anlegen (lassen). Lesen Sie
- dazu bitte das entsprechende Kapitel zum Bretteditor in der
- Hauptanleitung.
-
-
- 4.4. Userdaten
- ~~~~~~~~~~~~~~
-
- 4.4.1. Userdaten-Voreinstellungen
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Trägt sich ein User neu in die Mailbox ein, so erhält er die hier
- eingetragenen Daten als Voreinstellung.
-
-
- 4.4.2. Maximale Loginzeit
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Hier läßt sich levelabhängig die maximale Loginzeit für User eintragen. Ist
- jedoch im Usereditor eine maximale Loginzeit ungleich 0:00:00 eingtragen, so
- hat diese Vorrang. Für die Dauer eines Logins kann sie jedoch während des
- Mailboxbetriebes auch mit dem "+"- und "-"-Gadget für die Dauer des Logins
- verändert werden.
-
-
- 4.4.3. Zeit-Ratio
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- In der Regel will aber der Sysop Uploads (senden von Files) belohnen, und
- nicht damit bestrafen, daß dem User hinterher kaum noch Loginzeit zur
- Verfügung steht. Deshalb kann hier für jeden Level getrennt ein Faktor
- eingetragen werden mit dem die Zeit für den Transfer vergütet wird. Stellen
- Sie hier also z.B. eine 2 ein, so bedeutet dies, daß der User die Zeit, die
- er für den Upload benötigte wieder 2fach zurückbekommt. Dies geschieht
- jedoch nur dann, wenn die Online-Zeit (siehe 6. Zeiten) Ihrer Mailbox nicht
- überschritten wird. Damit wird garantiert, daß die Mailbox auf jeden Fall
- z.B. für den Netztransfer bereit steht.
-
-
- 4.5. Farben
- ~~~~~~~~~~~
-
- 4.5.1. Bildschirm
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Sie sehen zwei umschaltbare Gadgets.
-
- Das erste bestimmt die Anzahl der Farben, die Phobos benutzen soll. Je mehr
- Farben eingestellt sind, desto bunter ist für den Sysop die Textdarstellung.
- Andererseits wird mehr (Chip-) Speicher gebraucht und die Geschwindigkeit
- der Textausgabe läßt nach. Haben Sie ein Modem, das Baud- raten von mehr
- als 2400 unterstützt so ist eine maximale Farbanzahl von Acht zu empfehlen.
- Die Einstellung beeinflußt aber nicht die Ausgabe für den User.
-
- Das zweite Gadget besitzt vier Positionen. Diese bestimmen auf welche Weise
- der Screen von Phobos beim Hochstart geöffnet wird.
- Bei "Halb" wird der Interlace-Modus des Amigas benutzt. Dadurch nimmt der
- Screen nur die halbe Bildschirmfläche ein. Andererseits wird die Schrift
- kleiner, und das Monitorbild flimmert. Diese Funktion ist insbesondere für
- Besitzer einer Flickerfixer-Karte oder eines Amiga 3000 interessant. Dann
- nämlich können Sie ohne Qualitätseinbußen in Verbindung, mit dieser
- Einstellung den oberen Teil des Bildschirms für die Workbench benutzen, und
- können gleichzeitig den Mailboxbetrieb unten beobachten. Während Phobos
- läuft kann dieser Modus durch das "Interl"-Gadget unten jeweils in den
- anderen Zustand geschaltet werden.
- "Icon" veranlaßt das Programm beim Start nur das kleine ikonifizierte
- Fenster zu öffnen. Stel- len Sie "Halb+Icon" ein, so wird zunächst das
- kleine Fenster geöffnet und sobald Sie es wieder anklicken, öffnet sich der
- Screen wieder in halber Höhe.
-
- Es folgen zwei Integer-Gadgets "Y-Position". Diese geben die vertikale
- Position an, an der jeweils der normal- und halbhohe Screen geöffnet wird.
- In der Regel sind hier die Werte 0 und 256 einsetzen.
-
-
- 4.5.2. Farbeinstellung
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Auf der rechten Seite sehen Sie die 16 Farben von Phobos. In dem 6-teiligen
- Feld in der Mitte des Bildschirms können die Rot- Grün- und Blaufarbwerte
- verändert werden. Die hexadezimale Zahl gibt jeweils die Intensität des
- Farbwertes an. Je nachdem wieviele Bitplanes der Phobos-Screen enthält,
- werden nur bestimmte Farben überhaupt benutzt.
-
-
- 4.6. Zeiten
- ~~~~~~~~~~~
-
- Mit diesem Editor kann auf einfache Weise das Verhalten der Mailbox bei
- Anruf gesteuert werden. Jedes Feld repräsentiert sie Dauer einer halben
- Stunde eines Tages. Ein grünes Feld bedeutet daß alle Anrufe angenommen
- werden. Ein gelbes bewirkt, daß nur andere Boxen zum Netztransfer
- zugelassen sind und ein rotes bedeutet, daß externe Logins nicht möglich
- sind. Auf jeden Fall führt Phobos zu den gegebenen Zeitpunkten den
- Pollvorgang durch (indem es *selbst* anruft). Loggt sich kurz vorher ein
- User in Ihre Mailbox ein, so wird seine Loginzeit entsprechend gekürzt, so
- daß er zur Einhaltung der Logoff-Zeiten ggf. rausgeworfen wird.
-
-
- 4.7. Packer
- ~~~~~~~~~~~
-
- 4.7.1. Archivierungs-Programme
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Ein Ziel bei der Entwicklung von Phobos ist es, das Programm möglichst
- flexibel gegenüber externen Programmen aber möglichst einheitlich gegenüber
- dem Benutzer, d.h. dem User, zu machen. Daher können Sie bis zu 16 Packer,
- die Sie auf der rechten Seite anwählen können (siehe Netzeditor), selbst
- einbinden.
- Die Daten des angewählten Packers werden jeweils in der linken Box
- angezeigt. Oben steht der Name unter dem er in der Mailbox geführt werden
- soll. Darunter kommen jeweils die Programmaufrufe für die einzelnen
- Funktionen des Packers. Natürlich müssen den Programmen noch verschieden
- Parameter wie z.B. Archivnamen übergeben werden. Dafür stellt Phobos je
- nach Funktion einige Variablen zur Verfügung. An dessen Stelle werden die
- benötigten Daten automatisch eingefügt.
-
-
- Packen
-
- Wird beim Packen von Netzdaten und Textfiles durch die "!"-Funktion (siehe
- Mailboxbefehle LESEN und SCANNER) benutzt.
-
- Variablen: $a : Archivname
- $f : zu entpackende Files
-
- Entpacken
-
- Z.Z. werden damit nur Netzdateien entpackt.
-
- Variable : $a : Archivname
-
- Inhalt
-
- Dient zum Anzeigen des Archivinhalts (Inhalts-Funktion) beim Lesen binärer
- Files.
-
- Variable : $a : Archivname
-
- Lesen
-
- Dient zum Lesen eines Textes im Archiv. Die entpackten Daten müssen an die
- Standard- ausgabedatei geschickt werden. D.h. beim Aufruf im CLI müßte der
- entpackte Text in das Fenster gesendet werden.
-
- Variablen : $a : Archivname
- $t : zu entpackender Text
-
-
- Weiterhin gibt es noch zwei Eingabefelder:
-
- Joker
-
- Phobos benötigt in seltenen Fällen eine Schablone nach der Dateien gepackt
- werden sollen. Z.Z. ist dies nur beim Packen der Netzdaten der Fall. Der
- Joker ist nach Amiga-Standard "#?". Viele Packer sind jedoch zu
- MS-DOS-Packern kompatibel, welche als Joker lediglich ein "*" verwenden.
-
- Endung
-
- Dies ist die Endung an der Archive des Packers erkannt werden können. Dabei
- unterscheidet Phobos nicht unter Groß- und Kleinschreibung.
-
-
- 4.7.2. Automatische Packererkennung
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Phobos kann nach einem Zerberus-Netztransfer aufgrund der hier eingestellten
- Daten selbständig erkennen, ob das empfangene Netcall-File gepackt wurde und
- ggf. dessen Bezeichnung feststellen. Anhand dieser Bezeichnung versucht
- dann das Prgramm mit den oben eingestellten Daten kann es dann das Archiv
- entpacken und weiter verarbeiten.
- Die Erkennung beschränkt sich auf die Untersuchung der ersten 16 Bytes des
- zu untersuchenden Files. Dort sind in der Regel immer eindeutige Hinweise,
- wie Buchstaben und andere Codes, zu finden, die auf den verewendeten Packer
- schließen lassen.
- Möchten Sie einen Packer automatisch erkennen lassen, dann tragen Sie
- links ein Muster ein, auf das die ersten 16 Bytes dies Files passen müssen.
- In der zweiten Spalte geben Sie den entsprechenden Namen des Packers an.
- Der Name muß wie unter 7.1. beschrieben eingetragen sein. Insbesondere die
- Zeile zum entpacken ist wichtig.
-
- Beispiele:
-
- 1. LHarc
-
- ??-lh1-* LHarc
-
- Dieser etwas ältere Packer wird durch die -lh1- Kennung ab der dritten
- Stelle im Archiv erkannt. Die ersten beiden Zeichen spielen bei der
- Erkennung keine Rolle. Der "*" bedeutet, daß die restlichen Zeichen ohne
- Belang sind und daher jede Form haben dürfen.
-
- 2. LHA
-
- ??-lh[0-9]-* LHA
-
- Der neuere Packer LHA, kann noch einiges mehr. Er beherrscht auch die anderen
- Pack-Modi -lh0- bis -lh9-. Ansonsten ist die Erkennung dieselbe wie bei
- LHarc. Die Angabe, daß das sechste Zeichen zwischen 0 und 9 variieren darf
- wird durch die Mengenklammer [ ] angezeigt. Darin steht der gewünschte
- Bereich, in dem sich der Code des Zeichend bewegen darf.
-
- 3. Shrink
-
- FORM**??CDAFNAME* Shrink
-
- Statt des * drücken Sie bitte die Tastenkombination Ctrl-A! Es wird dann in
- dem Eingabefeld des PhobosPref ein Kasten dargestellt, weil es sich dabei um
- kein druckbares Zeichen handelt.
- Die ersten 16 Zeichen eines Shrink-Archivs enthalten also des Text FORM
- und CDAFNAME an den entsprechenden Stellen. Die beiden Fragezeichen passen
- wieder auf zwei beliebige Zeichen.
- das Ctrl-A ist eine Ausnahme. Es paßt ausnahmsweise auf genau zwei
- verschiedene Codes, nämlich ASCII-Code 0 und 1. Die 1 entspricht dem
- Ctrl-A. Die Null ließe sich aber nicht in das Feld eingeben, darum diese
- Doppelbelegung. Und tatsächlich steht in jedem Shrink-Archiv auch eine
- ASCII-0 an 5. und 6. Stelle.
-
- Der * am Ende des Musters ist prinzipiell nicht nötig, denn ab Position 17
- sind keine Zeichen mehr, da Phobos nur die 16 am Anfang untersucht. Dennoch
- sollten Sie es setzen, um die Kompatibilität zu späteren Phobos-Versionen zu
- gewährleisten, die evtl. 20 oder 30 Zeichen prüfen müssen.
-
- Ablauf der Erkennung:
-
- Wenn Phobos ein Archiv untersucht, so beginnt es mit der Überprüfung des
- ersten Eintrages und geht solange die nächsten Einträge durch bis ein
- passendes Muster erkannt wurde ode kein Eintrag mehr vorhanden ist. D.h.,
- wenn ein Packer auf mehrere von Ihnen angegebene Muster paßt, so nimmt
- Phobos den ersten von ihnen.
- In dem Beispiel in der LHarc eine Untermenge des LHA. Der LHA könnte ohne
- weiteres auch die LHarc-Archiv entpacken, dennoch verwendet Phobos dann den
- LHarc, weil dieser zuerst in der Liste steht.
-
-
- 4.8. Alias
- ~~~~~~~~~~
-
- Neben dem festen Befehlssatz von Phobos können Sie weitere sog.
- Alias-Befehle definieren. Diese werden durch einen eigenen Namen
- aufgerufen, führen dann jedoch lediglich einen bereits vorhandenen Befehl
- evtl. mit zuätzlichen Parametern aus. Im Einzelnen geht Phobos bei der
- Auswertung von Befehlen folgendermaßen vor:
-
- 1. Handelt es sich bei dem ersten Zeichen um eine Ziffer oder ein spezielles
- Zeichen, wie z.B. "+", so wird je nach Situation der Befehl BRETT oder
- LESEN ausgeführt.
-
- 2. Ist es ein bekannter Befehl, so wird er aufgerufen.
-
- 3. Paßt die Zeichenkette auf den Anfang eines Brettnamens, so wird ebenfalls
- der Befehl BRETT aufgerufen.
-
- 4. Entsprechend wird nun überprüft, ob es sich um einen Alias-Befehl handelt.
- Wenn ja, so wird der eingestellte Ersatzbefehl aufgerufen und die
- Überprüfung beginnt bei Punkt 1, es sei denn es handelte sich bereits um
- einen Ersatzbefehl.
-
- 5. Führt keiner der oben genannten Tests zu einem Ergebnis, so gibt Phobos
- eine entsprechende Fehlermeldung aus.
- Alle Alias-Befehle erscheinen nicht in der allgemeinen Befehlsliste! Sie
- sollen in erster Linie neuen Usern, die sich bereits an andere
- Mailboxsysteme gewöhnt haben, den Umstieg erleichtern, so daß auch Befehle
- wie CHAT statt OPERATOR oder ANTRAG statt POSTFACH von der Mailbox
- verarbeitet werden.
-
- Alias-Befehl
-
- Tragen Sie hier den Namen des neuen Befehls ein, den Phobos erkennen soll.
-
- Ersatz-Befehl
-
- Entsprechend in derselben Zeile des Alias-Befehls wird hier der von Phobos
- ersatzweise zu bearbeitende Befehl eingetragen.
-
-
- 4.9. Modem
- ~~~~~~~~~~
-
- 4.9.1. Modem-Setup
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Heutzutage sind fast alle Modems (wenn sie nicht gerade von der Telekom
- stammen) "Hayes- kompatibel". D.h. alle grundsätzlichen Befehle
- (AT-Kommando-Satz) und modem-interne Register sind standardisiert. Dennoch
- gibt es immer wieder Schwierigkeiten, z.B. wenn die Post bei ZZF-
- Zulassungen Funktionen, die international längst Standard sind, verbietet
- oder verfälscht. Die folgenden Einstellmöglichkeiten sollen solche
- Anpassungen ein wenig unterstützen: Init-Baud legt fest mit welcher
- Baudrate die serielle Schnittstelle zur Initialisierung des Modems geöffnet
- werden soll. Dies ist normalerweise die höchstmögliche Ihres Modem. Bei
- jedem Modem-Kommando wartet Phobos maximal 2 Sekunden auf ein "OK" oder ein
- "ERROR". Sendet das Modem ein "OK" zurück so geht Phobos davon aus, daß es
- für einen weite- ren Befehl bereit ist. Dies ist aber leider nicht immer
- so, so daß Sie hier eine Init-Pause in 1/50 Sekunden angeben können, die
- nach einem "OK" zusätzlich gewartet wird. Das Modemreset-Kommando wird vor
- jeder Initialisierung des Modems gesendet. Es soll dabei einen definierten
- Zustand erhalten.
- Ist dies geschehen und das Modem hat ein "OK" zurückgesendet, so tritt der
- Kommandostring Modem-Init in Aktion. Mit ihm können sie nochmals bestimmte
- Funktionen, die speziell für den Mailboxbetrieb notwendig sind, setzen.
-
- Folgendes ist dabei zu beachten:
-
- * Ein Befehl beginnt mit einem AT. Danach folgen die Einstellungen.
-
- * Das Modem muß für seine Meldungen ein Wort und nicht eine Zahl senden. Dies
- geschieht nach Hayes-Standard mit V1.
-
- * Es darf nicht automatisch bei Anruf den "Hörer abnehmen" (Auto-Answer aus:
- S0=0).
-
- * Es sollte nicht jedes Zeichen wieder zurückgesendet (ECHO) werden
- (Einstellung: E0)
-
- * Die Baudrate muß bei der "CONNECT"-Kennung mitgesendet werden, was mit dem
- "X"-Kommando (siehe Manual des Modems!) gechieht. In der Regel folgt dem
- "X" eine Ziffer ungleich Null, z.B. X1.
-
- * Der Escape-String muß von "+++" auf die drei Zeichen mit dem ASCII-Code 1
- geändert werden. Dazu muß das Register 2 des Modems auf 1 gesetzt werden.
- Einstellung: S2=1. Geschieht dies nicht, so kann das Modem nach einem
- Logoff nicht auflegen.
-
- Bei Modemwahl können Sie den Anfangstext für das Wählkommando Ihres Modems
- eingeben. Normalerweise steht hier ein ATDP. Wenn Ihr Telefonanschluß es
- zuläßt können Sie hier auch ATDT eintragen. Damit können Sie im sogenannten
- Mehrfrequenz-Wahl anrufen, was etwas schneller geht als bei dem sonst
- üblichen Puls-Wahl-Verfahren.
- Nun folgen zwei zweiteilige Felder Namens Con-Login und Con-Logout. Dort
- können Modembefehle eingetragen werden, die vor bzw. nach jedem internen
- Login gesendet werden. Normalerweise veranlaßt man damit das Modem die
- Telefonleitung zu belegen, um nicht von anderen Anrufern gestört zu werden.
- Im Mailboxprogramm existiert jedoch ein Menüpunkt, mit dem man die Funktion
- ("Tel.leitung belegen") nachträglich wieder ausschalten kann. Das Modem
- wird standardmäßig über die eingebaute serielle Schnittstelle des Amigas
- angesteuert. Als Vermittler tritt hier ein Ser.Device Namens
- "serial.device" ein. Haben Sie jedoch eine Schnittstellenerweiterung oder
- eine Modemkarte (für A2000 und A3000), so muß ein anderes Device benutzt
- werden um die Hardware anzupassen. Diese muß im Hardware-Paket enthalten
- sein. Im Falle der Multi-Face-Card von BSC z.B. ist es das "duart.device".
- Wichtig ist, daß es komaptibel zum "serial.device" ist und auch Shared-Mode
- unterstützt. Bitte schauen Sie diese Spezifikationen in der
- Benutzerbeschreibung Ihres Hardware-Zusatzes nach.
- Es folgt die Unit-Nummer. Sie ist normalerweise Null. Haben Sie jedoch
- eine Schnitt- stellenerweiterung mit mehreren Ports (Anschlüssen), so können
- Sie hiermit einen speziellen ansprechen. Auch hierzu entnehmen Sie bitte
- genauere Informationen aus der Hardware-Beschrei- bung.
- Mit Mind.Baudrate bestimmen Sie, mit welcher Mindest-Baudrate ein CONNECT
- in Ihrer Box stattfinden darf. Wenn Sie hier z.B. ein 9600 eintragen, so
- werden alle Logins, deren CONNECT-Baudrate unter 9600 liegt abgefangen. Es
- erscheint nach der Einschaltmeldung der Systemtext mit dem Betreff BAUDRATE
- , sofern Sie diesen eingestellt haben. Danach legt das Modem auf.
-
-
- 4.9.2. Wandlung der CONNECT-Meldungen
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Viele Modems geben ihre CONNECT-Meldungen auf die verschiedensten Arten aus.
- Phobos versteht jedoch nur solche folgender Form:
-
- » CONNECT [<Baudrate>]{/(ARQ|HST|V42BIS|LAPM|V32|MNP|MNP5|SYNC)}
-
- Beispiele:
-
- » CONNECT
- » CONNECT 2400
- » CONNECT 9600/ARQ/HST/MNP
- etc...
-
- Viele Modems senden jedoch völlig andere CONNECTs, so daß diese vorher in
- eine für Phobos verständliche Form gebracht werden müssen.
- In der linken Spalte können nun die entsprechenden Originalstrings
- eingetragen werden und in der rechten Spalte jeweils den für Phobos
- auszuwertenden Text. Das "CONNECT " darf dabei nicht mit angegeben werden.
-
- Beispiel Einträge:
-
- 9600/ARQ/HST/HST -> 14400/ARQ/HST
- 9600/REL -> 4800/MNP5
-
-
- 4.9.3. Telefon besetzt
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Hier können Sie einstellen in welchen Fällen Phobos zusätzlich die
- Telefonleitung belegen soll:
-
- Consolen-Login
-
- bei jedem Direktlogin. Diesen Wert können Sie auch nachträglich in der
- Mailbox per Menü Tel.Leitung belegen verändern.
-
- Netz Sortierung
-
- bei der Sortierung von Netzdaten. Dies geschieht in fast immer nach einen
- Netcall.
-
- Korrigieren
-
- bei einem Korrektur-Vorgang von Phobos, wenn die Textinfos neu erstellt
- werden müssen. Dies wird teilweise von Phobos selbständig gestartet, wenn
- Fehler in den Daten entstanden sind.
-
-
- Die Modem-Kommandos dafür entnimmt Phobos dabei aus den Feldern Con-Login
- und Con- Logout, die Sie bei den Modemeinstellungen (siehe 11.1) eingegeben
- haben.
-
-
- 4.10. Extern
- ~~~~~~~~~~~~
-
- Eine der wichtigsten Eigenschaften von Phobos ist es möglichst flexibel
- gegenüber anderen Utilities, die für die DFÜ verwendbar sind, zu sein. Dies
- trifft auch auf die Benutzung externer Programme zu. Normalerweise sind
- dies absolut eigenständige Programme, denen lediglich einige Parameter über
- durch Befehlsaufruf übergeben werden (siehe dazu weiter unten
- "Phobos-Port"). Sie können über den Mailboxbefehl "EXTERN" gestartet
- werden.
- Unten am Bildschirm sehen Sie 30 Felder, die jeweils ein externes Programm
- repräsentieren können. In dem Kasten darüber können dann die genaueren
- Daten eingestellt werden. Der Programmname ist beliebig. Er dient
- lediglich als Identifikation für den Anwender. Zusätzlich können Sie das
- Programm noch einmal mit maximal 50 Zeichen Länge genauer beschreiben.
- Weiterhin kann ein Mindestlevel angegeben werden, ab dem der User das
- Programm über "EXTERN" aufrufen kann.
- Es folgen zwei Stringgadgets, die jeweils einen Programmaufruf aufnehmen
- können. Wie dies geschieht hängt ganz von den externenen Programmen ab.
- Zur Anpassung können in dem Programmaufruf wieder Variablen gesetzt werden,
- die mit "$" beginnen:
-
- u Name des aktiven Users
- l Level des Users
- d benutztes serielles Device
- n Unit-Nummer des Devices
- p Nummer des Phobos-Ports
-
- Rechts neben dem Eingabefeld kann jeweils eine Schnittstellenart gewählt
- werden mit der das Programm aufgerufen werden soll:
-
- 1. [ Normal ]
-
- Dies ist eigentlich gar keine Schnittstelle. Der Programmaufruf geschieht
- einfach durch Ausführen des Befehls als ob er im CLI eingegeben würde
- mittels der DOS-Funktion Execute(). Der Standardausgabekanal ist derselbe
- den auch Phobos benutzt. Die serielle Schnittstelle wird nicht freigegeben!
- Das serial.device kann jedoch mittels Shared-Mode weiterhin von dem externen
- Programm geöffnet werden.
-
- 2. [ Phobos ]
-
- Phobos verfügt über eine sehr leistungsfähige und intelligente
- Schnittstelle. Sie ermöglicht es die wichtigsten Routinen, z.B. zur Ein-
- und Ausgabe von Text, für das externe Programm zu nutzen. Dies hat mehrere
- Vorteile:
-
- * Die Schnittstellenroutinen u.ä. müssen nicht erneut programmiert werden.
-
- * Dadurch wird der Programmcode verkürzt und weniger Speicher wird verbraucht.
-
- * Es wird eine höchstmögliche Kompatibilität erreicht. Z.B. haben Programme
- ohne Phobosport das Problem, daß sie nur über das serial.device laufen.
- Funktionen wie Fenster schließen, Userlevel ändern, Rauswerfen des Users
- oder das Blinken beim Operatorruf funktionieren wie gewohnt.
-
- * Umlaute werden korrekt gewandelt (Einstellung über "SET"-Befehl),
- Funktionstasten reagieren wie gewohnt und das Textclicking funktioniert
- weiterhin.
-
- Der Programmaufruf muß über das DOS-Kommando "Run" oder "RunBack" geschehen.
- Wichtig ist, daß Phobos nach dem Aufruf weiterarbeiten kann. Dies ist
- deshalb nötig damit die Mailbox vom Befehle vom externen Programm ausführen
- kann. Dies geschieht über den Phobos-Port der über die phobos.library
- komfortabel und systemgerecht angesteuert werden kann. Technische Hilfen
- und Includes für GFA-Basic, C und Assembler sind bei mir (SYSOP@PHOBOS)
- erhältlich.
-
- 3. [ AmNet ]
-
- Programme für die Mailboxprogramme AmNetII oder EuroMail benötigen zum
- Aufruf eine Datei in der RAM-Disk Namens "Userparam". Sie ist
- folgendermaßen aufgabaut:
-
- <Baudrate>
- <Username>
- <Status> ; Userlevel bei Phobos und AmNetII 0-9, bei EM 0-255
- <Onlinezeit> ; Anzahl Minuten
- <Max. Loginzeit>; Anzahl Minuten
- <Flag> ; 0 für Seriell, 1 für Console
- <Terminal> ; z.B. TTY, VT100, ANSI oder ...?
-
- Vor dem Start wird diese Datei erzeugt und das serielle Device freigegeben.
- Dabei wird zwangsläufig das DTR-Signal des Modems auf LOW gesetzt.
- Möglicherweise reagiert Ihr Modem dann darauf indem es auflegt. Um dies zu
- verhindern muß die Modemeinstellung geändert werden. Bei Modems der Marke
- "Discovery" geschieht dies durch Eingabe von "AT&D0" (ignore DTR) z.B. im
- PhobosMicroTerm. Speichern Sie die Einstellungen dann mit "AT&W0" in den
- nicht- flüchtigen (engl.: non-volatile) Speicher!
- Es sind maximal zwei Programmaufrufe möglich. In der Regel benötigen Sie
- jedoch nur einen. Phobos belegt während des Betriebes die Userdaten mit
- einem Schreib-Leseschutz (RW-Lock). Werden diese Daten jedoch von einem
- externen Programm ohne Phobos-Port benötigt, so können Sie diesen Schutz mit
- dem Gadget "Userdaten" aufheben. Aus noch nicht bekannten Gründen jedoch
- können bei bestimmten Hard- und Softwarekonstellationen trotzdem diese Files
- geöffnet werden. Ob dies an den Festplattentreibern liegt, ist nicht klar.
- Sie können dies leicht testen indem Sie versuchen Phobos zweimal zu starten.
- Klappt dies, dann trifft der eben geschilderte Fall für sie ein, andernfalls
- werden Sie eine Fehlermeldung "Phobos bereits gestartet!" bekommen, was der
- Normalfall ist.
-
- Bemerkung:
- Die eben genannten technischen Details sind in der Regel nur für
- Programmierer wichtig. Jedes externe Programm sollte daher eine
- ausführliche Installationsbeschreibung enthalten - kleiner Aufruf an die
- Programmierer!
-
-
- 4.11. Levels
- ~~~~~~~~~~~~
-
- Die Zugänge aller User zu bestimmten Funktionen werden über Levels, die von
- 0 bis 9 variieren können, geregelt. Sie werden normalerweise in folgender
- Art gruppiert:
-
- Level User
-
- 0 Gäste (und wirklich nur die!)
- 1 neu eingetragene, aber noch nicht überprüfte User
- 2-6 mehr oder weniger aktive, überprüfte User
- 7 Stammuser mit besonderem Vertrauen
- 8 Co-Sysop
- 9 Sysop
-
- Sie sehen in dem Editor-Fenster die Funktionen mit den entsprechenden
- Mindestleveln aufgeführt. "Mindestlevel" deshalb, weil sie auch für alle
- User mit einem höheren Level zugänglich sind. Dort können Sie Werte von bis
- zu 10 eingeben. Der höchste Level verbietet also selbst dem Sysop den
- Zugriff.
- In den linken zwei Spalten sind alle Mailboxbefehle, bis auf "VERSION"
- aufgeführt. Besitzt der User einen zu kleinen Level, so erscheint der
- Befehl nicht im Verzeichnis, das er mit dem Mailbox-Befehl "?" aufgelistet
- bekommt. Außerden ist er für ihn mit allen Variationen unzu- gänglich.
-
-
- 4.11.1. allgemeine Befehlszugriffe
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- In der rechten Spalte können Sie nocheinmal bestimmte Befehlsvariationen mit
- Mindestleveln be- setzen. Zu beachten ist aber, daß sie gar nicht erst
- überprüft werden, solange nicht der Hauptbefehl erreichbar ist!
-
-
- 4.11.2. andere Funktionen & Kombinationen
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Erklärungen:
-
- 1) "!" (Texte lesen & packen)
- Funktion bei Verwendung in den Befehlen LESEN und SCANNER
-
- 2) Adresse - alle Angaben
- Es werden auch die nicht freigegebenen Daten angezeigt.
-
- 3) Archivieren - beliebig
- Auch Nicht-Verwalter dürfen alle Texte archivieren.
-
- 4) Brett **
- Die Befehlskombination
-
- 5) Brett Neu
- Die Befehlskombination
-
- 6) Brett Alt
- Die Befehlskombination
-
- 7) Brief Level xx
- Schicken eines Textes an User mit bestimmtem Level
-
- 8) Brief ins Netz
- Erklärt sich von selbst
-
- 9) - keine Verteilerüberprüfung
- Bei Phobos kann nach den ";" des Empfängernamens ein beliebiger
- Verteiler angegeben werden. Es prüft dabei nach, ob eine solche Box
- im Netz vorhanden ist. Ist sie es nicht, so wird normalerweise
- abgebrochen. Ab dem hier einzustellenden Level gibt Phobos dann
- jedoch nur eine Warnung aus und überläßt die Verantwortung dem
- Benutzer.
-
- 10) Editieren Brett - jedes
- Erlaubt den Befehl "ED BRETT" auch Nicht-Verwaltern.
-
- 11) - Zugriffspfad ändern
- Normalerweise sollte nur der Sysop die Directories für
- Download-Bretter verändern, da hiermit auf Systemebene hantiert wird
- und dies nicht 100%ig abgesichert werden kann. Diese Sperre kann
- hiermit levelabhängig aufgehoben werden.
-
- 12) - Verwalter ändern
- Erlauben Sie auch Co-Sysops den Befehl "ED BRETT" für jedes Brett, so
- ist es sinnvoll es ihnen nicht zu erlauben den Verwalter zu verändern,
- da sie sich damit selbst eintragen können und gewissermaßen jede
- Narrenfreiheit besitzen.
-
- 13) Galactic Empire Neu
- Der entprechende Befehl
-
- 14) Galactic Empire Quit
- Der entprechende Befehl
-
- 15) Galactic Empire Exe
- Der entprechende Befehl
-
- 16) Level - volle Funktion
- Zunächst dürfen bei Aufruf des Befehls Levels von Usern mit Level von
- 1 bis 6 geändert wer- den. Hier kann jedoch ein Level gesetzt werden,
- ab dem diese Beschränkung aufgehoben ist.
-
- 17) Loeschen - beliebig
- Es wird dem User erlaubt einen beliebigen Text (oder File) in
- irgendeinem Brett, auf das er Zugriff, hat zu löschen
-
- 18) Netz Protokoll
- Der entprechende Befehl
-
- 19) Netz Pollen
- Der entprechende Befehl
-
- 20) Protokoll Aus
- Der entprechende Befehl
-
- 21) Protokoll Loeschen
- Der entprechende Befehl
-
- 22) Senden - auch Spezialtexte
- Erlaubt es sogenannte "spezielle Texte" zu schreiben. Diese werden
- bei der Betreffeingabe mit einem "*" gekennzeichnet.
-
- 23) Weiterleiten - beliebig
- Es dürfen Texte aus beliebigen Brettern weitergeleitet werden.
-
- 24) Zugriff - beliebig
- Es kann mittels des Befehls "ZUGRIFF" anderen User gesonderte Lese-
- und Schreibzugriffe gegeben werden.
-
-
- 4.12. Transfer
- ~~~~~~~~~~~~~~
-
- Genau wie bei den Packern können Sie Phobos an nahezu alle externen
- Programmen zur Unter- stützung von externen Übertragungsprotokollen
- anpassen. Auch hier repräsentiert jedes der 16 Gadgets auf der rechten
- Seite ein Protokoll. Phobos gibt jedem Eintrag eine Nummer zwischen 0 und
- 15. Diese dient zur Abspeicherung des gewünschten Protokoll eines Users.
- Ändern Sie also ein Feld, so ändert sich damit auch die Einstellung aller
- User, die das alte Protokoll gewählt haben, es sei denn das Feld war vorher
- leer.
- Oben können Sie wieder den Protokollnamen einstellen. Danach folgen
- jeweils zwei Befehlszeilen zum Senden bzw. Empfangen von Files. Diese
- werden nacheinander von Phobos ausgeführt. Ist das jeweilige Feld leer, so
- geschieht nichts. Ein Befehlsaufruf startet normalerweise die eigentliche
- Übertragung. Der andere kann z.B. für weitere Protokollanpassungen oder
- zur Erstellung eines Logbuchs etc. verwendet werden. Der Phantasie sind da
- keine Grenzen gesetzt.
-
- Senden
-
- Wird bei allen Gelegenheiten, bei denen Phobos ein gesichertes
- Übertragungsprotokoll benötigt benutzt.
-
- Variablen: $d : Name des benutzten seriellen Devices
- $u : Unitnummer (in der Regel : 0)
- $f : Filenamen der zu sendenden Files
- $s : Ist 0 wenn der PhobosScreen geschlossen, und
- 1 wenn dieser geöffnet ist.
- $U : Username des aktuellen Users
- Empfangen
-
- Siehe "Senden"
-
- Variablen: $d : Name des benutzten seriellen Devices
- $u : Unitnummer (in der Regel : 0)
- $s : Ist 0 wenn der PhobosScreen geschlossen, und
- 1 wenn dieser geöffnet ist.
- $U : Username des aktuellen Users
-
- Es ist weiterhin möglich das Auswerten von Texten abhängig von dem Zustand
- von Variablen zu machen:
-
- Beispiel:
-
- $?s1{-f }
-
- Das "$" dient, wie bei Variablen, als Kennung, daß der folgende Text
- gesondert behandelt werden muß. Das "?" leitet eine bedingte Ausgabe ein.
- Es folgt der Name der Variablen, hier "s", die getestet werden soll. Nun
- wird deren Inhalt auf den Text bis hin zur geschweiften Klammer "{"
- überprüft. Liegt Gleichheit vor, so wird der Text innerhalb der Klammern
- weiterverarbeitet, ansonsten aber ignoriert. Diese Funktion läßt sich
- beliebig verschachteln!
-
- Beispiel 1:
-
- Einbindung des Programmes XPRD von Oliver Wagner:
-
- Senden 1. C:XPRD -oSN $?s1{-f }-s -d$d s "$f"
- Senden 2.
- Empfangen 1. C:XPRD -oRN $?s1{-f }-s -d$d r Dummy
- Empfangen 2.
-
- Max. Anzahl Files 8
- Max. Filenamenlänge gesamt 200
- Device schließen Nein
- Bildschirm Phobos
-
- Weiterhin besitzt Phobos einen integriertern Xpr-Treiber. Der Aufruf
- geschieht nach folgendem Format:
-
- Senden 1. !XprS <Library>|<Optionen>|<Filenenamen>
- Senden 2.
- Empfangen 1. !XprR <Library>|<Optionen>|<Filename bzw. "Dummy">
- Empfangen 2.
-
- Die Angabe des Filenamens beim Empfangen ist nur bei Protokollen nötig, bei
- denen er nicht automatisch, wie z.B. bei Zmodem, mit übertragen wird.
-
- Beispiel 2:
-
- Einbindung von Zmodem über den Treiber :
-
- Senden 1. !XprS xprzmodem.library|SN|$f
- Senden 2.
- Empfangen 1. !XprR xprzmodem.library|RN|Dummy
- Empfangen 2.
-
- Max. Anzahl Files 20
- Max. Filenamenlänge gesamt 1000
- Device schließen Nein
- Bildschirm Aktueller
-
-
- Wichtig dabei ist, daß beim Senden das "$f" nicht in Anführungszeichen
- gesetzt wird! Das jeweils 2. Feld bei Senden und Empfangen bleibt frei für
- andere Programme, die z.B. eine Statistik über die Up- und Downloads
- erstellen.
-
-
-
-
-
-
- 5. Bildschirm
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- 5.1. Menüs
- ~~~~~~~~~~
-
- Bretteditor.., Usereditor.., Netzeditor..
-
- Es wird der Brett-, User- bzw. Netzeditor zur Bedienung von der Konsole
- gestartet. Dies kann
-
- 1. im Wartezustand (siehe auch Kapitel 6) gemacht werden. In diesem Fall
- erhalten Sie die Brett-, User- bzw. Netzdaten des ersten Eintrags in der
- Liste. Und
-
- 2. kann dies während der Befehlseingabe eines Users in der Box geschehen.
- In diesem Fall erhalten Sie die Daten des aktuell angewählten Brettes
- bzw. die Daten des eingeloggten Users. Beim Netzeditor gilt dasselbe
- wie bei 1. Während der Editierung der Daten ist der User ausgeschlossen,
- er bekommt währenddessen die Meldung "Moment bitte, Brett-/ User-/
- Netzdaten werden editiert! .....". Genauere Informationen können Sie in
- Kapitel 9 "Editoren" erfahren.
-
- About
-
- Gibt ein Infofenster mit Copyright-Vermerk und Versionsnummer aus. Steht
- dort "Phobos- Demo" statt "P H O B O S", dann läuft das Programm mit
- eingeschränkten Fähigkeiten. Z.B. ist kein Netzbetrieb möglicht, die
- Anzahl der Bretter und User ist auf 10 und die Anzahl der Texte auf 100
- begrenzt. Abhhilfe schafft eine gültige SerienNummer, die im "PhobosPref"
- einzutragen ist. Diese erhalten Sie automatisch beim Kauf von Phobos.
- Sollte sich Phobos trotz vorhandener Seriennummer als Demo starten, so
- überprüfen Sie nochmal die genaue Ziffernfolge. Evtl. ist die Seriennummer
- auch nicht mehr für diese Version von Phobos zugelassen.
-
- Neustart
-
- Startet das Mailboxprogramm neu. Dadurch werden nochmals die
- Voreinstellungen des PhobosPref eingelesen. Außerdem wird nochmal
- kurzzeitig der gesamte Speicher freigegeben und wieder neu belegt. Durch
- die neue Belegung des RAMs entstehen evtl. größere freie Speicherblöcke,
- die für viele Programme, die im Hintergrund laufen sollen benötigt werden.
-
- Ende
-
- Beendet das Programm. Müssen noch wichtige Mailboxdaten gesichert werden,
- so geschieht dies spätestens an dieser Stelle. Die Belegung der seriellen
- Schnittstelle und der benötigte RAM-Speicher werden freigegeben.
-
- Wichtig: Bevor Sie den Computer ausschalten, beenden Sie das Programm und
- warten Sie bis die Mailbox vollständig heruntergefahren ist! Sonst
- kann es passieren, daß wichtige Daten noch nicht gesichert wurden
- und damit verloren sind!
-
- 300 bis 57600
-
- Diese sechs Zahlen stellen Baudraten für die serielle Schnittstelle dar. Es
- steht jeweils ein Häkchen vor der aktuell eingestellten Rate. Normalerweise
- ist es nicht nötig hier selbständig Veränderungen vorzunehmen, da Phobos
- alle Anpassungen automatisch macht. Außerdem hat diese Anzeige keine
- Wirkung wenn Sie Ihr Modem mit einer festen Baudrate (siehe Voreinstellungen
- PhobosPref) betreiben. Sie hat jedoch manchmal bei einer Null-Modem-
- Verbindung zur "manuellen" Bedienung einen Sinn. Außerdem zeigen die
- Einstellungen auch im PhobosMicroTerm Wirkung, z.B. um Ihr Modem zu testen,
- etc...
-
- Console besetzt
-
- Dieser Menüpunkt ist wie die drei folgenden eine Flagge, d.h. sie sind
- entweder aktiv (Häkchen), oder ausgeschaltet (kein Häkchen). Sie hat keinen
- direkten Einfluß auf das Verhalten von Phobos. Sie kann aber in einem
- programmierbarem Text (Kapitel 7) abgefragt werden, so daß Sie z.B. im
- OPERATOR-Text entsprechend die Textausgabe für den User verändern können.
-
- Operator-Blink
-
- Will ein User den Sysop sprechen (OPERATOR-Befehl) läßt Phobos mit einer
- Wiederholrate von einem Hertz alle vorhandenen Screens des Amigas
- aufblinken. Wenn Sie dies stört, so kann dies über den Menüpunkt gesteuert
- werden. Nach jedem Logoff wird diese Flagge wieder gesetzt.
- Der OPERATOR-Text wird dadurch nicht beinflußt. D.h. der User bekommt
- denselben Text zu Gesicht, es sei denn Sie fragen diese Flagge explizit in
- einem programmierbaren Text wie "Console besetzt" ab.
-
- Telefon-Leitung belegen
-
- Nehmen Sie einen Direktlogin (Sysop) vor, so führt Phobos zu Beginn und am
- Ende der Sitzung jeweils zwei Befehle an das Modem aus. Diese können Sie
- selbst in den Voreinstellungen festlegen. Sie regeln normalerweise das
- Belegen der Telefonleitung, damit Sie während Ihres Logins ungestört sind.
- Diese werden nur ausgeführt, wenn dieser Menüpunkt aktiv ist. Die
- Einstellung bleibt bis zum Herunterfahren der Mailbox erhalten. Den Wert
- beim Hochstart der Mailbox können Sie im Untereditor Modem des PhobosPref
- unter "Telefonleitung belegen" einstellen.
-
- Ram-Buffer
-
- Dieser Menüpunkt besitzt dieselbe Eigenschaft wie der Mailboxbefehl
- "RAMBUFFER". Er kann jedoch dadurch zu beliebiger Zeit ein- und
- ausgeschaltet werden, ohne auf eine Befehlseingabe warten zu müssen. Er
- wird ggf. automatisch nach jedem Logoff wieder zurückgesetzt. Der
- RAM-Buffer protokolliert alle Ausgaben für den User in einem File Namens
- Buffer. Dieses wird in dem Directory für Zwischendateien abgelegt.
-
- Private Post lesbar
-
- Normalerweise können Sie die Post von Usern bei der Erstellung oder beim
- Lesen nicht am Bildschirm mitverfolgen. In bestimmten Fällen kann es aber
- sinnvoll sein, so z.B. bei Gästen oder neuen Usern die noch Schwierigkeiten
- haben mit der Software zurecht zu kommen.
-
- Die Sysoppost ist immer lesbar wenn kein Schloß (siehe unten) aktiviert ist!
-
- Passwörter zeigen
-
- In der Grundstellung werden keine Passwörter der User dargestellt und
- verdeckte Eingaben durch Ausgabe von "*"en unkenntlich gemacht. Auch dies
- kann über den Menüpunkt ausgeschaltet werden, z.B. wenn Sie den Verdacht
- haben, daß sich ein Hacker oder ähnliches in Ihre Mailbox eingeloggt hat.
-
- MicroTerm
-
- Startet den im Programm integrierten PhobosMicroTerm. Dieses ist ein
- einfaches Terminal, daß alle Ihre Eingaben an das Modem sendet und die
- empfangenen Daten auf dem Bildschirm ausgibt. Damit lassen sich auf die
- Schnelle verschiedene Modemparameter eingeben und testen. Auch ein Login in
- andere Mailboxen ist zur Not noch möglich. Erfolgt 2 Minuten lang keine
- Tastatureingabe, so wird der MicroTerm beendet. Dadurch wird gewährleistet,
- daß die Box nicht ausversehen keine Anrufe mehr entgegennehmen kann, weil
- der Sysop in der Eile vergessen hat den Wartezustand wieder zu aktivieren.
-
- ExternTerminal
-
- Haben Sie im PhobosPref einen Befehlsaufruf für ein Terminalprogramm
- eingetragen, so können Sie dieses hierüber aufrufen. Dabei wird der
- Phobosbildschirm ikonifiziert (verkleinert), die serielle Schnittstelle
- freigegeben und das externe Terminal aufgerufen. Phobos bleibt dabei
- vollständig im Speicher. Wird das Terminal dann wieder beendet, so öffnet
- Phobos wieder den Screen, belegt die Schnittstelle, initialisiert das Modem
- neu und wartet wieder auf Anrufe. Diese Funktion ist nur im Wartezustand
- (siehe dort) aufrufbar. Dabei kann ein technisches Problem auftauchen:
- Viele Terminalprogramme besitzen mittlerweile die Fähigkeit, selbständig
- einen eigenen Task zu erstellen, so daß das aufrufende Programm (Phobos)
- weiterarbeiten kann. Das beudeutet aber, daß Phobos sofort wieder das
- Fenster öffnet und auf Anrufe wartet, weil es meint das Terminalprogramm
- wurde beendet. Dann laufen beide Programme auf derselben Schnittstelle, was
- verständlicherweise etwas Verwirrung stiftet. Eine direkt Abhilfe ist
- leider nicht möglich. Zum Glück machen das nicht alle Programme, und bei
- einigen läßt sich dies per Option auch ausschalten.
-
- Login-Protokoll, Netz-Protokoll
-
- Phobos führt unter anderem Protokolle über die Loginzeiten aller User und
- Netztransferverbindungen. Diese sind bei einem Login über "PROTOKOLL" und
- "NETZ PROTOKOLL" erreichbar. Diese bekommen Sie im Wartezustand über das
- Menü auch angezeigt. Zur Darstellung schaltet das Programm ein Paging von
- 20 Zeilen ein, so daß der Inhalt nicht direkt wegscrollt. Sie kommen
- jeweils mit einem Tastendruck weiter, genauso wie bei den eigentlichen
- Mailboxbefehlen. Ein CTRL-X beendet die Ausgabe.
-
- Beide Protokoll werden für jeden Port getrennt geführt!
-
-
- 5.2. Unterer Bildschirmteil
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- 5.2.1. Angaben
- ~~~~~~~~~~~~~~
-
- Userame
-
- Der Name des aktiven bzw. zuletzt eingeloggten Users.
-
- Vorname
-
- Der reale Vorname des aktiven bzw. letzten Users.
-
- Loginzeit
-
- Die aktuelle Loginzeit. Sie startet mit Erstellung der Telefonverbindung
- und endet mit dem Logoff. Nach ihr wird auch die Telefongebühr berechnet
- und die Restloginzeit ermittelt. Die Anzeige reicht bis 999:59 (1000
- Minuten), intern kann aber auf bis zu acht Tage weitergerechnet werden.
-
- maximal
-
- Hier wird angezeigt, wie groß die Loginzeit maximal werden darf, bis der
- User aus der Box herausgeschmissen wird. Dieses muß nicht immer die von
- Ihnen eingestellte Dauer sein. So kann sie z.B. geringer sein, wenn die
- Mailbox zu einer bestimmten Zeit offline gehen soll oder für den Netzbetrieb
- frei sein muß (siehe "Onlinezeiten" in PhobosPref-Anleitung). Der Wert wird
- ebenfalls verändert wenn einem User wegen eines File-Uploads Zeit
- gutgeschrieben wird. Die eingestellte Online-Zeit wird jedoch garantiert
- eingehalten. Weitere Informationen sind in der Anleitung zum PhobosPref
- unter "4.3. Zeit-Ratio" vorhanden. Mit den Gadgets "+" und "-" (siehe
- unten) können Sie die Loginzeit manuell verstellen.
-
- RAM
-
- Anzeige des intern verfügbaren Programm-Speichers. Nach dem Logoff sollte
- immer eine Reserve von ca. 90-100 KByte vorhanden sein.
-
- Zeit
-
- Die aktuelle Zeit.
-
- U-Nr.
-
- Jeder User wird bei Phobos intern mit einer Nummer verwaltet. Diese
- bestimmt auch das Directory in dem sich die binären Files des Users
- befinden. In dieses können Sie im Hintergund z.B. Files kopieren oder
- löschen, ohne daß der User in der Mailbox etwas direkt davon merkt. (Siehe
- "Zugriffspfade" in PhobosPref-Anleitung).
-
- Baud
-
- Hier wird bei einem externen Login die Übertragungsgeschwindigkeit über das
- Telefon in Bps. angegeben, es wird dafür das CONNECT-Kommando des Modems
- ausgewertet. Die Baudrate zwischen Computer und Modem kann aber höher sein,
- wenn Sie ein Modem mit eingebautem MNP-Protokoll besitzen. Zusätzlich
- werden dann auch Kürzel für die Art der Verbindung angehängt:
-
- Kürzel von Modem wird ersetzt durch
-
- ARQ A
- HST H
- V42BI Vb
- LAPM L
- V32 V
- MNP M
- MNP5 M5
- SYNC S
-
- Das Modem muß diese Kürzel durch "/" getrennt senden, damit Phobos diese
- auswerten kann. Beispiel:
-
- CONNECT 9600/ARQ/HST/LAPM -> 9600AHL
-
- Ist dies nicht der Fall, so kann im PhobosPref bei den Modemeinstellungen
- eine Wandlung eingestellt werden. Dazu muß praktisch zu jedem Modemconnect,
- der nicht dem erwarteten Format entspricht, ein gültiger Ausdruck zugewiesen
- werden. Außerdem kann damit die Übertragungsgeschwindigkeit angepaßt
- werden, da manche Modems z.B. ein "CONNECT 9600..." liefern, obwohl es
- eigentlich ein 14400er ist. Kommt ein Kürzel mehrmals in der
- CONNECT-Meldung vor, so wird nur eines davon verwertet.
-
- Logins
-
- Gibt an, wieviele Protokolleinträge für den aktuellen Tag vorhanden sind.
-
- U-Logs.
-
- Gibt an, wie oft der User seit seinem Eintrag die Box besucht hat.
-
- Passwort
-
- Das Passwort des letzten Users - wird nur angezeigt wenn das Flag
- "Passwörter zeigen" im Menü aktiv ist.
-
- Status
-
- Hier wird ständig ein kurzes Info über die momentan ablaufende Aktion der
- Mailbox eingetragen. Dies ist in der Regel das angewählte Brett.
- Weiterhin werden dort manchmal Fehlermeldungen ausgegeben. Z.B. kann der
- Phobos- screen nicht geschlossen werden, wenn der interne Bretteditor
- gestartet wurde.
-
-
- 5.2.2. Gagdets
- ~~~~~~~~~~~~~~
-
- Hilfe
-
- Mit "Hilfe" können Sie die Online-Hilfen zu Phobos abrufen. Diese beziehen
- sich zur Zeit nur auf die Bedienungselemente an der Konsole. Wenn Sie zu
- einem Menüpunkt oder zu einem Gadget eine Hilfe haben wollen, so klicken Sie
- zuerst das "Hilfe"-Gadget und dann die entsprechende Funktion an! Dann wird
- der Text in einem Fenster angezeigt. Ist der Text so lang, daß er nicht
- vollständig angezeigt werden kann, so können Sie mit den Cursor-Tasten
- scrollen. Beendet wird die Funktion mit Return oder mit "A". Letzteres
- bewirkt, daß die beschriebene Funktion anschließend auch wirklich ausgeführt
- wird.
-
- Con
-
- Dieses Gadget zeigt grundsätzlich an, ob Phobos die serielle Schnittstelle für Ein- und
- Ausgaben nutzt oder nicht. Führen Sie einen Direktlogin durch, so wird "Con" automatisch
- eingeschaltet (inverse Darstellung). Bei externen Logins von Usern ist es dementsprechend
- gelöscht (weiße Schrift auf grünem Grund).
- In Ausnahmefällen können Sie dieses Gadget auch selbst bedienen. Z.B. können alle
- Ausgaben an einen User während des Logins auf die Console beschränkt werden,
- so daß z.B. vertrauliche Daten oder spezielle Befehle ausgeführt werden
- können, ohne daß der User darauf Einluß nehmen kann. Außerdem ist es ganz
- praktisch wenn man einem User, der bereits in die Box eingeloggt ist, eine
- File geben will. Dann geht man für ihn in sein Postfach, gaukelt dem
- Mailboxprogramm mit einem Klick auf das "Con"-Gadget einen internen Login
- vor, gibt den Befehl "SCHREIBEN" und ein "F" für File-Upload ein und kann
- das gewünschte File über den Filerequester auf komfortable Art in das
- Postfach des Users kopieren.
- Aber vergessen Sie nicht den alten Zustand wieder herzurichten! Der User
- würde sich sonst wundern...
-
- +, -
-
- Wie oben schon beschrieben, besitzt jeder User eine maximale Loginzeit.
- Wollen Sie diese für die Dauer eines Logins herauf- oder heruntersetzen, so
- klicken sie "+" bzw. "-" an. Dies geschieht immer in 5-Minuten-Schritten,
- wobei negative Werte abgefangen werden. Beachten Sie, daß jeweils die
- Anzahl der Minuten maximal 3-stellig angezeigt wird! Die Loginzeit eines
- Users wird immer pro Tag abgerechnet. D.h. jede Hinzugabe von Loginzeit
- wirkt sich auch auf nachfolgende Logins am selben Tag aus, sofern es sich um
- einen User und nicht um einen Gast handelt. Direktlogin
- Führt einen "Direktlogin", das heißt auf die Konsole (Computer)
- beschränkten Login aus. Dies ist in der Regel der Sysop, es kann aber auch
- ein User sein, der beim Sysop zu Besuch ist. Der Direktlogin unterscheidet
- sich prinzipiell nicht von jeder normalen Sitzung. Jedoch nimmt Ihnen in
- diesem Fall das Mailboxprogramm die Arbeit ab, das Passwort einzugeben, es
- sein denn das Schloß (siehe unten) ist aktiviert. Und da das Programm nicht
- durch die Ausgabe an das Modem gebremst wird, sind alle Mailboxfunktionen
- erheblich schneller.
-
- Chat
-
- Wollen Sie mit einem User über die Mailbox sprechen, z.B. weil Sie dieser
- mit dem Befehl "OPERATOR" gerufen hat, so können Sie ihn hiermit in den
- "Chat" (dt.: "reden", "quasseln" etc.) holen. Davon gibt es bei Phobos
- zwei verschiedene. Ein Zeilen-Chat, bei dem Sysop und User nacheinander
- schreiben können, und ein Double-Chat, bei dem beide in jeweils einer
- Bildschirmhälfte gleichzeitig tippen können.
- Grundsätzlich wird jeder Chat im File ChatProtokoll mitgeschnitten. Dabei
- gibt es bei dem Double-Chat Probleme mit der Chronologie, da Dialogwechsel
- mehrmals während der Eingabe einer Zeile auftreten. Die einzelnen
- Tastendrücke können nicht in ein sinnvolles Protokoll eingebaut werden. Es
- wird stattdessen nach jedem Return eines Dialogpartners der Inhalt der
- letzten Zeile verwandt. Wie dies im Einzelnen aussieht sehen Sie am besten
- wenn Sie selbst einige Tests durchführen, und sich nachträglich das
- ChatProtokoll ansehen.
-
- RAUS DA !
-
- Dieses Gadget ist mit Vorsicht zu gebrauchen. Es führt mit einem
- Doppelclick zum direkten Rauswurf eines Users aus der Box. Dabei verhält
- sich das Programm genauso, als hätte der User sein Modem abgeschaltet.
- Es gibt jedoch noch eine andere interessante Anwendung. Sind Sie über
- Konsole in Ihrer Mailbox, so können Sie sich über dieses Gadget sehr schnell
- ausloggen. Allerdings wird der Login dann nicht protokolliert und die
- Bezugszeit für neue Texte bleibt unverändert.
-
- Hires/Lores
-
- Schaltet zwischen Interlace- und Non-Interlace-Darstellung um. Ersteres
- erhöht die vertikale Bildschirmauflösung auf das doppelte. Dadurch wird der
- Screen nur noch halb so hoch. Allerdings fängt der Bildschirm bei normalen
- Amigas an zu flimmern. Für beide Modi können Sie die Anzahl der
- Bildschirmzeilen angeben. So stehen im Interlace z.B., je nach
- Monitoreinstellung, bis zu 60 Zeilen und mehr Textzeilen zur Verfügung.
- Weiteres erfahren Sie in der Beschreibung von PhobosPref unter "Bildschirm".
-
- 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
-
- Gibt den jeweiligen aktuellen Level eines Users an. Dieser Level bestimmt
- welche Befehle der User ausführen darf und auf welche Bretter er Zugriff hat
- (siehe "Bretteditor" und in PhobosPref : "Levels"). Sie können den Level
- für den aktuellen User für die Dauer eines Logins verändern, so daß er für
- diese Zeit die entsprechenden Funktionen ausführen kann. Beachten Sie, daß
- Sie keinem Gast einen Level ungleich 0 geben! Und umgekehrt, geben Sie nie
- einem eingetragenen User diesen Level!
- Es wird darauf hingewiesen, daß ein sorgloser Umgang mit Level 9 Gefahren
- in sich birgt. Beobachten Sie den User, dem Sie kurzzeitig diesen Level
- gegeben haben, nicht mehr, so kann er sich durch den Befehl "LEVEL" einen
- festen Level 9 geben. Außerdem hat er vollen Zugriff auf alle Userdaten -
- auch auf Ihre!
-
- Schloß
-
- Phobos verfügt über ein Schloß mit dem der Zugriff auf alle internen Daten für die
- Konsolenbedienung versperrt wird. Schalten Sie das Schloß durch anklicken des Gadgets ein,
- dann erscheint darüber ein Textgadget mit der Bezeichnung "Code". Das Eingabefeld ist nur ein
- Zeichen breit, so daß nur der Cursor dargestellt wird. Geben Sie hier Ihr Sysop-Passwort ein,
- um das Schloß wieder zu entriegeln.
- Wenden Sie diese Funktion immer an wenn fremde Personen ohne Ihr Beisein in der Nähe
- des Mailboxcomputers sind um den Datenschutz zu gewährleisten.
-
- Es werden folgende Bedienungselemente gesperrt:
-
- * Das gesamte Menü
- * Änderung der maximalen Loginzeit durch die Gadgets [+] und [-]
- * Userrauswurf "Raus da!"
- * Leveländerung [0 1 2 3 4 5 6 7 8 9]
- * Consolen-Gadget [Con]
-
- Die Flags im Menü Private Post lesbar und Passwörter zeigen werden für die
- Dauer des Schutzes ausgeschaltet. Weiterhin ist auch die Sysoppost nicht
- lesbar und die automatische Passworteingabe bei einem Consolenlogin ist
- gesperrt.
-
- CloseWindow (Symbol)
-
- Schließt das Mailboxfenster. Als Indiz für das laufende Programm erscheint
- ein anderes kleines Fenster oben links auf der Workbench. Sobald es erneut
- angeklickt wird, wird der alte Zustand mit allen seinen Funktionen wieder
- hergestellt. Die Fenster für weitere Ports werden jeweils nach rechts hin
- aufgereiht. Sie enthalten ebenfalls als Endung die Nummer die Ports. Bei
- geöffnetem Screen wird diese in der Titelleiste direkt vor "V3.xx" als
- Ziffer angezeigt. Die Anwendung liegt vor allem im ungestörten Arbeiten im
- Hintergrund (Multitasking) für den Sysop. Einerseits stört der Screen nicht
- weiter durch sein Vorhandensein, und andererseits benötigt Phobos durch die
- eingesparte Textausgabe wesentlich weniger Rechenzeit, die dann für andere
- Aufgaben genutzt werden kann. Auch in dem "eingeklappten" Zustand erfüllt
- das Programm alle nötigen Funktionen um einen geregelten Mailboxbetrieb zu
- gewährleisten. Sollte Sie ein User per OPERATOR rufen und alle
- Mailboxscreens sind eingeklappt, so erkennen Sie den Chat-Ruf an dem Invers
- (optisch eingedrückt) dargestellten Feld, mit dem Sie immer den Screen
- aufklappen.
-
-
- 5.3. Infoboxen während des Wartezustandes (rechts)
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- 5.3.1. Obere (rote) Box
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Hier werden das aktuelle Datum und folgende Daten zur Mailbox-Konfiguration angezeigt:
-
- Mailbox-Name
- Std Baudrate
- Max Texte
- Max Bretter
- Max User
- Max Protokoll
- Textzeilen
- Anzahl Farben
- RAM gesamt
- Hochstart
-
- "RAM gesamt" zeigt, im Gegensatz zur Anzeige unten am Bildschirm, den Rest
- des System-, d.h. nicht-programminternen, Speichers an. "Hochstart" gibt
- den Zeitpunkt des Programmstartes an.
-
- 5.3.2. Untere (blaue) Box
- Die folgenden Daten beziehen sich in erster Linie auf den aktuellen Zustand der Mailbox:
-
- Texte
- Bretter
- User
- Logins heute
- Logins gesamt
- Letzt.Anrufer
- Sysop gerufen
- Sysop-Post
-
- Der "Letzte Anrufer" bezeichnet den User, der als letztes in das Protokoll
- eingetragen wurde. Dagegen bezieht sich die Angabe ob der Sysop gerufen
- wurde auf den tatsächlich letzten Login, was nicht dasselbe ist, da das
- Protokoll ausgeschaltet werden kann. Dort wird dann "Ja" angezeigt, wenn
- der User keinen Erfolg mit seinem Sysopruf hatte.
-
-
- 5.4. Text-Clicking
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Solange der Ausgabe-Screen von Phobos geöffnet ist wird das sogenannte
- "Text-Clicking" unterstützt. Dabei können Sie innerhalb des
- Text-Ausgabebereichs einen beliebigen Text, in der Regel Wörter, anklicken.
- Dieser wird dann so behandelt als käme er von der Tastatur. Solche Wörter
- dürfen beliebige Buchstaben und Zahlen enthalten. Zeichen wie z.B. "("
- werden wie Leerzeichen interpretiert. Wenn Sie beispielsweise auf das "A"
- von "(A)bbruch" klicken, so wird nur der Druck der A-Taste simuliert. Ein
- Doppel-Klick schließt noch ein <RETURN> an.
- Auf diese Weise können Sie viele Funktionen der Mailbox mit der Maus
- steuern. Z.B. führt ein Doppel-Klick auf einen Namen im Brettverzeichnis
- (siehe Hilfstext BRETT) zur Anwahl des Brettes. Außerdem können Sie sich
- einige Befehle in den Eingabe-Prompt legen, so daß sich diese auch per Maus
- anwählen lassen.
-
-
-
-
-
-
- 6. Wartezustand und Login
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- 6.1. Allgemein
- ~~~~~~~~~~~~~~
-
- Der Wartezustand bezeichnet die Zeit, in der die Mailbox auf ankommende
- Anrufe wartet. Dabei wird ständig das Modem abgefragt, ob ein User anruft.
- In diesem Falle wird dem Modem der Befehl gegeben den Anruf anzunehmen und
- die Verbindung aufzubauen. Erst wenn das alles korrekt verläuft wird der
- Login erkannt.
-
-
- 6.2. Direktlogin
- ~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Weiterhin kann sich der Sysop durch Druck auf das "Direktlogin"-Gadget
- (siehe dort) über die Konsole, d.h. über die Tastatur, einloggen. Die
- sonst übliche Passwortabfrage entfällt wenn kein Schloß aktiv ist.
-
-
- 6.3. Null-Modem-Verbindung
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Eine dritte Möglichkeit des Logins besteht in einer Null-Modem-Verbindung.
- Dabei wird der Mailbox-Computer mit einem anderen über Kabel an der
- seriellen Schnittstelle direkt verbunden. Dadurch können Sie über den 2.
- Rechner einen Login über Telefon simulieren. Wenn die Verbindung besteht
- achten Sie dabei darauf, daß die "Standard-Baudrate" mit der des Terminals
- übereinstimmt, dann geben Sie dort folgendes blind ein :
-
- CONNECT 0xxxx<Cr>
-
- "xxxx" ist eine Zahl zwischen 300 und 57600 und ein Vielfaches von 300. Sie
- bestimmt die Übertragungsgeschwindigkeit in Bps (Bit pro Sekunde, oder kurz
- Baud). Nach Drücken der Return-Taste ( <CR> ), muß diese Baudrate wieder im
- Terminal eingestellt werden und Sie befinden sich praktisch von außen in
- Ihrer eigenen Mailbox. Nach dem Logoff versucht Phobos das nicht vorhandene
- Modem zu initialisieren und wartet auf ein "OK". Unterbrechen Sie dies
- durch evtl. mehrmaliges Drücken der Escape-Taste. Wenn dann wieder das
- Modem angesteckt wird, achten Sie darauf, daß dieses unter Umständen noch
- nicht initialisiert ist! Abhilfe schafft ein kurzer Gang in den MicroTerm
- (2mal Amiga-T eingeben).
-
-
-
-
-
-
- 7. Die Standard-Bretter
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Phobos verwaltet viele Texte, die bei anderen Mailbox-Programmen vom CLI aus
- mit einem zusätzlichen Editor geschrieben werden müssen, durch sein eigenes
- Text-System in den vier Standard-Brettern. Diese müssen exakt so benannt
- sein wie unten gezeigt. Das Einrichten ist jedoch bei Ihrer Phobos-Version
- geschehen, so daß Sie nur noch über deren Funktion bescheid wissen müssen.
- In der Regel werden die sich in diesen Bretter befindlichen Texte als
- Information während der Loginzeit ausgegeben. Dabei ist es kaum von
- Interesse wann oder von wem der Text geschrieben wurde. Daher sollte stets
- der Textkopf mit Hilfe des Brett-Editors ausgeschaltet werden. Andererseits
- bietet sich die Verwendung von programmierbaren Texten geradezu an. Diese
- haben die Eigenschaft, daß in ihnen eine Art von Variablen verwendet und an
- die Ausgabe von Textteilen Bedingungen geknüpft werden können. Weiteres
- lesen Sie bitte unter "Programmierbare Texte"!
-
-
- 7.1. "Hilfstexte"
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Hier werden alle für den Online-Betrieb notwendigen Hilfstexte abgelegt.
- Normalerweise sind dies die Beschreibungen der Mailbox-Befehle. Sie können
- sie aber auch beliebig erweitern oder verändern. Sie werden durch den
- Befehl "HILFE" gefolgt von einem Suchschlüssel (Abkürzung der zu suchenden
- Hilfe) ab Userlevel 0 aufgerufen. Ein leeres Argument wird dabei durch
- "HILFE" ersetzt. Die Hilfstexte müssen so geschrieben sein, daß der Betreff
- den Inhalt der Hilfe in Großbuchstaben angibt. Dies könnten z.B. die
- Befehlsnamen sein, die im eigentlichen Text dann erklärt werden.
-
-
- 7.2. "Systemtexte"
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Die hier enthaltenen Texte werden, mit einem bestimmten Betreff versehen, an
- bestimmten Stellen während einer Sitzung ausgegeben:
-
- Betreff Ausgabe
-
- ADRESSE wenn ein Postfach eingerichtet wird
- BEGRUESSUNG als erstes nach der Namenseingabe
- BRETTINHALT durch Befehl "BRETT *" im Hauptmenü
- BR:<Oberbrett> durch Befehl "BRETT *" in einem Oberbrett
- LOGOFF nach dem Logoff-Befehl, vor dem Auflegen
- NETZ durch Befehl "NETZ"
- OPERATOR durch den Operator-Ruf
- POSTKASTEN bei Überprüfung des Postkastens auf neue Nachrichten
- TITELBILD für User mit Level kleiner 2 nach der Begrüßung
- BAUDRATE wenn ein CONNECT kleiner der mind. Baudrate erfolgt ist
- KEIN UPLOAD beim Versuch eines Upload bei fast voller Festplatte
- PRIVAT Beim Loginversuch eines GASTes in eine privaten Port
-
-
- 7.3. "Logintexte"
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Das Brett enthält alle Logintexte. Seine Anwahl ist auch Voraussetzung für
- den gleichnamigen Befehl. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der
- Befehlsbeschreibung.
-
-
- 7.4. "Sprueche"
- ~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Dieses Standard-Brett nimmt, wie der Name schon sagt, grob gesagt, Sprüche
- auf. Kurz vor Überprüfung des Postkastens wählt das Programm einen Text aus
- diesem Brett per Zufall aus und stellt ihn dar. Sind weniger als 10 Texte
- enthalten, so wird manchmal keiner ausgegeben werden, damit sich kein Spruch
- statistisch nach weniger als 10 Logins wiederholt.
- Das "Sprueche"-Brett sollte zum Lesen durch einen Mindest-Level von 9
- gesperrt werden, sonst hat die Ausgabe während der Login-Phase keinen Sinn.
- Der Schreiblevel kann runtergesetzt werden, wenn User selbst neue Sprüche
- eingeben wollen.
-
-
- 7.5. "Netzmuell"
- ~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Hier schreibt Phobos alle doppelten Nachrichten hinein, die über ein Netz im
- UNet-Format reinkommen. Ein Text wird dann als doppelt erkannt, wenn er
- bereits unter demselben User und demselben Brett abgespeichert ist.
- Zusätzlich wird die "Orig. Zeit" überprüft. Trifft das alles zu, so wird
- die Nachricht nicht weitersortiert und stattdessen in dieses Brett mit
- vollständigem Textkopf geschrieben, so daß evtl. am Pfad erkannt werden
- kann, welche Mailbox die Nachricht falsch weitergeroutet hat.
-
-
- 7.6. "Zermuell"
- ~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Ähnliches gilt hierfür im Falle des Zerberus-Netzes. Allerdings werden hier
- alle von Phobos beanstandeten Texte im original Zerberus-Format in einem
- File gespeichert. Der Filekommentar bekommt dann die Art der Fehlermeldung.
- Der erzeugte Filename endet mit ".TXT". Sie können sich einen Pseudo-Packer
- in PhobosPref mit dieser Endung einstellen. Wenn Sie das Feld Inhalt so
- füllen, daß der Text ohne Änderungen ausgegeben wird (ähnlich Type-Befehl im
- CLI), dann kann der entsprechende Zerberus-Text mit "I" für Inhalt gelesen
- werden. Die Filenamen selbst haben keine besondere Bedeutung. Die ersten 8
- Ziffern stellen die Interne Darstellung der aktuellen Zeit von Phobos in
- Hexadizimaler Schreibweise dar. Wenn innerhalb einer Sekunde mehrere
- Mülltexte anfallen, so erhöht sich die nachfolgende Zahl um 1.
- Zerberus-Texte können aus den verschiedensten Gründen von Phobos in dieses
- Brett sortiert werden. Z.B. tritt dies ein, wenn eine 2 Nachrichten mit
- derselben Msg-ID ankommen. Nach der Zerberus-Definition ist dann davon
- auszugehen, daß derselbe Text das 2te mal angekommen ist, was auf einen
- Fehler irgendwo im Netz schließen läßt.
-
- Wichtig:
-
- * Das Brett darf nicht als Netzbrett markiert sein, also kein Verteiler und
- das Feld [ ] muß leer sein.
-
- * Es muß ein File-Dir eingerichtet sein, damit dort die beanstandeten Texte
- abgeladen werden können.
-
- * Achten Sie darauf, daß dieses Brett nicht zu voll wird! Eine Aktualisierung
- von mehr als 200 FIles kann sehr lange dauern.
-
-
- 7.7. "MAPS-Hilfstexte"
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Phobos verfügt ab Version 3,8 über eigene MAPS-Funktionen. Hier kommen alle
- dazu passenden Hilfstexte hinein. Diese können dann von anderen Sysops, die
- bei Ihnen pollen, oder die Sie Serven empfangen werden. Dazu müssen diese
- einen Brief per Zerberus-Netztransfer an den Pseudo-User MAPS in Ihrer Box
- schicken. Der Betreff muß "HILFE <Muster>" lauten. Dann erhält die andere
- Box alle Hilfstexte aus diesem Brett, deren Betreffs auf dieses Muster
- passen. Wird kein Muster angegeben, so verwendet Phobos den Joker "*", der
- auf alle Betreffs paßt. D.h. in diesem Fall erhält der Sysop alle Texte
- dieses Brettes.
-
- Der eingestellte Textkopf spielt hier keine Rolle, da nur der Textkörper
- versendet wird.
-
-
-
-
-
-
- 8. Programmierbare Texte
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
- Die programmierbaren Texte, auch Spezialtexte genannt, sind eine Spezialität
- von Phobos. Damit kann man Texte in ganz besonderer Form gestalten. So
- kann in einen Text z.B. die aktuelle Zeit eingebaut werden, die bei jedem
- Lesen des Textes vom Programm selbst eingesetzt wird. Man kann auch den
- User, der den Text liest persönlich anreden oder Textteile nur dann ausgeben
- wenn eine bestimmte Bedingung erfüllt ist.
- Will man einen solchen Text schreiben, so muß man mindestens Level 8 haben
- und bei der Betreffeingabe ein "*" an den Anfang setzen, das allerdings
- nicht im Inhaltsverzeichnis erscheint.Eine "spezielle" Text-Zeile wird mit
- einem "#" eingeleitet. Darauf folgt ein Zeichen. Ist es eine Zahl, so wird
- der darauffolgende Text der Zeile nur bei entsprechendem Level ausgeben.
-
- Beispiel:
-
- #0Du bist Gast!
- #9Du bist Sysop!
- Diesen ganz normalen Text kann jeder User lesen...
-
- Weiterhin existieren folgende "Variablen":
-
- Variable Bedeutung
-
- A Nummer des aktiven Ports
- B Baudrate des CONNECTs
- G angefallen Telefongeühren des Logins
- U Aktueller Username
- V Vorname des Users
- O Aktuelle Loginzeit
- P Gesamtanzahl Briefe im Postkasten des Users
- T Zeit
- D Datum
- L Level des Users
- P Anzahl Briefe im Postkasten
- W Warten auf eine Taste
- X Gesamtanzahl von Logins der Mailbox auf jeweiligem Port
- Y Bisherige Anzahl Logins des Users
- l Bildschirm löschen
- p Anzahl neuer Briefe im Postkasten
- u Uploads bei diesem Login
- r Zufallszahl von 0 bis 9
- x Anzahl Logins an diesem Tag
-
- Diese Variablen kann man in den Text, angeführt von einem "`" (ein
- umgekehrter Apostroph), verwenden. Aber Bitte das "# " am Anfang der Zeile
- nie vergessen!
-
- Beispiel:
-
- # Dein Name ist: `U
-
- Ausgabe kann z.B. sein:
-
- Dein Name ist: SYSOP
-
- Ebenfalls lassen sich einfache Bedingungen für die Ausgabe des weiteren
- Textes setzen. Sie werden am Anfang der Zeile durch ein "#?" eingeleitet.
- Darauf folgt eine Variable und zwei vierstellige Zahlen, die mit einem "-"
- verbunden werden.
-
- Format:
-
- #?Vaaaa-bbbb
-
- Das Programm prüft nun beim Lesen des Textes, ob sich der Wert der Variablen
- ("V") innerhalb des von aaaa und bbbb begrenzten Intervalls befinden. Damit
- lassen sich komplette IF..ELSE..ENDIF - Konstruktionen bilden.
-
- Beispiel:
-
- #?A0001-0007 ; * IF
- Du bist in einem Nebenport!
- #e ; * ELSE
- Du bist im Mainport!
- #! ; * ENDIF
-
- Die ELSE-Komponente kann natürlich auch weggelassen werden:
-
- #?A0001-0007 ; * IF
- Du bist in einem Nebenport!
- #! ; * ENDIF
-
- Diese Konstruktion läßt sich auch verschachteln:
-
- #?L0000-0008
- #?P0010-9999
- Du bist User und hast 10 oder mehr Briefe!
- #!
- #e
- #?P0010-9999
- Du hast zwar sehr viele Briefe, aber Du bist Sysop.
- #!
- #!
-
- Wenn eine Variable einen String ergibt, so wird dessen Wert wie bei der
- VAL()-Funktion in Basic berechnet. Bei der Zeit z.B. würde man die
- Stunden-Zahl seit Mitternacht erhalten.
-
- Beispiel:
-
- #?T0004-0006
- Es ist 4, 5 oder 6 Uhr
- #!
-
- Diese Art von Texten kann sehr gut für die System-Texte verwandt werden,
- z.B. als Logoff-Text:
-
- # Ciao, `U
- # Du hattest heute `u Uploads!
- #?u0000-0000
- Schäm Dich !
- #!
-
- Das "Schäm Dich" wird nur ausgegeben, wenn der User keinen einzigen Text
- geschrieben hat. Achten Sie dabei auf das Leerzeichen nach dem "#" am
- Anfang der Zeile! Es bedeutet, daß kein Befehl oder ähnliches in dieser
- Zeile ausgeführt werden soll, sondern lediglich Variablen verwendet werden.
- Es existiert ebenfalls eine Befehlszeile, die eine Pause von einer Sekunde
- einbaut:
-
- Ich warte jetzt eine Sekunde...
- #P
- OK, Sekunde vorüber
-
- In der Praxis werden lediglich Baudrate/10 NULL-Codes ( CHR$(0) ) ausgeben,
- diese werden aber leider von MNP-Modems gepackt, so daß diese eine Sekunde
- nicht unbedingt zutrifft.
-
-
-
-
-
-
- 9. Editoren
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- 9.1. Bretteditor für Konsole
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Phobos besitzt einen sehr komfortablen Brett-Editor für die Bedienung durch
- den Sysop. Er wird wie der Usereditor über Menü gestartet. Geschieht dies
- bei aktiviertem Brett, so werden dessen Daten, ansonsten die des im Alphabet
- zuerst stehenden Brettes, angezeigt.
-
-
- 9.1.1. Einträge
- ~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Brettname
-
- Der Brettname darf alle Textzeichen enthalten, außer Umlauten, da diese
- nicht unbedingt jedem User zur Verfügung stehen. Den Brettnamen NIE ganz
- selbständig löschen!! Damit wäre das Brett zwar scheinbar gelöscht, jedoch
- nicht die darin enthaltenen Texte! Info
- Der hier eingetragene Text wird am Ende des INHALT-Befehls als kurze
- Brettinformation angezeigt.
-
- Verwalter
-
- Für jedes Brett läßt sich ein User als Verwalter einrichten. Dieser muß
- mindestens Level 5 haben und kann dann beliebige Texte aus dem Brett
- löschen, was sonst nur dem Sysop oder den Absendern der Texte vorbehalten
- ist. Außerdem kann er für das Brett den Online-Brett-Editor mit dem Befehl
- "ED BRETT" aufrufen.
-
- Lesen/Schreiben ab Level
-
- Diese Felder nehmen einen Mindestlevel im Bereich von 0 bis 9 auf, ab dem
- User Schreib- bzw. Lesezugriff auf das Brett bekommen. Siehe auch unten
- "Zugriffe".
-
- Verteiler
-
- Soll das Brett lokal verwaltet werden so tragen Sie hier nichts ein,
- ansonsten bestimmt der Verteiler, mit welchen Mailboxen das Brett vernetzt
- wird. Die Art des Verteilers wird durch das kleine Gadget rechts neben dem
- Textfeld bestimmt:
-
- 1. [ ] (leeres Feld)
-
- Das Brett wird nach UNet-Standard vernetzt. Dabei werden alle Boxen, die
- das Brett erhalten sollen, mit Namen eingetragen. Ein Komma dient als
- Trennung. Soll es mit allen über Netz angeschlossenen Boxen verbunden
- werden, so kann auch einfach "ALL" geschrieben werden.
-
- Beispiele:
-
- MOONBASE,PICCADILLY,SUNSHINE oder ALL
-
- 2. [!]
-
- Das Brett wird nach UNet-Standard vernetzt, es wird jedoch ein erweiterter
- (extended) Verteiler benutzt. Dieser ist notwendig, wennSie mehrere Netze
- nach UNet-Standard fahren wollen, aber unterschiedliche Verteiler haben. Er
- hat folgenden Aufbau:
-
- |<Netzname>:<normaler Verteiler (s.o.)>
-
- Für jedes Netz kann ein weiterer Eintrag angehangen werden.
-
- Beispiel:
-
- |VOYAGE:ALL|CONNEX:BOXA,BOXB
-
- Siehe dazu genaueres im PhobosPref unter "Netz"
-
- 3. [Z]
-
- Das Brett wird nach Zerberus-Standard vernetzt. Der Verteiler hat das
- Format:
-
- <Boxen><Zerberus-Brettname>
-
- "Boxen" sind die Namen aller direkt angeschlossenen Mailboxen, die das Brett
- erhalten sollen (Trennung durch Komma). <Zerberus-Brettname> ist der Name,
- der im Zereberus- Netz verwandt wird. Er beginnt grundsätzlich mit einem
- "/".
-
- Beispiel:
-
- MOONBASE,TRON/Z-NETZ/RECHNER/IBM/BINAER
-
- File-Dir
-
- Soll das Brett neben Texten auch Binär-Daten (Files) enthalten, so muß hier
- der Name eines Directories eingesetzt werden, das als Ablage dient.
- Existiert dieses bereits, so erscheinen automatisch alle darin enthaltenen
- Files auch in dem Brett. Andernfalls wird es nach einer Sicherheitsabfrage
- eingerichtet und ist demnach zu Beginn leer. Verwechseln Sie dieses
- Directory nicht mit den Pfaden die Sie im PhobosPref unter "Speicher"
- eingeben!
-
- Oberbrett
-
- Phobos verfügt über ein Unterbrettersystem, ähnlich dem des AmigaDOS. D.h.
- Sie können in einem Brett wiederum andere Bretter einrichten. Das Oberbrett
- ist das Brett in dem das bearbeitete Brett liegen soll. Normalerweise liegt
- es im Hauptmenü. Wollen Sie es aber woanders einordnen, dann klicken Sie
- auf das Gadget und ein Requester erscheint mit dem Sie das Oberbrett
- auswählen können. Soll es wie zu Anfang im Hauptmenü verwaltet werden, so
- wählen Sie "Keines" an.
- Prinzipiell hat ein Oberbrett alle Funktionen wie jedes andere auch.
- Ähnlich wie im Dos, wo jedes Verzeichnis sowohl Files als auch weitere
- Diectories verwalten kann, ist auch ein Oberbrett in der Lage Texte zu
- verwalten. Um die Übersichtlichkeit Ihrer Mailbox jedoch zu erhalten
- sollten Sie darauf verzichten. Setzen Sie dort den Level zum Schreiben auf
- 9 und schreiben dort auch selbst keine Texte hinein. Ist dies der Fall dann
- behandelt Phobos den Befehl "INHALT" wie "BRETT", d.h. genauso wie im
- Hauptmenü. Wählt der User dieses Oberbrett an, dann erhält er nicht die
- Liste der neuen Texte sondern die Tabelle der Bretter mit neuen Nachrichten.
- Wie für das Hauptmenü kann man einen Systemtext (siehe Kanpitel
- "Standard-Bretter") einen Brettinhalt schreiben der bei "BRETT *" ausgegeben
- wird. Das Unterbrettersystem unterstützt nicht nur die Ordnung Ihrer
- Mailboxtexte, es vereinfacht auch den Zugriff der User auf bestimmte
- Brettergruppen. Wird der Zugriff auf ein Oberbrett mittels Level o.ä.
- gesperrt so sind auch alle Unterbretter unabhängig von deren Einstellung
- nicht erreichbar.
-
- Beispiel: Netzbretter
-
- Wenn Sie nur bestimmten Usern Zugriff auf ein Netz geben wollen, dann
- gruppieren Sie diese in ein Oberbrett welches mit den Levels 9 zunächst
- gesperrt wird. Die eigentlichen Netzbretter sollten dann für jeden Level
- erreichbar sein. Tragen Sie nun die Usergruppe, die das Netz benutzen darf,
- mit "Zugriff" über den Bretteditor ein. Diese haben dann auch automatisch
- Zugriff auf die Unterbretter, die ja selbst keine Beschränkung haben.
-
- Die Bretter dürfen beliebig weit verschachtelt werden, achten Sie jedoch
- darauf, daß kein Oberbrett angewählt wird, das bereits ein Unterbrett ist,
- so daß im Prinzip jedes Ober- und Unterbrett des anderen wäre. Wenn das
- passiert, dann müssen Sie derzeit mit einem Absturz rechnen, da Phobos
- versucht daraus einen Baum zu erstellen, der sich rekursiv in einer
- Endlosschleife verfängt. Es ist einfacher als es klingt, und auch recht
- logisch, so daß diese Warnung mehr als Fehlererklärung dient wenn es
- passiert ist.
-
-
- Textkopf
-
- Hier können Sie zwischen drei Textköpfen wählen. "Keiner" wird vor allem
- bei System-Texten verwandt, der "Diskussions"-Kopf bei Brettern die einen
- kurzen, kompakten Textkopf sinnvoll machen.
-
- Ansi-Texte
-
- Steht hier ein "Ja", so können in dieses Brett Ansi-Texte geschrieben
- werden. Diese unterscheiden sich von den üblichen dadurch, daß bestimmte
- Codes, z.B. zur Änderung der Schrift verwandt werden. Prinzipiell dürfen
- es beliebige Zeichen sein, die beim Lesen auch wieder unverändert ausgegeben
- werden. Umlaute werden ebenfalls nicht auf die Einstellung des jeweiligen
- Users angepaßt!
-
- Texte, Textalter, Speicher
-
- Diese drei Felder werden von dem Autoeditor als Kriterium zum Löschen von
- Nachrichten ausgewertet. "Texte" gibt an, wieviele Einträge das Brett
- maximal verwalten soll. "Textalter" bestimmt das maximale Alter in Tagen
- gerechnet und "Speicher" den maximalen Speicherverbrauch der gesamten
- Einträge. Lesen Sie dazu bitte auch unter "Autoeditor" weiter!
-
-
- 9.1.2. Gadgets
- ~~~~~~~~~~~~~~
-
- Neues Brett
-
- Gibt Ihnen einen leeren Datensatz zum Einrichten eines neuen Brettes vor.
- Diesen kann nun beliebig, nach den oben beschriebenen Regeln, eingestellt
- werden.
-
- Brett raus
-
- Löscht nach einer Sicherheitsabfrage das Brett und markiert die darin
- enthaltenen Texte zum Löschen.
-
- a) << b) Neuaufbau c) >>
-
- Die eingestellten Daten werden überprüft und übernommen. Daraufhin wird a)
- das letzte, b) dasselbe oder c) das nächste Brett editiert, bzw. angezeigt.
-
- Wahl
-
- Mit einem Mausklick auf dieses Feld erhalten Sie eine Liste aller bereits
- eingetragenen Bretter. Über einen weiteren Klick mit der Maus kann ein
- Brett zur Editierung ausgewählt werden. Ansonsten werden vorher dieselben
- Funktionen wie z.B. bei "Neuaufbau" ausgeführt.
-
- Zugriffe
-
- Jedem User kann zusätzlich zum Mindestlevel-Kriterium auch speziell ein
- Lese- und/oder Schreibzugriff gegeben werden. Dazu bekommen Sie eine Liste
- aller User. Ein "L", links neben dem Namen, bedeutet zusätzlichen
- Lesezugriff, ein "S" entsprechend Schreibzugriff. Die Einstellung kann mit
- der Maus durch evtl. mehrmalige Wahl gesetzt werden. Damit lassen sich
- sogenannte geschlossene "Usergruppen" erstellen, die einzig Zugriff auf das
- Brett haben. Andere User bekommen es dann nicht einmal zu sehen. Achten
- Sie darauf, daß jeder User auch durch seinen Level Zugriff bekommen kann,
- daher sollten beide Mindestlevel auf 9 (Sysop) stehen.
-
-
- 9.2. Bretteditor für Fernwartung
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Er wird mit dem Befehl "ED BRETT" ab Level 5 von Verwaltern, oder allgemein
- ab Level 8 (Cosysop) aufgerufen. Er unterscheidet sich in seiner Funktion
- nicht im Besonderen vom Editor für die Konsole. Jedoch kann immer nur das
- angewählte Brett editiert werden, und die Zugriffe müssen über den
- entsprechenden Befehl gesetzt werden. Die Angabe eines Pfadnamens für Files
- ist nur dem Sysop (Level 9) erlaubt.
-
-
- 9.3. Usereditor für Konsole
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Starten Sie den Usereditor im Wartezustand oder während einer Befehlseingabe
- mit AMIGA-U ! Hat sich gerade ein User eingeloggt, dann bekommen Sie zuerst
- dessen Daten vorgelegt,
-
-
- 9.3.1. Einträge
- ~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Username
-
- Der Username darf nur Buchstaben, Zahlen, Leerzeichen Bindestriche und
- Punkte enthalten.
-
- Passwort
-
- Für das Passwort gilt dasselbe wie bei "Username". Normalerweise wird
- dieses jedoch nicht angezeigt, um evtl. beisitzenden Personen im Raum keine
- Möglichkeit zu geben, sich Passwörter anderer User zu merken. Über das Menü
- kann jedoch bei "Passwörter zeigen" dieses Feature angestellt werden.
-
- Letzt.Login
-
- Hier steht die Zeit des letzten Logins des Users.
-
- Bezugszeit
-
- Die Bezugszeit ist meist mit dem "Letzten Login" gleich, es sei denn der
- User benutzte beim Logoff den Befehl "ENDE NEU" oder "LOGOFF NEU". Sie wird
- für die Bestimmung der neuen Texte herangezogen.
-
- Eintritt
-
- Der Zeitpunkt an dem der User in das System eingetragen wurde.
-
- neues PW
-
- Die Zeit an der das letzte mal das Passwort geändert wurde.
-
- ges.LogZeit
-
- Die gesamte Loginzeit des Users in der Mailbox zusammengerechnet.
-
- max.LogZeit
-
- Die maximale Dauer eines Logins für den User. Wird diese überschritten, so
- wird er zwangsweise ausgeloggt. Wird hier "0:00:00" eingetragen, so benutzt
- das Programm die im PhobosPref eingestellte, levelabhängige maximale
- Loginzeit.
-
- Level
-
- Der Userlevel. Er bestimmt, welche Befehle zur Verfügung stehen und welche
- Bretter angewählt werden können.
-
- Logins
-
- Die Anzahl der bereits erfolgten Logins in die Mailbox.
-
- Fr.Down
-
- Die Anzahl der noch freien Downloads.
-
- Ratio
-
- Die Erhöhung der freien Downloads pro Upload. Eine "0" hat zur Folge, daß
- keine Überprüfung der freien Downloads stattfindet.
-
- Max.Briefe
-
- An dieser Stelle wird die maximal zu verwaltende Anzahl von Briefen im
- Postfach festgelegt. Ist es überfüllt, so löscht der Usereditor
- eigenständig alle überzähligen Files. Eine Zahl von "0" steht für keine
- Begrenzung.
-
-
- 9.3.2. Gadgets
- ~~~~~~~~~~~~~~
-
- Neuer User
-
- Gibt Ihnen einen leeren Datensatz zum Einrichten eines neuen Users vor.
- Diesen kann nun beliebig, nach den oben beschriebenen Regeln, eingestellt
- werden.
-
- User raus
-
- Löscht den User und seine noch verbliebene Post nach einer
- Sicherheitsabfrage.
-
- a) << , b) Neuaufbau , c) >>
-
- Die eingestellten Daten werden überprüft und übernommen. Daraufhin wird a)
- der vorige, b) derselbe oder c) der nächste User editiert, bzw. angezeigt.
-
- Adresse
-
- Es öffnet sich oben rechts ein weiteres Fenster. Es enthält alle Angaben
- über die Adresse des Users. Verändern Sie die Daten nach Belieben! Mit
- "OK" werden sie für den User gesichert.
-
- Wahl
-
- Mit einem Mausklick auf dieses Feld erhalten Sie eine Liste aller bereits
- eingetragenen User. Über einen weiteren Klick mit der Maus kann ein User
- zur Editierung ausgewählt werden. Ansonsten werden vorher dieselben
- Funktionen wie z.B. bei "Neuaufbau" ausgeführt.
-
-
- Zugriffe
-
- Diese Funktion ist das Gegenstück zu der im Bretteditor. Allerdings wird
- hier dem zu editierenden User Zugriff auf die jeweiligen Bretter gegeben.
-
-
- 9.4. Usereditor für Fernwartung
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Dieser Usereditor kann nur über den Befehl "USER" aufgerufen werden. Er
- kann von außen über jedes Terminal mit VT100- oder ANSI-Emulation über die
- Tastatur bedient werden. Benutzen Sie ihn nie selbst vom Computer aus, es
- sei denn Sie wollen, daß der sich in der Box befindliche User den
- Editiervorgang mitverfolgt. Die einstellbaren Daten entsprechen mit
- Ausnahme der Adresse denen des Editors für die Konsole.
-
- Zunächst erhalten Sie eine alphabetisch sortierte Liste aller eingetragenen
- User samt Identifizierungsnummer. Geben Sie den Namen oder die Nummer des
- Users (Abkürzung genügt), dessen Daten editiert werden sollen, ein.
- Nun werden alle relevanten Daten des Users angezeigt und es erscheint oben
- ein Balken, der mit den Cursor-Tasten rauf- und runterbewegt werden kann.
- Drücken Sie die RETURN-Taste um die entsprechenden Werte zu ändern! Zu
- beachten ist, daß Username und Passwort groß geschrieben werden und außer
- Buchstaben und Zahlen nur Leerzeichen, Punkte oder Bindestriche enthalten
- sein dürfen. Das Feld für den Kontostand wird derzeit nicht vom Programm
- benutzt. Beendet wird der Editiervorgang indem der Balken unten aus den
- Eingabefeldern hinausbewegt wird und ein "S" für Speichern oder ein "A" für
- Abbruch eingegeben wird.
-
-
- 9.5. Netzeditor für Konsole
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Zur Zeit existiert lediglich ein von der Konsole aus steuerbarer Netzeditor.
- Die Gadgetreihen im unteren Teil des Editorfensters sind fast dieselben wie
- beim Bretteditor. Sie benötigen keiner weiteren Erläuterung. Auch hier
- können für Netzboxen spezielle Zugriffe auf Bretter vergeben werden wie bei
- Usern. Rechts neben dem Boxnamen sehen Sie die Datensatznummer, unter der
- die Daten abgespeichert wurden. Aber nun die Eingabefelder im Einzelnen:
-
- Boxname
-
- Der Name der Mailbox. Er kann bis zu 8 Zeichen lang sein und darf keine
- Sonderzeichen enthalten. Hier muß jede Mailbox im Netz eingetragen werden!
- Anwahlbox
- Besteht eine direkte Pollverbindung zwischen der einzustellenden und Ihrer
- Mailbox (handelt es sich also um eine "direkt angeschlossene Mailbox"), so
- wird hier dasselbe wie bei "Boxname" eingetragen. Anderenfalls muß hier der
- Name der Mailbox angegeben werden, an die die Mail zuerst gesendet wird bis
- sie am Ziel anlangt. Wenn also Sie z.B. nur einen Server haben, so wird
- hier immer dessen Mailboxname eingetragen.
-
- Passwort
-
- Das vereinbarte Passwort. Dies ist immer bei einer direkt angeschlossenen
- Mailbox nötig, um einen Netztransfer zu ermöglichen. Es muß mit dem unter
- den (beiden) Mailboxen abgesprochen sein.
- Außerdem wird ein Passwort benötigt, wenn Sie eine Eilmail-Strecke
- aufbauen wollen. Dazu wird ein Passowort, zusammen mit den anderen Daten,
- vereinbart. Eilmails dienen dem direkten Versenden von Netzdaten nach dem
- Logoff eines Users. Diese sind in der Regel kostenpflichtig. Die Höhe der
- Kosten kann der Sysop in den Eingabefeldern "Eilmail-Kosten..." (s.u.)
- einstellen.
- Wurde hier ein Passwort eingetragen, so müssen auch alle anderen Felder
- gefüllt werden! Andernfalls genügen die ersten beiden (siehe oben).
-
- Packer
-
- Der Name des gewünschten Packers. Dies nur für das zu versendende File.
- Phobos erkennt alle empfangenen Netzpuffer an den ersten Bytes des Archivs.
- Die Einstellungen dazu müssen im PhobosPref unter Packer/Automatische
- Packererkennung eingegeben werden. Wird kein Packer gewünscht, so kann das
- Feld auch leer gelassen werden.
-
- Protokoll
-
- Das vereinbarte Übertragungsprotokoll. Das übliche ist ZModem, es können
- auch auch alle im PhobosPref unter Protokolle eingestellten benutzt werden.
-
- Telefonnr.
-
- Die Telefonnummer der Mailbox (ohne ATDP o.ä.).
-
- Modem-Init
-
- Ein Initialisierungskommando (inkl. AT) an das Modem, das jeweils vor der
- Anwahl beim Netztransfer gesendet wird.
-
- Puffer
-
- Der Name des Pufferfiles, unter dem Phobos die Netzdaten versenden soll.
- Der empfangene Filename der Partnerbox spielt keine Rolle.
-
- Archiv
-
- Wurde ein Packer eingestellt, so muß hier der Name des Archivs angegeben
- werden. Er muß unbedingt eine Endung mit einem Punkt "." besitzen, wie z.B.
- "PUFFER.ARC", da ansonsten die Packer eigenständig eine Endung anhängen und
- Phobos dann das File unter dem gewünschten Namen nicht wieder findet. Wie
- beim Puffernamen spielt der Archivname für empfangene Files keine Rolle.
-
- Baudrate
-
- Die gewünschte Baudrate für die Übertragung. Wurde im PhobosPref unter
- Modem die Baudrate auf "fest" gestellt, so hat diesen Feld keine Wirkung!
- Level
- Genauso wie User haben auch Netzboxen eigene Levels, so daß sie nur
- bestimmte Bretter bestellen können (siehe MAPS). Jede nicht angeschlossene
- Mailbox sollte Level 0 besitzen, da sie normalerweise keine Nachrichten in
- Bretter versendet. Dies reicht aus, um Eilmails an User absetzen zu können.
-
- ID-Check
-
- Die Überprüfung auf doppelte Nachrichten aus dem Netz (der sog. Dupe-Ceck),
- kann entweder brettbezogen oder global durchgeführt werden. Im ersten Fall
- erkennt Phobos nur die Nachrchten an, die sowohl dieselbe ID besitzen, als
- auch in demselben Brett einsrtiert werden sollen. Dies kann dann auftreten,
- wenn Points ein und dieselbe Nachricht in mehrer Bretter versenden, oder
- Nachrichten zwischen Brettern weitergeleitet werden und dabei keine neue ID
- erzeugt wird. Dies ist eigentlich nicht ganz im Sinne des Dupe-Checks wird
- aber in der Praxis benötigt.
- Zumindest in einem rein mit Phobos-Boxen betriebenen Netz kann der Check
- auf global gesetzt werden.
-
- Kopie Send. / Empf.
-
- Auf Wunsch können hier Kopien aller zu sendenden bzw. empfangenen
- Pufferfiles eingestellt werden. Die Kopien werden im Netzdirectory in den
- Verzeichnissen "Kopien_Senden" bzw. "Kopien_Empfangen" angelegt.
-
- Eilmail-Kosten: Einmalig / pro KByte
-
- Wurde mit der zu editierenden Mailbox ein Passwort vereinbart, so können an
- sie Eilmails versendet werden. Hier können dazu Kosten an User gestellt
- werden, die eine Eilmail abschicken möchten. Dies wird vom System beim
- Schreiben von Netzbriefen ggf. selbst vorgeschlagen, sofern der User
- zumindest die einmalig fälligen Gebühren von seinem Konto (siehe Usereditor)
- bezahlen kann. Damit kann er einen max. 1 KByte langen Text versenden.
- Für jedes weitere KByte muß er den Betrag, der im 2. Feld eingetragen wird
- bezahlen. Alle Einheiten beziehen sich auf Pfennig bzw. die Einheit die
- auch im Usereditor bei Konto verwendet wird.
-
-
-
-
-
-
- 10. Hilfstexte
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- 10.1. Befehle für User
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- ?
-
- Format :
-
- ?
-
- Gibt eine Liste aller zum aktuellen Userlevel verfügbaren Befehle aus. Es
- müssen zur korrekten Erkennung mindestens die großgeschriebenen bzw.
- hellen/farbigen Buchstaben eingegeben werden.
-
-
- ADRESSE
-
- Format :
-
- ADRESSE <Abk. Username>
-
- Gibt alle freigegeben Daten aller User, auf die die Abkürzung paßt, aus.
- Der Sysop bekommt alle Angaben zu sehen.
-
- oder
-
- ADRESSE *
-
- Wie oben, nur werden hier alle Userdaten durchsucht.
-
- oder
-
- ADRESSE
-
- Dient zum Editieren der eigenen Adresse. Steht am Anfang eines Eintrags
- ein '*' so wird diese Angabe für jeden User zur Abfrage freigegeben.
-
-
- Bemerkung :
-
- Dieser Befehl wird automatisch beim Neueintrag eines Users in die Box
- ausgeführt.
-
-
- ARCHIVIEREN
-
- Format :
-
- ARCHIVIEREN <TextNrn.>
-
- Mit ARCHIVIEREN können Sie beliebige Texte vor dem Löschen schützen. Die
- auf diese Weise markierten Texte werden durch ein "A" am Anfang jeder Zeile
- im Brettinhalt gekennzeichnet. Die Markierungen bleiben auch nach einem
- Logoff erhalten. Wiederholtes Archivieren löscht sie jedoch wieder.
- Mit diesem Befehl sollen insbesondere wichtige Texte gegen das
- automatische Löschen mit dem Autoeditor geschützt werden. Soll ein
- archivierter Text (oder File) gelöscht werden, so ist zuerst der Schutz zu
- entfernen!
-
-
- siehe auch :
-
- AUTOEDITOR
-
-
- BRETT
-
- Format :
-
- BRETT <Abk. Brettname>
-
- Wählt ein beliebiges Brett aus, auf dessen Namen die Abkürzung paßt.
- Welche Bretter angewählt werden können sehen Sie in der Liste, die Sie
- durch "BRETT *" bekommen.
- Es genügt ebenfalls nur den Brettnamen einzugeben, solange er mindestens
- vier Zeichen lang ist und nicht mit einem Befehl verwechselt werden kann.
-
- korrekte Beispiele :
-
- "BRETT ALLGEMEIN" oder "BRETT AL" oder "ALLG"
-
- aber nicht :
-
- "A"
-
- Letzteres würde mit den Befehlen "ARCHIVIEREN" oder "ADRESSE" verwechselt
- werden, es besitzt außerdem nur einen Buchstaben.
-
-
- oder
-
- BRETT
-
- Gibt alle Bretter mit neuen Nachrichten aus und geht in das Hauptmenü.
- Außerdem wird das Datum des letzten Eintrags und die möglichen Zugriffe
- (links) angezeigt. Ein 'l' steht für Lesezugriff, ein 's' für Schreib-
- zugriff und ein 'd' gibt an, ob dort auch Up/Download möglich sind.
-
- oder
-
- BRETT [Abk.]*
-
- Gibt alle für den User zugänglichen Bretter aus. Optional kann eine
- Abkürzung als Schablone für der Brettnamen verwendet werden. Die Ausgabe
- entspricht dem Format von 'BRETT' (s.o.)
-
- oder
-
- BRETT **
-
- Gibt alle sich im System befindlichen Bretter mit Zugriffsberechtigung in
- Form eines Baums aus, so daß die Bretterstruktur erkennbar ist.
-
- oder
-
- BRETT [Abk.]#
-
- Wie 'BRETT *', jedoch wird statt der Zugriffsmöglichkeiten die Nummer des
- Brettes angezeigt.
-
- oder
-
- [BRETT] > bzw. [BRETT] <
-
- Wählt das darauffolgende bzw. vorhergehende Brett mit Zugriff in der Liste
- an.
- Es reicht in diesem Fall lediglich das Argument "<" bzw. ">" einzugeben!
-
-
- oder
-
- [BRETT] + bzw. [BRETT] -
-
- Springt in das nächste bzw. vorhergehende Brett, das neue Nachrichten
- enthält. Vgl. "SCANNER"
- Wie bei "BRETT >" und "BRETT <" müssen Sie lediglich ein "+" oder ein "-"
- zur korrekten Befehlserkennung eingeben!
-
-
- oder
-
- BRETT NEU bzw. BRETT ALT
-
- Richtet ein neues Brett ein bzw. löscht ein altes.
-
-
- Bemerkung : Wird ein Brett oder Postfach angesprungen, so wird automatisch der
- Befehl 'INHALT' ausgeführt.
-
- siehe auch :
- SCANNER, INHALT
-
-
- BRIEF
-
- Format :
-
- BRIEF [Username]
-
- Versendet einen Brief an einen User. Wurde dessen Name nicht schon im
- Befehl eingegeben so wird nochmal danach gefragt. Ein Brief kann über ein
- Netz geschickt werden indem man hinter dem Namen ein ";" und die
- Mailboxkennung anhängt.
-
- oder
-
- BRIEF LEVEL <Nummern>
-
- Versendet einen Serienbrief an User mit einem bestimmten Level.
- "<Nummern>" darf ein beliebiger Zahlenausdruck (Bereich 1-9) wie bei dem
- Befehl "LESEN" sein.
-
-
- Beispiele :
-
- BRIEF HUGO
- BRIEF SYSOP;PHOBOS
-
-
- Siehe auch :
-
- LESEN
-
-
- Chat
-
- Ein Chat ist in diesem Fall ein Gespräch zwischen User und Sysop per
- Mailbox. Phobos unterstützt zwei Arten von Chats, die jeder User mit Hilfe
- des "SET"-Befehls wählen kann :
-
- a) Zeilenchat
-
- Beim Zeilenchat geben Sysop und User ihren Text getrennt ein, d.h. es kann
- immer nur einer der beiden tippen. Der Name des Redners (Username oder
- "Sysop") erscheint jeweils zu Beginn der Eingabeaufforderung. Dieser kann
- nun solange tippen, bis der User/Sysop <RETURN> drückt. Jeweils am Ende
- einer Zeile führt das Programm einen Wortumbruch durch und führt die
- Ausgabe in der nächsten Zeile weiter. Am Anfang der neuen Zeile wird dann
- jedoch nicht mehr der Name des Gesprächspartners sondern die aktuelle
- Loginzeit angezeigt.
- Grundsätzlich kann der Sysop den User mit der RETURN-Taste unterbrechen.
- Zusätzlich kann der "Zuhörer" sich durch Drücken der SPACE-Taste bemerkbar
- machen um dem Redner ein Zeichen zu geben. Dabei erhält der User einen
- Beep (wie bei der im SET eingschaltetem Eingabe-Beep) und der Bildschirm
- des Users blitzt auf.
- Sie beenden den Chat durch "."+<RETURN>
-
- Für diesen Chat genügt eine TTY-Emulation.
-
-
- b) Doublechat
-
- Dieser Chat ermöglicht die gleichzeitige Eingabe von User und Sysop. Dabei
- wird der Text des Sysops in der oberen und der des Users in der unteren
- Bildschirmhälfte (jeweils 10 Zeilen) dargestellt. Wie bei dem Zeilenchat
- führt das Programm am Ende jeder Zeile einen Wortumbruch aus. Wird das
- Ende der maximal 10 Zeilen erreicht, so wird der Inhalt um 5 Zeilen nach
- oben geschoben.
- Wird der Bildaufbau durch Übertragungsfehler auf der Seite des Users
- zerstört, so kann er durch Drücken von CTRL-A neu erstellt werden. Durch
- zweimaligen Druck der ESCAPE-Taste wird der Chat beendet.
-
- Für diesen Chat benötigen Sie eine VT100- oder ANSI-Emulation!
-
-
- Siehe auch :
-
- SET
-
-
- EDITIEREN
-
- Format :
-
- EDITIEREN <Text-Nr>
-
- Ermöglicht das Nachbearbeiten eines selbstgeschriebenen Textes. Man
- gelangt in den Texteditor in dem sich der alte Text, welcher zum Löschen
- markiert ist, bereits befindet. Beendet man sofort die Eingabe und
- "sendet" den Text, so erhält man eine Kopie des alten Textes. Um diesen
- aber für den nächsten Login zu retten kann dieser mit "LOESCHEN <Text-Nr>"
- wieder demarkiert werden.
-
- oder
-
- EDITIEREN POST
-
- Listet alle bereits verschickten, aber noch nicht vom Empfänger gelesenen
- Briefe auf und fragt, ob ein Text nochmals gelesen oder gelöscht werden
- soll.
-
- oder
-
- EDITIEREN BRETT
-
- Erlaubt dem Brettverwalter oder dem Sysop die Bretteinstellungen
- nachträglich zu verändern.
-
-
- Siehe auch :
-
- LOESCHEN
-
-
- ENDE
-
- Format :
-
- ENDE [NEU]
-
- Ist kein Brett angewählt so wird ein Logoff ausgeführt, ansonsten gelangt
- man hiermit wieder in das Hauptverzeichnis. Das Argument "NEU" hat nur im
- ersten Fall eine Bedeutung und verhindert das aktualisieren der Bezugszeit
- für neue Nachrichten. "ENDE NEU" wird auch ausgeführt wenn die Telefon-
- verbindung unterbrochen wurde.
-
- Siehe auch :
-
- LOGOFF
-
-
- EXTERN
-
- Format :
-
- EXTERN
-
- Die Mailbox listet alle installierten und für den Userlevel zugänglichen
- externe Programme auf. Dieses sind oft Spiele oder andere Hilfsprogramme,
- die aus dem Mailboxprogramm ausgelagert wurden. Geben Sie die
- entsprechende Kennummer an um es zu starten. Der Aufruf kann einen Moment
- lange dauern, da das Programm zuächst von Festplatte geladen und gestartet
- werden muß.
-
-
- GALACTIC EMPIRE
-
-
- Bedienungsanleitung GALACTIC EMPIRE
-
-
- Allgemeine Einführung :
-
- Galactic Empire ist ein Weltraumstrategiespiel für etwa 6 Spieler. Kriegs-
- schauplatz ist eine sich irgendwo im Weltall befindliche Galaxie, die aus 40 -
- 100 Sternen besteht. Ziel des Spiels ist es alle befeindeten Spieler
- auszuschalten bzw. in deren Einflußbereich möglichst weit zurückzudrängen.
- Dabei erweist es sich bei mehr als zwei Spielern als sinnvoll wenn zwei oder
- drei Parteien gebildet werden, die gemeinsam um die Herrschaft kämpfen. Hier
- wird in der Regel das Spiel durch die limitierte und vorher abgesprochene
- Anzahl von ca 50-120 Jahren, sprich Spielrunden, beendet.
- Jeder Teilnehmer besitzt zu Anfang einen Heimatstern, den er sich auf der
- Sternenkarte selbst aussuchen kann. Dieser besitzt bereits eine Industrie,
- die 5 Schiffe in einem Jahr produzieren kann, und eine bestimmte Anzahl
- Raumschiffe. Diese können zu sich in der Nähe befindlichen Sternen mit
- verschiedenen Aufträgen verschickt werden. Eine solche Reise darf bis zu 3
- Jahre dauern. Treffen sie am Ziel eine eigene Welt, so schließen sich die
- Raumer den eigenen an, andernfalls, wenn es ich um einen anderen Spieler oder
- um Piraten handelt, kommt es zum Kampf. Der Sieger daraus übernimmt die
- Herrschaft. Eine Ausnahme bildet der Auftrag seine Raumschiffe zur Verbündung
- zu verschicken. Dann nämlich werden sie automatisch dem Befehl des dort
- herrschenden Spielers unterstellt.
-
-
- Bedienung :
-
- a) Erstellen einer neuen Galaxie :
-
- Dies geschieht durch den Befehl GALACTIC EMPIRE NEU. Dann werden Sie
- (Sysop) aufgefordert die Jahre für Beginn des Spiels einzugeben. Dies
- kann eine beliebige Jahreszahl sein, z.B. 2100. Das Jahr hat für den
- Verlauf des Spiels keine Bedeutung. Danach folgt die Abfrage nach der
- Anzahl der Welten. Hier sollte man keinesfalls übertreiben, da sonst eine
- Galaxie zu groß wird und viel Zeit vergeht bis sich die Kontrahenten im
- Spielverlauf überhaupt treffen und es zu Kämpfen kommt. Bei 6 Spielern
- sind 60-80 Sterne sinnvoll. Daraufhin werden die Sterndaten initialisiert
- und nach Nummern sortiert, so daß später die Zahlen auf der Sternenkarte
- besser gefunden werden können.
-
- b) Sternenkarte lesen :
-
- Mit dem Befehl GALACTIC EMPIRE KARTE kann man sich die Sternenkarte
- ausgeben lassen. Diese sollte für den Spielverlauf ausgedruckt werden.
- Die Karte ist dann maßstabsgerecht, wenn man den Drucker auf Elite (96
- Spalten) und 8 LpI (Lines per Inch) einstellt.
-
- c) Spieldaten erfragen
-
- Der Befehl dazu heißt GALACTIC EMPIRE DATEN. Mit ihm werden in einer
- Tabelle die Sternendaten der letzten Runde ausgegeben. Die Daten bleiben
- solange gleich, bis die nächste Runde beginnt.
-
- d) Eingabe eines Zuges
-
- Der entsprechende Aufruf ist GALACTIC EMPIRE EINGABE und ist nur für die
- eingetragenen Mitspieler zugänglich. Zuerst wird die Datentabelle wie
- eben beschrieben nochmals ausgegeben, so daß sie während der Eingabe
- normalerweise ständig zu sehen ist. Es können so lange Züge gemacht
- werden bis der Spieler ein "X" drückt. Außerdem kann dieser Befehl
- beliebig oft aufgerufen werden. Bis der Spielleiter (Sysop) die nächste
- Auswertung startet bleiben die eingegebenen Züge und Daten erhalten.
- Jedoch können dann keine Eingaben mehr zurückgenommen werden.
-
-
- Die Eingabeschleife, die im folgenden beschrieben wird, kann durch Eingabe
- von 'X' beendet werden :
-
- 1. Eingabe von welchem Stern Raumschiffe verschickt werden sollen.
-
- Dies geschieht durch Eingabe der Nummer des gewünschten Sterns.
- Dieser muß existieren und in Besitz des Spielers sein. Will man
- nur eine Entfernung zwischen zwei Welten erfragen so muß man der
- Zahl ein '?' voranstellen, dabei darf jede beliebige Welt gewählt
- werden. Wird ein 'V' vorangestellt so wird die Flotte zur
- Verbündung mit dem Besitzer der Zielwelt gewählt. Dies geschieht
- immer, auch dann wenn der Herrscher sich während der Reise geändert
- hat! Mit 'L' kann der letzte Auftrag wieder storniert werden.
-
-
- 2. Einstellen der Zielwelt.
-
- Bedingung : Die Welt muß existieren und wenn Schiffe gesendet
- werden sollen darf die Reise nicht länger als 3 Jahre dauern.
-
-
- 3. Eingabe der Größe der Flotte.
-
- Die sich noch auf dem Stern befindlichen Raumer können hierdurch
- entgültig ihre Reise antreten. Statt der genauen Anzahl kann man
- auch 'A' für ALLE eingeben.
-
-
- e) Auswertung anfertigen
-
- Der Befehl heißt GALACTIC EMPIRE EXEC und ist nur dem Spielleiter (Sysop)
- zugänglich. Der Ablauf ist voll automatisch und nicht beeinflußbar.
-
- f) Anschauen der Auswertung
-
- Die Auswertung der letzten Runde erhält man durch den Befehl GALACTIC
- EMPIRE AUSWERTUNG. Diese kann sich jeder User beliebig oft ansehen.
-
- g) Sterne nachträglich verschieben
-
- Ist die generierte Karte ungünstig, so daß z.B. bestimmte Welten nicht
- wegen der maximalen 3-Jahres-Distanz erreichbar sind, so kann diese der
- Sysop nachträglich horizontal verschieben. Dazu dient der Befehl GALACTIC
- EMPIRE BEWEGEN. Geben Sie zuerst die Nummer des zu bewegenden Sterns ein
- und dann, um wieviel Zeichen dieser nach rechts zu verschieben ist. Dabei
- ist auch ein negativer Wert für Linksverschiebung zulässig. Es ist darauf
- zu achten, daß die Welt nicht links oder rechts über den Kartenrand
- hinwegbewegt wird. Außerdem darf sich nichts an der Reihenfolge der
- Welten ändern! Ansonsten kann es zu Programmfehlern kommen.
-
- h) Spiel beenden
-
- Sobald der Sysop den Befehl "GALACTIC EMPIRE QUIT" eingibt, wird eine
- Auswertung angefertigt, die Punktzahl der User gezählt und ausgegeben und
- das Spiel wird endgültig beendet. D.h. es können keine Züge mehr
- eingegeben werden, nur der Befehl "GALACTIC EMPIRE AUSWERTUNG"
- funktioniert noch!
-
-
- Bemerkung :
-
- Der Befehl "GALACTIC EMPIRE" kann einfach mit "G" abgekürzt werden. Für
- die Argumente genügen drei Buchstaben. Also reicht es z.B. "G KAR" und
- "G EIN" einzugeben.
-
-
- HILFE
-
- Format :
-
- HILFE <Abk.Hilfe>
-
- Gibt alle auf die Abkürzung passenden Nachrichten aus dem Brett
- "Hilfstexte" aus.
-
- oder
-
- HILFE *
-
- Gibt alle Hilfstexte aus.
-
- oder
-
- HILFE
-
- Gibt den Hilfstext "HILFE" aus.
-
-
- INFO
-
- Format :
-
- INFO
-
- Der Befehl "INFO" zeigt allgemeine Angaben und Statistiken zum angewählten
- Brett. Zusätzlich kann ein Text vom Sysop oder vom Brettverwalter in
- dieses Brett mit dem Betreff "-INFO-" geschrieben werden. Dieser wird dann
- ggf. nach Aufruf des "INFO"-Befehls mit ausgegeben.
-
-
- INHALT
-
- Format :
-
- INHALT <TextNrn.>
-
- Durchsucht das Inhaltsverzeichnis nach Texten mit den aufgeführten Nummern
- und gibt jeweils Informationen über Textnummer, Bytelänge, Absender, Zeit
- der Erstellung und den Betreff aus.
-
- oder
-
- INHALT
-
- Wie oben, nur werden hier alle neuen Texte ausgesondert und angezeigt.
-
-
- Ausnahmen :
-
- Ist kein Brett angewählt verhält sich dieser Befehl wie BRETT.
-
-
- KOMMENTAR
-
- Format :
-
- KOMMENTAR <Filenummer>
-
- Setzt nachträglich Kommentar und Absendernamen für ein File in einem
- Download-Brett. Nur für Sysops zugänglich. Derselbe Befehl wird auch nach
- jedem Upload durchgeführt.
-
-
- LESEN
-
- Liest einen Text aus einem angewählten Brett.
-
- Format :
-
- LESEN [Nr,] [Nr-,] [-Nr,] [Nr-Nr,]....
-
- Liest die durch die Nummern eingegebenen Texte.
-
- Beispiele :
-
- LESEN 4
- LESEN 1,2,3
- LESEN 5-
- LESEN -3,7-8
-
- oder
-
- LESEN *
-
- Liest alle Bretteinträge.
-
- oder
-
- LESEN
-
- Liest alle Neueinträge seit dem dem letzten Login, bzw. dem Bezugsdatum.
-
-
- oder
-
- LESEN MERKEN
-
- Liest alle Texte, die sich das Prg beim letzten Lesen von Texten "gemerkt"
- hat nocheinmal.
-
- oder
-
- LESEN <TxtNrn.>! bzw. LESEN MERKEN!
-
- Das "!" am Ende der beiden Befehle bewirkt, daß die normalerweise gelesenen
- Texte erst in ein File geschrieben werden und dann optional mit einem
- beliebigen Archivierungsprogramm gepackt werden. Diese werden dann mit dem
- eingstellten Übertragungsprotokoll gesendet. Enthält die Liste neben
- Texten auch Files, so werden diese, wenn es das Übertragungsprotokoll
- erlaubt, als separate Dateien mitversendet.
-
- Wird ein weiteres "!" angehängt, so führt das Programm zusätzlich noch
- einen Autologoff nach dem Transfer durch. Kurz vorher läuft ein Countdown
- von 10 Sekunden. Der Autologoff kann in der Zeit durch Drücken von "Z"
- verhindert werden. Mit einem Space kann der Countdown verkürzt werden, so
- daß sofort der Logoff folgt.
-
-
- Bemerkung :
-
- Der "!"-Operator ist auch am Ende des "SCANNER"-Befehls zulässig.
-
-
- Siehe auch :
-
- LESEN ALLGEMEIN,
- ENDE, LOGOFF, SCANNER
-
-
- LESEN allgemein
-
- Das Lesen von Texten geht weit über das einfache Darstellen des Textes hinaus.
- Zu unterscheiden sind Funktionen während und nach der Ausgabe.
-
- I.) Während des Lesens
-
- Es gibt insgesamt 4 Tastenkombinationen mit verschiedenen Auswirkungen:
-
- a) XOFF
- bewirkt das Anhalten der Textausgabe. Es ist in der Regel über die
- Tastenkombination CTRL-S (andere Darstellung : "^S") zu erreichen.
-
- b) XON
- setzt die Textausgabe, falls angehalten, wieder fort. XON
- entspricht normalerweise CTRL-Q bzw. "^Q".
-
- c) CAN
- führt zum Abbruch des Textes. Eine möglicherweise eingstellte
- Nonstop-Funktion wird dabei ausgeschaltet. Der übliche Code dafür
- ist CTRL-X bzw "^X".
-
- d) Skip
- Wie bei CAN, wird wird hier die Nonstop-Funktion eingeschaltet.
- Üblicher Code : CTRL-C bzw. "^C"
-
- Die Codes für die oben genannten Funktionen können im SETUP-MENÜ
- geändert werden. Außerdem gelten sie für praktisch alle längeren
- Textausgaben, sei es die Userliste, das Protokoll oder die List-Funk-
- tion im Texteditor.
-
-
- II.) Nach Ende eines Textes ohne Nonstop
-
- Jenachdem ob es sinnvoll oder zulässig ist hat der User folgende
- Möglichkeiten :
-
-
- (?)
- Gibt die abgekürzten Eingabemöglichkeiten in Wortform aus.
-
- (A)bbruch
- Wenn mehrere Texte gelesen werden sollen, so kann hiermit
- abgebrochen werden.
-
- (M)erken
- Mit dieser Funktion "merkt" sich das Programm diesen Text, so daß
- er mit "LESEN MERKEN" nocheinmal aufgeführt werden kann.
-
- (N)onstop
- schaltet diese interaktive Abfrage aus, so daß alle folgenden Texte
- durchgehend ausgegeben werden bis evtl. CTRL-X gedrückt wird.
-
- (T)hema markieren
- Insbesondere wenn viele Texte zu einem Thema vorhanden sind kann es
- sein, daß man genau diese Texte zu diesem Thema nicht mehr lesen
- will. Hierzu kann man ein Thema markieren. Das Programm erkennt
- dies an den Betreffs eines jeden Textes. Es können alle Texte
- richtig erkannt werden die mit der Funktion Kommentar geschrieben
- werden. Wurde der Betreff von einem User eigenständig umgeändert,
- so können diese nicht immer erkannt werden. Alle Markierungen ver-
- fallen sobald das Senden der Text-Reihe beendet wurde.
-
- (K)ommentar
- ermöglicht es zu einem Text einen Kommentar in dasselbe Brett zu
- schreiben. Bei der Betreffeingabe bekommt man als Vorgabe den
- alten Betreff mit einem "Re:" für Reply (Antwort). Diese kann man
- ändern oder, was der Normalfall sein sollte, einfach mit RETURN
- bestätigen.
- Wollen Sie, während Sie den Kommentar schreiben, noch einmal das
- Original lesen, so können Sie im Texteditor den Befehl ".c"
- eingeben!
-
- (B)rief
- schickt einen Brief an den Schreiber des Textes. Bis auf den
- Adressaten ist der Verlauf wie bei Kommentar. Mit der darauf-
- folgenden Abfrage kann das Löschen des alten Briefes veranlasst
- werden.
- Bzgl. des Original-Textes gilt dasselbe wie bei "Kommentar"
- (oben).
-
- (L)öschen
- Die eigene Post kann so gelöscht werden, auch wenn der gleichnamige
- Befehl aufgrund des Userlevels unter Umständen nicht erreichbar
- ist. Es erfolgt aber immer eine Sicherheitsabfrage.
-
- (+) nächstes Brett
- Werden Texte mit dem "SCANNER" gelesen, so kann hiermit zu den neuen
- Nachrichten im nächsten Brett übergewechselt werden.
-
- (D)ownload
- Ist der betreffende Eintrag ein File, so kann dieses hierüber mit
- Hilfe eines gesicherten Protokolls (siehe "SET") empfangen werden.
-
- (I)nhalt
- gibt den Inhalt eines gepackten Files aus.
-
-
- siehe auch :
- LESEN, SCANNER, HILFE, SET
-
-
- LEVEL
-
- Format :
-
- LEVEL <Username>
-
- Ändert den Userlevel eines Users. Co-Sysops können nur User mit einem
- Level von 1 bis 6 erreichen. Ebenfalls können sie ihnen keinen Level
- außerhalb dieses Bereiches geben.
-
- Achtung !
-
- Man sollte einem User nie Level 0 geben. Er erhält damit die Funktion eines
- Gastes. Daher ist die Funktion nur für erfahrene Sysops zu empfehlen.
-
-
- LOESCHEN
-
- LOESCHEN <TextNrn>[!]
-
- Dieser Befehl dient zum Löschen von Nachrichten. Sie werden allerdings
- vorerst nur mit einer Markierung, die man an dem "*" am Eintrag des Brett-
- inhaltes erkennt, versehen. Ist der Text bereits zum Löschen markiert, so
- wird diese wieder aufgehoben. Mit <TextNrn> können beliebige Bereiche
- entsprechend dem Befehl "LESEN" angesprochen werden.
- Optional kann dem Befehl ein "!" nachgehängt werden. Er bewirkt daß das
- Löschen aller markierten Nachrichten sofort ausgeführt wird.
-
-
- Beispiele :
-
- LOESCHEN 2
- LOESCHEN *
- LOESCHEN 10-100
- LOESCHEN !
- LOESCHEN 12!
-
- oder
-
- LOESCHEN X
-
- Löscht alle Textmarkierungen in allen Brettern und Postfächern der Mailbox.
-
-
- Siehe auch :
-
- LESEN
-
-
- LOGINTEXTE
-
- Allgemein :
-
- Bei Phobos kann für jeden Logintext bestimmt werden welche User ihn wie oft
- lesen sollen. Damit entfällt das ständige Neuanzeigen für Stammuser.
- Voraussetzung für diesen Befehl ist, daß das aktuelle Brett "Logintexte"
- heißt. Es können maximal 15 Texte verwaltet werden.
-
- Format :
-
- LOGINTEXTE ?
-
- Gibt die Liste aller Logintexte mit dem Zeitpunkt an dem sie spätestens aus
- der Liste gestrichen werden aus.
-
- oder
-
- LOGINTEXTE SCHREIBEN
-
- Dient zum Eintragen eines Textes, der sich bereits im Brett befindet, in
- die Liste. Für alle User mit demselben Level und Gäste kann angegeben
- werden, wie oft dieser maximal gelesen werden soll. 3 bedeutet dabei, daß
- er dauernd gelesen wird.
-
- oder
-
- LOGINTEXTE LOESCHEN
-
- Löscht einen Eintrag aus der Liste vorzeitig.
-
-
- LOGOFF
-
- Format :
-
- LOGOFF
-
- Nach einer Sicherheitsabfrage wird der User aus der Mailbox "ausgeloggt"
- und das Modem legt auf.
-
- oder
-
- LOGOFF NEU
-
- Wie oben, nur wird hier die Bezugszeit für neue Texte nicht aktualisiert.
-
-
- MARKIEREN
-
- Format :
-
- MARKIEREN <Abk.Brett>
-
- Markiert jedes Brett auf das die Abkürzung paßt und auf das der User
- Zugriff hat. Ist das entsprechende Brett bereits markiert, so wird sie
- aufgehoben.
-
- oder
-
- MARKIEREN ?
-
- Listet alle z.Z. markierten Bretter auf.
-
- Siehe auch :
-
- BRETT, SCANNER
-
-
- MITTEILUNG
-
- Format : MITTELUNG
-
- Mit diesem Befehl läßt sich ein Mitteilungstext von einer Zeile eingeben,
- der jedem Briefschreiber vor der Eingabe des Textes vorgelegt wird. Dieser
- könnte z.B. einen Hinweis enthalten, daß der User z.Z. im Urlaub ist.
-
-
- NETZ
-
- Format :
-
- NETZ
-
- Gibt einen Informationstext über das Netz, mit dem die Mailbox betrieben
- wird aus. Diesen muß der Sysop mit dem Betreff "NETZ" in das Brett
- "Systemtexte" geschrieben haben.
-
- oder
-
- NETZ PROTOKOLL
-
- Gibt das Protokoll über die letzten Netztransfers aus.
-
- oder
-
- NETZ POLLEN
-
- ermöglicht dem Sysop einen Netztransfer nach dem Logoff zu starten. Dazu
- fragt das Programm nach dem Namen der anzurufenden Mailbox. Eine
- Leereingabe bricht die Funktion ab.
-
-
- OPERATOR
-
- Format :
-
- OPERATOR
-
- Mit diesem Befehl kann ein User den Sysop rufen. Dabei wird ein Ton und
- ein vom Sysop festgelegter Text ausgegeben. Weiterhin blinkt der
- Bildschirm des Mailboxcomputers als Erkennungssignal einmal pro Sekunde
- auf.
- Eine wiederholte Eingabe von "OPERATOR" schaltet dieses Signal wieder aus.
-
-
- PASSWORT
-
- Format :
-
- PASSWORT
-
- Dient zur nachträglichen Änderung des Passwortes. Evtl. sollte dies alle
- paar Wochen geschehen, da sonst die Gefahr besteht daß es von anderen Usern
- herausgefunden werden kann.
- Ist die letzte Passwortänderung länger als 30 Tage her, dann fragt Phobos
- beim Login automatisch, ob es zur Sicherheit geändert werden soll.
-
-
- POSTFACH
-
- Format :
-
- POSTFACH
-
- Ist man eingetragener User so gelangt man hiermit in sein Postfach.
- Ansonsten hat der Befehl die Bedeutung eines Userantrags.
-
-
- PROMPT
-
- Format :
-
- PROMPT [PromptString]
-
- Hiermit kann man den Prompt der Eingabezeile (das ist der Text hinter dem
- der Cursor steht) nach seinen eigenen Vorstellungen verändern. Wurde kein
- Argument eingegeben, so fragt das Programm nochmals danach. Wird ein
- Leerstring eingegeben so wird der Standard-Prompt benutzt. Man könnte z.B.
- scheiben:
-
-
- "Was wünschest Du ?"
-
- Man kann aber auch noch folgende Steuersequenzen in den String einsetzen.
-
- Steuerseuqenz | wird ersetzt durch...
- --------------+--------------------------------------------------
- $T | die aktuelle Zeit
- $D | das aktuelle Datum
- $B | das aktuelle Brett, falls angewählt
- $O | die aktuelle Onlinezeit
- $L | den eigenen Userlevel
- $N | den eigenen Usernamen
- $C | einen Sprung an den Anfang der nächsten Zeile
-
- Den Standardprompt bei nicht angewähltem Brett könnte man durch folgende
- Zeile ersetzen :
-
- $O >
-
-
- PROTOKOLL
-
-
- Format :
-
- PROTOKOLL
-
- Gibt das Loginprotokoll seit dem letzten Login aus.
-
- oder
-
- PROTOKOLL *
-
- Gibt das gesamte Protokoll aus.
-
- oder
-
- PROTOKOLL LOESCHEN
-
- löscht alle Einträge im Protokoll. Dies ist in aller Regel jedoch nicht
- nötig, da automatisch der letzte Eintrag gelöscht wird wenn das Protokoll
- zu groß wird. Die Anzahl der Einträge hängt von der Voreinstellung des
- Programms ab.
-
- oder
-
- PROTOKOLL AUS
-
- Verhindert den Eintrag des laufenden Logins im Protokoll (für Co-/Sysops).
-
-
- RELOGIN
-
- Format :
-
- RELOGIN
-
- Führt einen Logoff durch, ohne die Telefonverbindung zu unterbrechen.
-
-
- SCANNER
-
- Format :
-
- SCANNER [+|!|!!]
-
- Liest alle neuen Texte aller Bretter mit Lesezugriff und gibt sie auf dem
- Bildschirm aus. Wird ein "+" angehängt so wird automatisch der "Nonstop"-
- Modus eingeschaltet. Ist man Vertreter eines anderen Users, so wird zuerst
- dessen Postfach nach neuen Nachrichten durchsucht. Zum Löschen markierte
- Texte werden nicht ausgegeben.
-
- Wird der Befehl mit einem "!" beendet, so werden die Texte nicht online
- gelesen, sondern erst in ein File geschrieben, gepackt und dann mit dem
- eingestellten Übertragungsprotokoll gesendet.
-
- Wird ein weiteres "!" angehängt, so führt das Programm zusätzlich noch
- einen Autologoff nach dem Transfer durch. Kurz vorher läuft ein Countdown
- von 10 Sekunden. Der Autologoff kann in der Zeit durch Drücken von "Z"
- verhindert werden. Mit einem Space kann der Countdown verkürzt werden, so
- daß sofort der Logoff folgt.
-
- oder
-
- SCANNER <Datum> [+|!|!!]
-
- Wie oben, nur wird hier nicht die Bezugszeit für neue Text herangezogen
- sondern das angegebene Datum.
-
-
- Siehe auch :
-
- LESEN
-
-
- SENDEN
-
- Schreibt einen Text oder ein File in ein Brett oder Postfach.
-
- Format :
-
- SENDEN
-
- Je nach Bretteinstellung fragt das Programm, ob ein normaler Text, ein
- ANSI-Text oder ein binäres File abgespeichert werden soll. Im ersten Fall
- ruft es den Texteditor auf und speichert Ihre Eingabe daraufhin ggf. ab.
- Im zweiten Fall wird ein ASCII-Upload durchgeführt und letzteres startet
- einen Upload mit einem gesicherten Übertragungsprotokoll, z.B. Zmodem.
- Jedes "upgeloadete" Programm kann dann mit einem Kommentar versehen werden,
- der bei den Befehlen "LESEN" und "INHALT" mit angezeigt wird.
-
- oder
-
- SENDEN <Abk.Username>
-
- Wie bei SENDEN, nur wird hier der Text an einen User geschickt.
-
-
- Bemerkung :
-
- Dieser Befehl hieß früher SCHREIBEN, wurde aber wegen der
- ZNetz-Kompaitibilität in SENDEN umbenannt.
-
-
- Siehe auch :
-
- Texteditor, BRIEF, KOMMENTAR, LESEN, INHALT
-
-
- SET
-
-
- Dient zum Einstellen der persönlichen Boxkonfiguration.
-
- Format :
-
- SET
-
- Erklärung der Menüpunkte :
-
-
- E)mulation
-
- Dient der Eingabe der gewünschten Terminal-Emulation. 'Keine'
- Emulation entspricht TTY. Hier sind alle Ausgaben einfarbig, es wird
- keine Statuszeile (siehe BEFEHLSEINGABE) dargestellt und die Cursor-
- funktionen sind abgeschaltet. VT100 ergibt eine weiß- oder hellweiße
- Ausgabe. Die Ansi-Emulation dagegen ermöglicht farbige Texte. Eine
- Einstellung von VT100 oder ANSI ist für das Spiel 'GALACTIC EMPIRE'
- nötig.
-
- U)mlaute
-
- Hiermit wird die gewünschte Umlauteumwandlung eingestellt. Bei IBM-
- Umwandlung wird zusätzlich zu den Umlauten auch, so gut wie möglich,
- andere Sonderzeichen konvertiert.
-
- P)aging
-
- Stellt die Anzahl der Zeilen ein, nach denen die Ausgabe eines Textes
- für einen Tastendruck angehalten wird. ein <RETURN> oder '0' schaltet
- diese Funktion aus.
-
- G)ebührenzone
-
- Es wird der Tarif zur Bestimmung der Telefonkosten eingestellt.
-
- B)eep
-
- Ist 'Beep' eingeschaltet, so wird bei jeder Eingabeaufforderung ein
- Signal gesendet. Dieses kann jedoch bei jedem Terminal verschieden
- Auswirkungen haben. In der Regel sind es jedoch ein Ton oder ein
- Aufblitzen des Bildschirms.
-
- L)ogbuchsteuerung
-
- Manche Terminal-Programme, wie AmigaCall oder PhobosTerm unterstützen
- diese Funktion. Mit ihr kann das Mailbox-Programm veranlassen, daß
- nur Texte oder andere wichtige Ausgaben im Protokoll stehen. D.h.
- z.B. Befehls-Eingaben erscheinen dann nicht mehr im Protokoll.
-
- X)on-Xoff CHRs
-
- Dient zur Eingabe individueller Tasten zur Steuerung der Textausgabe.
- Normalerweise sind dies : CTRL-Q / CTRL-S / CTRL-X / CTRL-C.
-
- Z)eilen
-
- Die Befehlszeile wird bei VT100- oder ANSI-Emulation an der eingegeben
- Zeilenposition ausgegeben.
-
- L) LF = LF + CR
-
- Für die Textausgabe ist es nicht nötig LineFeed und CarriageReturn
- getrennt zu behandeln. Um Übertragungsgeschwindigkeit zu sparen kann
- hier eingestellt werden ob nur ein LF gesendet wird. Damit die
- Ausgabe auf dem Terminal funktioniert muß dieses aber darauf
- vorbereitet sein.
-
- D)oubleChat
-
- schaltet den DoubleChat ein bzw. aus, ansonsten wird der normale Chat
- benutzt.
-
- F)ile-Protokoll
-
- legt das zu benutzende Protokoll zur Übertragung von binären Files
- fest.
-
- C)hronologie
-
- Ist sie eingeschaltet, so werden alle Texte in chronologischer,
- andernfalls in achronologischer Reihenfolge gelesen.
-
-
- Siehe auch :
- LESEN ALLGEMEIN, BEFEHLSEINGABE, Chat
-
-
- STATUS
-
- Format :
-
- STATUS
-
- Gibt den Status über den User und die Konfiguration der Mailbox aus.
-
-
- SUCHEN
-
- Format :
-
- SUCHEN <Suchbegriff>
-
- Durchsucht die Mailboxtexte und -Files nach einem bestimmten Begriff.
- Dabei kann angegeben werden ob der Inhalt der Texte oder nur deren Betreffs
- untersucht werden sollen. Bei Files wird aber auf jeden Fall nur der Name
- überprüft.
- Befindet sich der User in einem Brett, so wird nur dessen Inhalt
- untersucht, andernfalls alle die für den User zugänglichen Texte/Files. Es
- wird dabei grundsätzlich nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung
- unterschieden.
-
- Wird ein Text oder ein File gefunden in dem der Suchbegriff enthalten ist,
- so fragt das Programm ob er/es gelesen oder übergangen werden soll. Das
- Suchen ist besonders interessant in Verbindung mit der "Merken"-Funktion
- beim Lesen der Texte. Damit kann der User schonmal einige Texte in die
- engere Wahl nehmen und diese nachher mit "LESEN MERKEN" nochmal bearbeiten
- oder auch mit "LESEN MERKEN!" als gepacktes File downloaden.
-
- oder
-
- SUCHEN
-
- Wie oben, jedoch fragt hier das Programm nochmal speziell nach dem
- Suchbegriff.
-
-
- Siehe auch :
-
- LESEN MERKEN
-
-
- TEILNEHMER
-
- Format :
-
- TEILNEHMER
-
- Gibt eine alphabetisch sortierte Liste aller in der Mailbox eingetragenen
- User mit den Angaben des Zeitpunktes des letzten Logins, des
- Eintrittsdatums, des aktuellen Levels und der gesamten Anzahl von Logins
- aus.
-
-
- Texteditor
-
- Allgemein :
-
- Phobos besitzt einen Universal-Texteditor der je nach eingestellter
- Terminal-Emulation verschiedene Editierfunktionen unterstützt :
- So verhält er sich bei TTY wie ein herkömmlicher Zeileneditor. Das heißt
- es stehen zur Korrektur nur die BACKSPACE-Taste und die Punkt-Kommandos
- (siehe unten) zur Verfügung. Grundsätzlich führt Phobos jedoch einen
- Wordwrap (Zeilenumbruch) durch sobald bei der Eingabe das Ende der Zeile
- erreicht wird. Außerdem wird ein automatisches Einrücken unterstützt.
- Wollen Sie z.B. Ihren "PS"-Text einrücken, so brauchen Sie dies nur bei
- der ersten Zeile zu tuen und das Programm setzt bei jeder neuen Zeile
- automatisch den Cursor an die vorige Anfangsposition.
- Haben Sie jedoch eine VT100- oder ANSI-Emulation eingestellt, dann können
- zusätzlich alle Cursortasten benutzt werden. Außerdem stehen die
- Tastenkombinationen CTRL-N zum Einfügen und CTRL-Y zum Löschen einer Zeile
- zur Verfügung. CTRL-U fügt die mit CTRL-Y gelöschte Zeile wieder ein.
- Benutzen Sie CTRL-A, wenn der Bildaufbau durch Übertragungsfehler zerstört
- wurde! Er wird dann nochmal völlig neu aufgebaut.
-
- Die Punkt-Befehle :
-
- (die in Klammern gesetzten Buchstaben dienen nur der Erläuterung)
-
- .j(ump) <Zeilennummer>
-
- Springt an die angegebene Zeilennummer und gibt deren Inhalt zur
- Editierung aus.
- Wird kein Argument angegeben, so zeigt das Programm den gesamten
- bisher geschriebenen Text an.
-
- .l(ist) <Zeilennummern>
-
- Listet alle angegebenen Zeilen. "<Zeilennummern>" hat dasselbe
- Format haben wie beim Mailbox-Befehl "LESEN"
-
- .d(elete) <Zeilennummern>
-
- Löscht die angegebenen Zeilen, so daß der nachfolgende Text
- nachgerückt wird (wie CTRL-Y). Die Nummern müssen in aufsteigender
- Reihenfolge angegeben werden.
-
- .e(dit)
-
- Haben Sie sich bei der Editierung einer Zeile vertan, so können Sie
- den alten Inhalt hiermit nochmal hervorholen. "Edit" ist also
- gewissermaßen eine Undo-Funktion für eine Zeile.
-
- .h(elp) oder .?
-
- Gibt einen kurzen Hilfstext zu den Punktbefehlen und
- CTRL-Funktionen aus.
-
- .u(pload)
-
- Startet einen ASCII-Upload. Der empfangene Text wird an der
- Zeilenposition des Cursors eingefügt. Das Senden wird mit CTRL-X
- vom User beendet. Bei Bedienung von der Konsole aus erscheint ein
- File-Requester mit dem man die gewünschte Text-Datei auswählen
- kann.
-
- .b(etreff)
-
- Editiert den zuvor eingegeben Betreff nachträglich.
-
- .n(umbers)
-
- Schaltet die Ausgabe der Nummern am Anfang jeder Zeile ein bzw.
- aus. Ist die Nummerierung ausgeschaltet, so können längere Zeilen
- eingegeben werden. Dies kann dann besonders wichtig sein, wenn ein
- Text nacheditiert (siehe "EDITIEREN") werden soll, dessen Zeilen
- mehr als 75 Zeichen enthalten.
-
- .c(omment)
-
- Gibt den Originaltext zu dem Sie ggf. einen Kommentar oder einen
- Brief schreiben aus.
-
- .q(uote)
-
- Mit diesem Befehl können Sie Teile aus dem Bezugstext (siehe
- .c(omment)) zitieren (engl.: quote). Dieser wird Zeilenweise
- aufgelistet. Möchten Sie die jeweilige Zeile zitieren, so drücken
- Sie <RETURN>, andernfalls einfach <SPACE>. Mit CTRL-X, bzw. der
- im SET-Befehl eingestellten Taste, können Sie den Vorgang beenden.
- Der zitierte Text wird dann an der aktuellen Cursorposition, mit
- einem "> " am Anfang versehen, eingesetzt.
-
-
- TITELBILD
-
- Format :
-
- TITELBILD
-
- Wird das Titelbild beim Login durch einen höheren Level nicht angezeigt, so
- kann kann dieses durch den gleichnamigen Befehl nochmal gelesen werden.
-
-
- USER
-
-
- Format :
-
- USER ALT
-
- Löscht einen Useraccount.
-
- USER
-
- Startet den Online-Usereditor.
-
-
- VERSION
-
- Format :
-
- VERSION
-
- Gibt die z.Z. laufende Versionsnummer des betriebenen Phobos-Programms mit
- Copyright-Vermerk und Seriennummer aus. Handelt es sich um eine
- Demo-Version so wird dies unten bei der Seriennummer vermerkt.
-
- Dieser Befehl ist grundsätzlich ab Level 0 aufrufbar.
-
-
- VERTRETER
-
- Format :
-
- VERTRETER
-
- Löscht einen gewählten Vetreter
-
- oder
-
- VERTRETER <Username>
-
- Ernennt einen User zum Vertreter so daß dieser die Post des aktuellen
- Users, die nicht älter als die Bezugszeit ist, mit dem Befehl SCANNER lesen
- kann.
-
- oder
-
- VERTRETER ?
-
- Gibt den gewählten Vertreter und die Bezugszeit aus.
-
-
- WEITERLEITEN
-
- Format :
-
- WEITERLEITEN <TextNr>
-
- Leitet einen Text aus dem aktuellen Brett bzw. Postfach weiter in ein
- anderes. Normale User, bis zu einem bestimmten Level, haben diese
- Möglichkeit nur in ihrem Postfach. Der Text wird danach in unveränderter
- Form in dem gewählten Brett/Postfach nach der Chronologie eingeordnet.
-
-
- ZUGRIFFE
-
- Allgemein :
-
- Bei Phobos ist es möglich zu jedem Brett jedem anderen User Lese- bzw.
- Schreibzugriff zu geben, sofern dieser ihn nicht schon durch seinen Level
- oder die Funktion des Vertreters hat. Lese- und Schreibzugriff werden
- getrennt behandelt.
-
- Format :
-
- ZUGRIFFE [<Abk. Username>]
-
- Ermöglicht dem Sysop/Brettverwalter das Ändern aller Userzugriffe auf das
- aktuelle Bretter auf die "<Abk. Username>" zutrifft.
-
- oder
-
- ZUGRIFFE ?
-
- Gibt alle User mit speziellem Zugriff auf das aktuelle Brett aus.
-
-
- Siehe auch :
-
- BRETT
-
-
- ZURUECK
-
- Format :
-
- ZURUECK
-
- Geht aus einem Unterbrett gegebenenfalls das dazugehörige Oberbrett,
- ähnlich dem CLI-Befehl "CD /" oder bei MS-Dos "CD ..".
-
-
- 10.2. Spezielle Sysopbefehle
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- AUTOEDITOR
-
- Format :
-
- AUTOEDITOR
-
- Der Autoeditor dient zum automatischen Löschen von Texten nach insgesamt
- drei verschiedenen Kriterien, die Sie für jedes Brett einzeln per
- Bretteditor bestimmen können :
-
- Texte
-
- Bestimmt wieviele Texte das Brett maximal aufnehmen soll.
-
- Textalter
-
- Bestimmt wie alt die Texte maximal sein dürfen, bevor Sie mit diesem
- Befehl gelöscht werden
-
- Speicher
-
- Bestimmt wieviel Speicher alle Nachrichten, also Texte und Files, in
- dem Brett belegen dürfen.
-
-
- Der Autoeditor durchsucht nun alle Bretter und überprüft deren Inhalte auf
- die eben genannten Kriterien hin. Voraussetzung ist, daß keine "0" als
- Wert gewählt wurde. Es werden nun solange Texte, mit dem ältesten
- angefangen, zum Löschen markiert bis alle Kriterien erfüllt wurden oder
- bereits alle vorhandenen Nachrichten markiert bzw. archiviert(!) sind.
- Zu jeder vom Autoeditor markierten Nachricht gibt das Programm eine Zeile
- über den Inhalt aus. Am Ende einer Liste wird jeweils nochmal die aktuelle
- Einstellung zu dem Brett angezeigt. Außerdem kann mit Hilfe des
- RAM-Buffers im Menü ein Mitschnitt gemacht werden. Sind Sie sich nicht
- ganz sicher, ob alles korrekt verlaufen ist, oder ein paar Texte doch nicht
- gelöscht werden sollten, dann können Sie diese nachträglich wieder einzeln
- demarkieren (nochmal den LOESCHEN-Befehl anwenden) oder alle Markierungen
- mit "LOESCHEN X" wieder aufheben.
-
- Siehe auch :
-
- ARCHIVIEREN, LOESCHEN, "Bretteditor" in dieser Anleitung
-
-
- CLI
-
- Format :
-
- CLI
-
- Phobos besitzt ein eingebautes CLI, das auch von außen, das heißt über
- Modem bedienbar ist. Als Prompt wird jeweils immer der Name des aktiven
- Directories mit einem nachgestellten ">" angezeigt. Befanden Sie sich
- gerade in einem Postfach oder in einem Download-Brett so wählt Phobos zuvor
- immer das Directory an, das die Files beinhaltet. Das bedeutet, daß Sie
- mit "Dir" direkt die Files in dem Brett angezeigt bekommen.
- Sie können alle Befehle wie im normalen CLI benutzen. Es ist jedoch
- darauf zu achten, daß der aufgerufene Befehl während des Ablaufs keine
- Tastaureingaben fordert! Ansonsten hängt das Programm.
-
- Das CLI kann mit "EndCli" oder "." wieder verlassen werden.
-
-
- KORRIGIEREN
-
- Format :
-
- KORRIGIEREN
-
- Es werden alle Texte in der Mailbox gelesen und das Inhaltsverzeichnis
- völlig neu generiert. Der Befehl ist dann sinnvoll wenn Files evtl. durch
- Fehler auf Festplatte/Floppy zerstört wurden und demnach die Inhalts-
- verzeichnisse falsch sind. Dieser Befehl wird auch dann nach einem Login
- ausgeführt wenn das Prg von selbst einen Fehler in der Datenstruktur der
- Texte gefunden hat. Auch wenn Texte geschrieben wurden und das Prg nicht
- mehr dazu kommt die Textinfos abzuspeichern ist dieser Befehl sinnvoll.
-
- Achtung !
-
- Dies ist kein Ersatz für einen Diskdoctor ! AmigaDOS darf keinen keinen
- Schreib/Lese-Fehler produzieren. Erst nach einer Reinigungsprozedur darf
- dieser Befehl angewendet werden.
-
-
- MBA KONVERTER
-
- Format :
-
- MBA KONVERTER
-
- Viele Käufer von Phobos betrieben vorher Ihre Mailbox mit Mailbox_Amiga
- (MBA). Um die Umstellung zu erleichtern können Sie diesen Befehl von der
- Konsole aus benutzen. Dieser kann den ganzen Inhalt von Textbrettern (kein
- Ansi!) in das bereits eingerichtete Phobos-Brett übernehmen. Dabei wird
- auch das Datum korrekt gesetzt.
- Haben Sie also das Brett in Phobos eingerichtet, so wählen Sie es mit
- "BRETT <Brettname>" an und geben Sie den Befehl "MBA" ein! Nun erscheint
- ein Filerequester. Stellen Sie diesen per Maus auf das Directory in dem
- bei MBA die Texte verwaltet wurden und klicken Sie "OK" an. Der
- Kopiervorgang geht dann vollautomatisch vonstatten.
- Leider kann es hier zu Fehlern kommen wenn unter MBA ein Text nicht
- korrekt mit einem LF abgeschlossen wurde. Achten Sie also bitte darauf!
-
-
- RAMBUFFER
-
- Format :
-
- RAMBUFFER [Objektdatei]
-
- Mit diesem Befehl wird der RamBuffer ein bzw. ausgeschaltet. Ist dieser
- aktiv wird ein Protokoll in den Zwischenspeicher (siehe Preferences) mit
- dem Namen Buffer gespeichert. Ein CR wird dabei herausgefiltert. Wird
- eine Objektdatei angegeben, so erfolgt die Ausgabe dahin.
-
- Beispiel :
-
- RAMBUFFER PRT:
-
- gibt das Protokoll auf den Drucker aus.
-
-
- Bemerkung :
-
- Die Logbuchsteuerung zeigt hier keine Wirkung!
-
-
- RUECKRUF
-
- Format :
-
- RUECKRUF
-
- Veranlaßt die Box unter einer einzugebenen Telefonnummer und Baudrate
- anzurufen. Dies geschieht nach dem Logoff, wenn die Box wieder bereit ist
- Anrufe anzunehmen. Der Anzurufende mu, wenn sein Telefon läutet oder das
- Modem ein "RING" sendet den Befehl "ATA <RETURN>" eingeben, damit die
- Verbindung aufgebaut werden kann. Die Telefonkosten gehen dann auf
- Rechnung des Mailboxbetreibers.
-
-
-
-
-
-
- 11. Netz
- ~~~~~~~~~~~~~~
-
- Phobos ist kompatibel zu einem ehemalig existierenden Netz "UNet". Es
- besitzt einen einfachen Aufbau, der jedoch den wichtigsten Anforderungen
- genügt. Damit lassen sich praktisch alle Netzstrukturen wie z.B. Ring- und
- Sternnetz erstellen. Weiterhin ist ein Zerberus-Netztransfer integriert,
- der nach dem alten Standard bereits vollständig implementiert ist, jedoch
- zur Zeit (Okt. 1991) nicht zugelassen ist. Alle allgemeinen Eigenschaften
- eines Netzes sind auch auf Zerberus zu übertragen.
- Die folgenden Skizzen zeigen die Arten der möglichen Vernetzungen. In der
- Regel werden einmal am Tag (oder Nacht) Daten ausgetauscht. Welche Box dann
- mit welcher in Verbindung kommen muß zeigen die Linien:
-
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- * Beispiel Aufbau eines Ringnetzes:
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- [ Bild fehlt im ASCII-Text ]
-
- Zum Austausch neuer Nachrichten ruft BoxA BoxB an. Daraufhin ruft diese
- BoxC an, usw., bis BoxA angerufen wird. Also muß jede Mailbox einmal
- pollen, d.h. Nachrichten abholen. Die Mailbox, die angerufen wird nennt
- man Server, obwohl diese Bezeichnung beim Sternnetz deutli- cher wird.
-
- Der Zeitplan für den Transfer ist recht einfach:
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- "->" entspricht: "ruft an bei"
-
- 1:00 BoxA -> BoxB
- 1:20 BoxB -> BoxC
- 1:40 BoxC -> BoxD
- 2:00 BoxD -> BoxE
- 2:20 BoxE -> BoxA
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- * Beispiel Aufbau eines Sternnetzes:
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- [ Bild fehlt im ASCII-Text ]
-
- Die Zahlen hinter den Boxbezeichnungen geben den Level an, d.h. die Anzahl
- der nötigen Ver- bindungen um eine Nachricht zum Hauptserver zu senden.
- Zunächst beginnen die Boxen (hier: C und D) mit dem höchsten Level mit
- dem Transfer zu einer festen Zeit, indem sie bei ihrem Server (hier:
- "Nebenserver") anrufen und Daten austauschen. Nach etwa einer halben Stunde
- kann man sicher sein, daß dies geschehen ist. Dann beginnen die Boxen mit
- Level 1 bei ihrem Server wiederum anzurufen. In der Regel macht man dies
- leicht zeitversetzt, damit nicht alle Boxen gleichzeitig versuchen denselben
- Server zu erreichen. Nun geht das ganze Spiel rückwärts. Boxen mit Level 1
- rufen beim Hauptserver an und Boxen mit Level 2 danach beim Nebenserver.
- Ein Zeitplan für die Anrufe könnte folgendermaßen aussehen:
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- Zeitplan:
-
- "->" entspricht: "ruft an bei"
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- 1:00 BoxC -> Nebenserver
- 1:05 BoxD -> Nebenserver
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- 1:20 BoxA -> Hauptserver
- 1:25 BoxB -> Hauptserver
- 1:30 Nebenserver -> Hauptserver
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- ; Dasselbe rückwärts:
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- 1:40 Nebenserver -> Hauptserver
- 1:45 BoxB -> Hauptserver
- 1:50 BoxA -> Hauptserver
-
- 2:00 BoxD -> Nebenserver
- 2:05 BoxC -> Nebenserver
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- Die Zeiten könnten mit Sicherheit noch optimiert werden, ich hoffe jedoch,
- daß das Prinzip klar ist. Übrigens spielt es keine Rolle wer wen anruft.
- Es ist nur zu beachten, daß der angerufene die Funktion eines Servers (siehe
- unten) übernimmt.
- In der Praxis hat sich das Sternnetz durchgesetzt, obwohl es zwei Anrufe
- pro Durchlauf statt einem beim Ring-Netz benötigt. Der Vorteil liegt darin,
- daß nicht alle Boxen eine Nachricht weiterleiten müssen, bis sie Ihr Ziel
- erreicht. Gewichtigere Gründe sind jedoch, daß sich wesentlich größere
- Netze erstellen lassen und bei Ausfall einer einzigen Box, wenn es nicht
- gerade der Hauptserver ist, nicht der gesamte Netzverkehr zum Erliegen
- kommt.
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- 12. Multiuser
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Phobos ist ab Version 3,6 multiuserfähig. D.h. Sie können über einen
- Rechner mehrere Ports, sprich Telefonleitungen, benutzen. Damit ist es
- möglich, daß verschiedene User gleichzeitig in der Box in verschiedenen
- Ports sind.
-
-
- 12.1. Start der Ports
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Das Installationsprogramm auf Ihrer Original-Diskette stellt Ihre Daten nur
- für den Aufruf des ersten Ports (Mainport) ein. Wollen Sie weitere starten,
- so müssen zuerst die Daten im PhobosPref (siehe auch Anleitung) entsprechend
- eingestellt werden, so daß eine eigene "Phobos.Conf"-Datei erzeugt wird.
-
- Gestartet wird Phobos allgemein vom CLI aus mit :
-
- Run Phobos [<Portnummer>]
-
- Die Portnummer darf Werte zwische 0 und 7 einnehmen, wobei eine "0" auch
- weggelassen werden kann. Wichtig ist, daß die entsprechenden Einstellungen
- im PhobosPref gemacht wurden und zuerst der Mainport (Port 0) gestartet
- wird.
-
- Der Mainport kann auch auf folgende Weise gestartet werden:
-
- Run Phobos W<Portnummer>
-
- Das "W" steht für "Warten". D.h. der Mainport startet hoch bis kurz vor
- dem Lesen der Textinfos. Dort wartet er solange bis der angegebene Port
- hochgefahren ist, und lädt dann erst die Textinfos ein.Sinn und Zweck der
- Übung ist es ein evtl. zu Verfügung stehendes, schnelles 32-Bit-Ram für die
- Programme zu verwenden, und die Daten der Textinfos ggf. im langsameren
- 16-Bit-Ram abzugelegen.
- Das Warten auf den anderen Port kann mit <ESCAPE> abgebrochen werden.
- Wollen Sie viele Ports starten, so ist hier einfach der letzte anzugeben.
-
- Beispiel: Aufruf für 3 Ports (Batch-Datei):
-
- Run Phobos w2
- Wait 3
- Run Phobos 1
- Wait 3
- Run Phobos 2
-
- Der "Wait"-Befehl ist nötig, da ansonsten aus tieferen Gründen des
- Amiga-Multitaskings evtl. der 2. vor den 1. Port hochfährt.
-
- Aufruf über Workbench:
-
- Laden Sie das File "Phobos" (11 Bytes lang) im "PHOBOS:"-Directory ein.
- Dort müßte folgendes stehen:
-
- Bin/Phobos
-
- Ändern Sie den Text auf dieselbe Weise wie beim Beispiel der Batch-Datei
- oben. Und speichern Sie ihn wieder ab. Dadurch werden automatisch per
- Klick auf das Icon alle drei Ports hochgefahren.
-
-
- 12.2. Technische Angaben
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-
- Speicherverbrauch:
-
- Jeder zusätzliche Port benötigt rund ein halbes MByte weiteres RAM. Das
- setzt sich zusammen aus dem Hauptprogramm, das ja mehrmals gestartet wird,
- den internen RAM-Speicher, z.B. für den Texteditor, dem Speicher für den
- Phobos-Screen und kleineren Speicherblöcken für Anwendungen aller Art.
-
- Verbrauch von Rechenzeit:
-
- Grundsätzlich benötigt Phobos sehr wenig Prozessor-Rechenzeit. Leider
- besteht der Amiga aber nicht nur aus der CPU, sondern unter anderem auch aus
- einem Blitter und aus einer Festplatte. Diese beiden Komponenten sind die
- Schwachstellen des Amigas. Während man die CPU um ein vielfaches schneller
- machen kann (z.B. von A500 auf A3000), wird der Blitter bzw. allgemein die
- Grafikausgabe kaum beschleunigt. Änliches gilt für die Festplatte. Die
- Grafikausgabe kann man einfach umgehen, indem entsprechende Screens
- ikonifiziert werden. Mehr als zwei offene Bildschirme kann der Sysop
- ohnehin nicht gleichzeitig auf dem Monitor darstellen lassen. Zudem sind
- selten alle Ports mit dem Darstellen von Grafik gleichzeitig beschäftigt.
- Die Festplatte kann sich in manchen Situationen störend auf das
- Multitasking auswirken. Das heißt nicht, daß der Amiga deswegen abstürzt,
- sondern daß andere Tasks kurzzeitig keine Rechenzeit bekommen können. Grund
- ist eine etwas unglückliche Weise, nach der der Amiga Rechenzeit an die
- Tasks vergibt. Solange jeder Port auf derselben Priorität läuft gibt es
- keine Probleme. Wenn einer jedoch einen Zugriff auf die Festplatte macht,
- dann arbeitet der Festplattentreiber, der fast immer Prioritäten von ca. 10
- hat. Und dieser nimmt dann den anderen Ports die Rechenzeit weg. Abhilfe
- schafft, deren Priorität ebenfalls im PhobosPref auf 10 zu stellen. Das
- funktioniert der Erfahrung nach wunderbar. Probleme gibt es dann wieder,
- wenn ein externes Programm aufgerufen wird. Diese bekommen standardmäßig
- eine Priorität von 0, so daß hier wieder Probleme auftreten können.
- Das soll hier nur die Problematik des Multitaskings etwas näher bringen.
- In der Praxis stellen sich jedoch Erfahrungswerte ein, die ein
- reibungsfreies Arbeiten ermöglichen. Aber hier heißt die Devise "probieren
- geht über studieren"!
-
-
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-
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- 13. Glossar
- ~~~~~~~~~~~~~~~~~
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- Baudrate
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- Die Daten zwischen Computer und Modem werden mit einer festen
- Geschwindigkeit übertragen. Diese wird offiziell in "Bps" (bits per second)
- angegeben. Der Begriff "Baudrate" besagt nichts anderes.
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- Download
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- Das Empfangen von Files mittels eines Übertragungsprotokolls wird "Download
- genannt.
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- Konsole
-
- Die Bedienungsoberfläche des Mailboxcomputers. Von der Konsole loggt sich
- der Sysop in seine Box ein. Der Unterschied zum Terminal ist, daß kein
- Modem benutzt werden muß und bestimmte Fuktionen über Gadgets und Menü
- erreichbar sind.
-
- MNP
-
- MNP steht für "Microlink Networking Protocol". Es gibt z.Z. davon 7
- Levels. Es sichert vor allem die übertragung gegen Fehler ab, die durch
- Störungen in der Telefonleitung entstehen. Ab Level 5 werden die Daten
- ebenfalls gepackt, so daß Datenraten von etwa dem Doppelten erreicht werden.
- Dieser Level (5) ist der meist verbreitetste. (Siehe auch V.42bis)
-
- Netztransfer
-
- Jede Mailbox sammelt die neu in die Netzbretter geschriebenen Texte zuerst
- auf der Festplatte. Zu einem betimmten Zeitpunkt, meist ein oder zweimal
- früh Morgens, werden diese Nachrichten über den "Verteiler" an die anderen
- Boxen entsandt. Dabei "pollt" (anrufen) die Box bei ihrem Server und erhält
- die Nachrichten, die dieser bereithält und sendet die eigenen neuen Daten.
-
- Pollen
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- Das Abholen und Senden von Nachrichten beim Server nennt man "pollen".
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- Server
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- Der Server wird beim Netztransfer von der (den) Mailbox(en) angerufen,
- bekommt die neuen Texte und verteilt sie in die entsprechenden Directories
- für andere Boxen.
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- Upload
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- Entsprechend wie bei "Download" bezeichntet "Upload" das Senden eines Files
- in die Mailbox.
-
- V.42bis
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- Ein Protokoll, ähnlich MNP5. Der verwandte Packalgorithmus ist jedoch
- weitaus effektiver. Außerdem ist dies eine Norm des CCITT.
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