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- Bedienungsanleitung SIEGFRIED FILE ANALYZER
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- 1. Einleitung
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- 1.1 Allgemeines
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- Siegfried File Analyzer ist ein multifunktionelles Tool mit Schwerpunkt
- auf Dateiverarbeitung bzw. -bearbeitung. Es bietet flexible Möglichkeiten
- größere Datenmengen (Festplatten, CDs, usw.) schnell und effizient zu
- bearbeiten. Die Möglichkeiten reichen hierbei von der Suche nach
- Dateifehler und Viren bis hin zur Suche und Weiterverarbeitung von
- bestimmten Sound- und Grafik-Formaten.
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- Der File Analyzer sucht nach Dateien, prüft auf Lesefehler, protokolliert
- Viren und erzeugt Skript-Listen zur individuellen Weiterverarbeitung.
- Auf Wunsch alles gleichzeitig!!!
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- Das Programm zeichnet sich durch einfache Bedienung, Geschwindigkeit
- und einem hohen Grad an freier Konfigurierbarkeit aus! Das ganze erfolgt
- natürlich in der angenehmen grafischen Umgebung wie man es von allen
- Siegfried Tools gewohnt ist.
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- Von der Programmphilosophie teilt sich der Analyzer in zwei Bereiche: den
- Protokoll-Bereich und den Listen-Bereich. Beide Bereiche sind aber nach
- belieben kombinierbar.
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- 1.1.1 Protokoll-Bereich
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- Hier können Aktionen, wie z.B. das Suchen nach Viren oder Lesefehlern
- protokolliert werden. Die Protokoll-Ergebnisse werden Online beim Arbeiten
- im Protokoll-Bereich auf dem Bildschirm ausgegeben. Nach Beendigung kann
- dann das Protokoll eingesehen, gedruckt oder als Datei gespeichert werden.
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- 1.1.2 Listen-Bereich
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- Ein Schwerpunkt des File Analyzer ist die Weiterverarbeitung von gefundenen
- Dateien. Diese werden in sog. Listen verwaltet. Aus den Listen können auf
- einfachste Art Skript-, AREXX- oder Batchdateien erstellt werden. Eine
- interessante Anwendung ist z.B. das Erstellen vom komplette Slideshows.
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- Im Listenbereich werden alle Dateien gesammelt, die den vom Anwender
- bestimmten Kriterien entsprechen. So kann z.B. eine CD nach IFF-Grafiken
- überprüft werden. Alle Grafiken werden in der Liste gesammelt und können
- dann weiterverabeitet werden (z.B. Bilder anzeigen, weiterkopieren,
- Grafikformat ändern, usw.).
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- 1.2 Starten des File Analyzer
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- Siegfried File Analyzer ist ein fester Bestandteil von Siegfried Copy. Der
- Analyzer wird über das Tools-Menü Menüpunkt "SF-Analyzer" aufgerufen. Zu
- diesem Menüpunkt existiert ein "Quickstart". Ist dieser Aktiviert und über
- die Preferences abgespeichert, wird beim Starten von Siegfried Copy sofort
- in den File Analyzer verzweigt.
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- 1.3 Bedienungselemente
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- Der Aufbau und die Steuerung von Siegfried File Analyzer entspricht dem
- "Look & Feel" aller Siegfried Tools. D.h. Sie werden auch im File Analyzer
- eine Reihe von Steuerungselementen wiederfinden, wie Sie sie auch von
- anderen Siegfried Tools gewohnt sind.
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- 1.3.1 Menüleiste
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- Über die rechte Maustaste erreicht man die Menüleiste. Viele Menüeinträge
- sind durch Tastaturkürzel (Shortcuts) erreichbar. Ein fortgeschrittener
- Anwender erreicht dadurch eine schnellere Bedienung des Programms.
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- Der erste Menüpunkt, daß Projekt-Menü, baut sich genauso wie in anderen
- Siegfgried Tools auf. Zur genauen Beschreibung der einzelnen Menüpunkte des
- Projekt-Menü siehe im Handbuch zu Siegfried Copy Kapitel 3.3.2.
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- 1.3.2 Tastatur
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- Wie im vorherigen Punkt beschrieben erreicht man über die Tastatur eine
- Reihe von Menüfunktionen. Dies geschieht durch das gleichzeitige Drücken
- der rechten AMIGA-Taste (gleich neben der Leerzeichen-Taste) und des
- betreffenden Buchstaben, der in der Menüleiste jeweils angegeben ist. Hat
- man eine Funktion gestartet, kann man diese in den meisten Fällen durch
- einen Mausklick oder über die <ESC>-Taste abgebrochen werden.
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- Gadgets wie z.B. "START" werden durch entsprechende Tastaturabkürzungen
- unterstützt, kenntlich durch Unterstreichung des Buchstabens, der gedrückt
- werden muß.
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- 1.3.3 FileRequester (Dateiauswahlfenster)
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- Der FileRequester des File Analyzer ist derselbe wie von allen Siegfried
- Tools. Zur näheren Beschreibung siehe Siegfried Copy Handbuch Kapitel
- 3.3.4.
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- Der FileRequester wird auch zum Ausdrucken von Daten benötigt. Hierbei
- wird "prt:" als Zieldatei vorgegeben. Ein Klick auf "OKAY" startet den
- Druckvorgang. Wird anstatt "prt:" ein Dateiname eingegeben, werden alle
- Ausgaben in die angegebene Datei umgeleitet.
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- 2. Benutzung
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- 2.1 Programmaufbau
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- Der Arbeitsbildschirm des File Analyzer teilt sich in sechs Bereiche.
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- - Menüleiste
- - Statuszeilen
- - Ausgabebereich Protokoll
- - Ausgabebereich Liste
- - Gadgetliste zur Funktionsteuerung
- - Informationsfenster (nur bei PAL)
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- 2.2 Menüleiste
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- Die Menüleiste hat zentrale Bedeutung innerhalb des File Analyzers. Über
- sie werden die Einstellungen für die Suchkriterien festgelegt und die
- Weiterverarbeitung der Skript-Liste gesteuert.
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- 2.2.1 Projekt-Menü
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- Der Aufbau des Projekt-Menü entspricht dem aller Siegfried Tools.
- Abweichend zu den anderen Tools ist nur die Prefenerences- und
- Quit-Funktion.
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- 2.2.1.1 Preferences
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- Die aktuellen Einstellungen des File Analyzer werden in der Datei
- "Siegfried.Prefs" im s: Verzeichniss gespeichert. Es werden alle
- Einstellungen der Menüleiste und die ausgewählte Soundtracker-Datei
- gespeichert.
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- Hinweis: Es werden nur (!) die Einstellungen des File Analyzer gespeichert.
- Die Einstellung von Siegfried Copy werden nicht gespeichert! Dies gilt auch
- im umgekehrten Fall. Wenn im Siegfried Copy Fenster die Voreinstellung
- gespeichert wird, wird nicht die des Analyzer mitgespeichert. Einzige
- Überschneidung ist die Soundtracker-Datei.
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- 2.2.1.2 Quit
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- Über "Quit" wird der File Analyzer beendet. Es erfolgt ein Rücksprung zu
- Siegfried Copy.
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- 2.2.2 File Prefs
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- Der Menüpunkt "File Prefs" hat ganz zentrale Bedeutung. Über diesen
- Menüpunkt wird eingestellt welche Suchkriterien in das Protokoll und in die
- Skript-Liste einfließen. Zusätzlich hat man noch die Möglichkeit
- Kontroll-Stops für die Listen- und Protokollerstellung einzustellen.
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- 2.2.2.1 Protokoll
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- Über den Menüpunkt Protokoll hat der Anwender die Möglichkeit ausgewählte
- Such- bzw. Arbeitskriterien zu Protokollieren. Die Protokoll-Daten werden
- im Protokollbereich des File Analyzer Fenster ausgegeben. nach Beendigung
- hat der Anwender die Möglichkeit das Protokoll über die Funktion
- "Protokoll" der Gadgetleiste einzusehen bzw. auszudrucken oder
- abzuspeichern.
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- Als Such- bzw. Arbeitskriterien stehen folgende Punkte zur Auswahl:
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- Filename: Es wird nach Dateinamen gesucht. Hierbei ist auch die Angaben von
- Joker-Zeichen sog. Namensmuster (Pattern) möglich. Zum Beispiel "#?.library"
- sucht alle Libraries. Die Angabe des Suchkriterium erfolgt über das Gadget
- "Suchen". Wird "Filename" angewählt ohne das ein Suchkriterium angegeben
- wurde, erfolgt eine Fehlerausgabe.
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- Filecheck: Überprüft alle Dateien auf Lesefehler. Über dieses Punkt ist es
- möglich einen Datenträger nach defekten Dateien zu untersuchen.
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- Search: Sucht nach Zeichenketten innerhalb von Dateien. "lh5" würde z.B.
- nach der Kennung für LHA-gepackten Dateien suchen.
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- Programm: Es werden alle ausführbaren Dateien gesucht. Hiermit kann sich
- der Anwender einen überblick darüber verschaffen welche Programme auf einem
- Datenträger vorhanden sind.
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- Virus: Alle Dateien die einen Virus enthalten werden im Protokoll
- gesammelt. Im Protokoll wird auch verzeichnet um was für einen Virus es
- sich handelt.
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- Packer: Programme die als selbstentpackend abgelegt sind werden im
- Protokoll erfaßt, inklusiv der Angabe des Packertyps. Erkannt werden
- derzeit Power Packer, Turbo Imploder, HQC, TNM, Crunchmania, PackIt,
- Time-Cruncher, Tetra-Packer, Relo-Kid, Mega-Cruncher und
- Titanics-Cruncher
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- Gfx: Suchen nach Grafiken. Im Menü "Selektieren" kann genau festgelegt
- werden nach welchen Grafikformaten gesucht werden soll. Derzeit werden
- folgende Formate unterstützt: IFF, JPEG, GIF, TIFF und ANIM. Die Liste wird
- kontinuierlich erweitert werden, so daß in Zukunft eine noch größere Auswahl
- zur Verfügung steht.
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- Sfx: Protokollieren von gefunden Sound-Dateien. Auch hier kann, wie bei
- "Gfx", über das Menü "Selektieren" genauer angegeben werden welche Formate
- gesucht werden sollen. Derzeit stehen Mod (Soundtracker) und 8SVX zur
- Verfügung.
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- Quicksearch: Eine Variante von "Search". Gesucht wird auch nach einer
- Zeichenfolge innerhalb einer Datei. Im Unterschied zu "Search" werden aber
- nur die ersten 5000 Bytes einer Datei untersucht. Der Sinn von Quicksearch
- liegt in der Suche nach sog. Kopfkennungen. Viele Datein enthalten zu
- Beginn eine Kennung die Aufschluß über die Art der Datei gibt. "lh5" z.B
- gibt an das es sich und ein mit dem LHA-Packer komprimierte Datei handelt.
- Eine denkbare Anwendung ist z.B. das Suchen nach neuen Grafikformaten die
- noch nicht fest im File Analyzer eingebaut sind. Grafikformate verfügen
- immer über eine Kennung.
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- 2.2.2.2 Stop
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- Über "Stop" hat der Anwender die Möglichkeit Kontrollstops in die
- Programmabarbeitung einfließen zu lassen. Beim Stop wird ein System
- Requester geöffnet. Der Anwender hat die Möglichkeit mit einem Klick auf
- "Weiter" das Programm weiterzuführen und mittels "Abbruch" die aktuelle
- Aktion zu beendet. Sinnvoll ist "Stop" z.B. beim Virensuchen, um sofort
- beim ersten Auffinden eines Virus abzubrechen.
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- 2.2.2.3 Liste
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- Der Menüpunkt "Liste" ist einer der Dreh- und Angelpunkte des File
- Analyzers. Über "Liste" wird bestimmt welche Suchkriterien in die zu
- erstellende Skript-Liste einfließen sollen. Die Auswahlkriterien sind nach
- demselben Schema aufgebaut wie bei Protokoll (siehe dort).
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- 2.2.3 File Liste
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- Der Menüpunkt "File Liste" dient zur Weiterverarbeitung der Dateien die
- über die Suchkriterien von "File Prefs/Liste" gefunden wurden.
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- 2.2.3.1 Copy Prefs
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- "Copy Prefs" steht im engen Zusammenhang mit dem nächsten Menüpunkt "Copy
- Files". Hier kann der Anwender die Art des Kopierens einstellen wenn im
- Zielpfad schon ein Dateiname gleichen Namens existiert. Es stehen 3
- Möglichkeiten zur Auswahl:
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- Überschreiben: Die Datei im Ziel wird einfach überschrieben. Es erfolgt
- keine Rückfrage.
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- Abfrage: wenn im Ziel eine Datei gleichen Namens auftritt, wird ein System
- Requester geöffnet mit der Rückfrage ob die Datei im Ziel überschrieben
- werden soll.
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- Dup erzeugen: Bei einem gleichen Namen wird automatisch die zu kopierende
- Datei um den Suffix ".Dup" erweitert und kopiert.
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- 2.2.3.2 Copy Files
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- Alle Dateien die in der Liste enthalten sind werden in ein von Anwender
- angegebenes Verzeichniss kopiert. Dazu wird ein FileRequester geöffnet.
- Über diesen kann der Zielpfad ausgewählt werden. Ein Klick auf OKAY
- startet den Kopiervorgang.
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- Die Funktion "Copy Files" ist von großen Nutzen. Der Anwender kann z.B.
- eine CD auf Soundtracker-Dateien untersuchen. Über "Copy Files" können dann
- alle gefundenen Soundtracker in ein gemeinsames Verzeichnis gesichert
- werden. Interessant ist es auch Disketten oder CDs nach Dateinamen mit der
- Endung ".datatypes" abzusuchen. Gefundene Dateien können dann über
- "Copy Files" in das Datatypes-Verzeichniss der Workbench kopiert werden.
- Somit kann die Anzahl der Formate für das Programm MultiView auf der
- Workbench einfach erweitert werden.
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- 2.2.3.3 Pre/Suffix
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- Aus der Liste können sog. Skript-Dateien oder Batch-Dateien erzeugt werden.
- Diese Dateien können dann per "Run Liste" zur Ausführung gebracht werden
- oder von einem Shell- oder CLI-Fenster über den Befehl "Execute" gestartet
- werden.
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- Das Erzeugen der Skript-Dateien erfolgt durch das Anhängen eines Prefix und
- Suffix für jeden Dateinamen. Für den Prefix und den Suffix stehen jeweils
- 40 Zeichen zur Verfügung.
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- Anwendungsbeispiel: Auf einer CD wird nach IFF-Grafiken gesucht. Die
- gefunden Bilder möchte sich der Anwender in einer kleinen Slideshow mit dem
- Analyzer anschauen. Im C:-Verzeichniss hat der Anwender ein Programm zum
- Bilderanzeigen mit Namen "ShowPic". Folgende Werte werden als eintragen:
- Prefix: ShowPic
- Suffix: P 5
-
- Wird nun über "Save Liste" eine Skript Liste erzeugt, baut sich diese wie
- folgt auf:
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- ShowPic <Dateiname1> P 5
- ShowPic <Dateiname2> P 5
- ShowPic <Dateiname3> P 5
- ShowPic <Dateiname4> P 5
- ShowPic <Dateiname5> P 5
- ShowPic <Dateiname6> P 5
- ShowPic <Dateiname7> P 5
- : : :
- : : :
- . . .
-
- Wenn diese Skript-Liste abgearbeitet wird (per "Run Liste" oder Execute vom
- CLI) wird für jede Datei in der Liste das Programm ShowPic aufgerufen. Der
- Anhang (Suffix) "P 5" bedeutet das nach 5 Sekunden das Programm beedet
- wird.
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- Über die Angabe von Prefix und Suffix können die vielfältigsten
- Skript-Dateien erzeugt werden. Der Anwender ist in der Angabe völlig frei.
- Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
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- 2.2.3.4 Show Liste
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- Es wird die aktuelle Liste angezeigt. Der Anwender hat die Möglichkeit die
- Liste auszudrucken oder abzuspeichern.
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- 2.2.4.5 Run Liste
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- Eine gespeicherte Skript-Datei wird zur Ausführung gebracht. Jede einzelne
- Zeile der Skript-Datei wird dabei wie ein CLI-Befehl behandelt.
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- Ein Aufruf von "Run Liste" öffnet einen FileRequester. Der Anwender kann
- eine Liste seiner Wahl auswählen. Ein Klick auf OKAY startet die
- Bearbeitung der gewählten Skript-Datei.
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- 2.2.4.6 Save Liste
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- Eine erzeugte Liste wird als Skript- bzw. als Batch-Datei gesichert. Wenn
- Einträge im Prefix und/oder Suffix vorhanden sind werden diese vor bzw.
- hinter jeden Dateinamen geschrieben.
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- Beim Aufruf von "Save Liste" wird ein FileRequester geöffnet und der
- Anwender kann ein Dateinamen und Pfad seiner Wahl angeben wohin er die
- Skript-Datei sichern möchte. Es ist sinnvoll die Skript-Dateien in einem
- Verzeichnis zu sammeln.
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- 2.2.4.7 Reset Liste
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- Die aktuelle Liste wird aus dem Speicher gelöscht. Normalerweise wird die
- Liste automatisch gelöscht, wenn über das Start-Gadget ein neuer
- Auswertungslauf gestartet wird. Die Liste wird nur dann nicht beim einem
- neuen Auswertungslauf gelöscht, wenn "Append Liste" aktiviert ist (siehe
- dazu nächsten Punkt).
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- 2.2.4.8 Append Liste
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- "Append Liste" ist eine Schalterfunktion. Ist der Schalter aktiviert
- (Häkchen) wird eine erzeugte Liste bei einem neuen Auswertungslauf nicht
- gelöscht! Die neuen gefunden Dateien werden an die Liste angehängt.
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- Durch "Append Liste" hat der Anwender z.B. die Möglichkeit mehrere
- Partionen einer Festplatte zu untersuchen und das Ergebniss in einer Liste
- zu halten die dann weiterverarbeitet wird.
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- ACHTUNG: Dadurch das die Liste bei einem neuen Auswertungslauf nicht
- gelöscht wird, wird der Speicherverbrauch immer höher. Die Daten für Liste
- müßen ja verwaltet werden. Bei entsprechend freizügiger Angabe der
- Suchkriterien kann sich die Liste im Speicher schnell aufblähen.
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- Die maximale Größe einer Liste ist nur durch den zur Verfügung stehenden
- Speicher begrenzt.
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- 2.2.4.9 Execute Liste
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- "Execute Liste" ist eine Schalterfunktion. Der Schalter hat Einfluß auf
- den Auswertungslauf. Ist er aktiviert (Häkchen), wird bei jeder Datei
- die gefunden wird sofort eine Skript- (Batch-) Zeile aus Prefix,
- Dateinamen und Suffix gebildet und zur Ausführung gebracht.
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- Interessant ist diese Funktion z.B. wenn nach Grafiken gesucht wird. Ist
- In Prefix/Suffix dann ein Bilderanzeigeprogramm angegeben wird sofort
- das gefundene Bild angezeigt. Der Anwender hat sozusagen eine Online-
- Slide Show. Ähnliches funktioniert natürlich auch mit Sounds. Der
- Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.
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- 2.2.4.10 Step Liste
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- Die Funktion "Step Liste" baut sich ähnlich auf wie "Execute Liste".
- Es ist auch eine Schalterfunktion. Wenn sie aktiviert ist führt sie,
- wie bei "Execute Liste", sofort gefundene Dateinamen mit Pre- und Suffix
- aus. Zusätzlich wird aber danach noch abgefragt ob der Dateiname in die
- Liste übernommen werden soll. Dies hat den Vorteil das man sofort
- auswählen kann welche Dateinamen in die Liste einfliessen sollen. Bei
- der Bilder oder Soundsuche können damit sofort die Datei ausgeklammert
- werden, die dem Anwender nicht gefallen!
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- 2.2.4 Selektieren
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- Im Menü "Selektieren" erfolgt eine Feinauswahl der Suchkriterien "Gfx" und
- "Sfx" aus dem "File Prefs" Menü.
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- Hinweis: ist unter "Selektieren" kein Menüpunkt aktiv (Häkchen), kann im
- "File Prefs" Menü "Gfx" und "Sfx" nicht als Suchkriterium ausgewählt
- werden. Wenn kein Grafik- bzw. Soundformat gewählt ist, kann logischerweise
- auch nicht danach gesucht werden!
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- 2.2.4.1 GFX
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- Auswahl ein oder mehrerer Grafikformate. Derzeit stehen folgende Formate zur
- Verfügung: IFF, JPEG, GIF, TIFF und ANIM.
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- Die Liste der Formate wird nach und nach erweitert werden, je nach
- Anforderung.
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- 2.2.4.2 SFX
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- Zum Suchen nach Sounds bzw. Samples werden derzeit folgende Formate
- unterstützt: 8SVX, Soundtracker (Mod).
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- 2.2.5 Tools
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- 2.2.5.1 Window
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- Ein- oder Ausschalten des Informationsfensters. Bei PAL-Rechnern wird das
- Fenster beim Starten automatisch geöffnet. Bei NTSC-Rechner kann das
- Fenster aus Platzmangel nicht permanent dargestellt werden. Über die
- Menüleiste kann man sich aber per Window-Funktion einen Überblick
- verschaffen.
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- 2.2.5.2 Effekts
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- Über diese Funktion kann man das Abspielen der Samples ein- oder
- ausschalten. Ist die Funktion nicht aktiviert (kein Häkchen), werden die
- akustischen Meldungen unterdrückt.
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- Als aktustische Meldung werden die Effekte verwendet die bei Siegfried Copy
- unter "Setup Effekts" eingestellt wurden.
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- 2.2.5.3 System Info
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- Ein- und Ausschalten der Statistikfenster am Ende eines Auswertungslaufs.
- Durch Abschalten erlangt der geübte Anwender eine schnellere
- Arbeitsgeschwindigkeit.
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- 2.3 Statuszeile
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- In den Statuszeilen werden aktuelle Meldungen (Hinweise, Fehler, ...)
- ausgegebeb. Direkt darunter befindet sich der Ausgabebereich für den
- aktuellen Pfad und die Datei die gerade untersucht wird.
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- 2.4 Protokollbereich
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- Dieser Bereich umfaßt sechs Textzeilen und liegt unterhalb der Statuszeilen.
- Im Protokollbereich wird alles Daten erfaßt die über die Einstellung im
- "File Prefs" Menü unter "Protokoll" getroffen wurden.
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- Über das Gadget "Protokoll" kann der Anwender nachträglich das komplette
- Protokoll einsehen und bei Bedarf ausdrucken oder als Datei speichern.
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- 2.5 Listenbereich
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- Im Listenbereich werden alle Dateinamen ausgegeben, die über die Einstellung
- im "File Prefs" Menü unter "Liste" getroffen wurden.
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- Der Anwender hat die Möglichkeit über die Funktion "Show Liste" im
- "File List" Menü die komplette Liste einzusehen, auszudrucken oder
- abzuspeichern.
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- 2.6 Gadgetleiste
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- 2.6.1 Suchen
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- Eingabe der Suchkriterien für "Filename", "Search" und "Quicksearch". Es
- wird ein Eingabefenster geöffnet mit zwei Eingabebereichen. Im oberen Feld
- kann das Suchkriterium für Dateinamen eingegeben werden und im unteren für
- das Suchkriterium innerhalb von Dateien. Das untere Feld dient sowohl für
- "Search" als auch für "Quicksearch".
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- In beiden Eingabefeldern kann sowohl mit vollen Namen gearbeitet werden,
- als auch mit Jokerzeichen (Namensmuster). Die Jokerzeichen entsprechen dem
- AMIGA-Standard. Für nähere Informationen zu den Jokerzeichen siehe AMIGA
- Handbuch.
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- Hinweis: Die Jokerzeichen werden nur ab Kickstart Version 2.0 unterstützt.
- Unterkickstart 1.3 werden die Jokerzeichen nicht ausgewertet.
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- Die Suchkriterien werden auch in den Voreinstellungen abgespeichert!
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- 2.6.2 Start
-
- Über "Start" wird ein neuer Auswertungslauf gestartet. War schon eine Liste
- vorhanden, wird diese gelöscht. Einzige Ausnahme: wenn "Append Liste" aus
- dem "File Liste" Menü aktiviert ist. Die neuen Dateinamen die gefunden
- werden, werden dann an die Liste angehängt.
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- Beim Start wird auf jeden Fall das Protokoll gelöscht.
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- Ein Klick auf "Start" öffnet einen FileRequester. Der Anwender kann nun
- ein Laufwerk, Partion, Verzeichniss oder eine Datei auswählen. Mit einem
- Klick auf "OKAY" wird der Auswertungslauf gemäß der Einstellungen im "File
- Prefs" Menü gestartet.
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- Der Programmlauf kann jederzeit durch einen Klick auf die linke Maustaste
- oder über die <ESC>-Taste abgebrochen werden.
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- 2.6.3 Protokoll
-
- Das aktuelle Protokoll wird nocheinmal angezeigt. Der Anwender hat die
- Möglichkeit das Protokoll auszudrucken oder als Datei zu speichern.
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- 2.6.4 Zurück
-
- Verlassen des File Analyzer. Es erfolgt die Rückkehr zum Siegfried Copy
- Fenster. Die aktuelle Liste und das Protokoll werden aus dem Speicher
- entfernt. Bei sehr großen Protokollen oder Listen kann das Freigeben unter
- Umständen etwas zeit in anspruch nehmen.
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- 2.7 Informationsfenster
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- Beim Aufruf des File Analyzer wird bei PAL-AMIGAs unterhalb der
- Gadgetleiste ein Informationsfenster eingeblendet. Dieses Fenster gibt
- Auskunft über die aktuellen Einstellungen des Programms und den aktuellen
- Stand des Auswertungslauf. Es werde die gefundene Eintrage für die Liste
- gezählt.
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- Das Informationsfenster kann über die Funktion "Window" im Tools-Menü der
- Menüleiste ein- und ausgeschaltet werden.
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- Im NTSC-Modus wird das Informationsfenster beim Aufruf des File Analyzer
- nicht (!) automatisch geöffnet, mangels Platz auf dem Bildschirm. Über die
- Menüleiste kann aber das Informationsfenster aufgerufen werden.
- Dargestellt wird es in der oberen Bildschirmhälfte.
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- 3. Anwendungsbeispiel
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- Viele Benutzer suchen für Ihre Anwendungen nach neuen ICONs, um der
- Workbench damit ein wenig "Pepp" zu geben. Bekommt man nun neue Disketten
- oder CDs so geht die lästige Sucherei in den diversen Schubladen der
- Diskette oder CD los. Mit dem File Analyzer läßt sich solch eine Aufgabe
- äußerst elegant lösen:
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- Schritt 1
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- - Klicken Sie auf das Gadget "Suchen"
- - Im oberen Feld (Dateiname) geben Sie #?.info ein.
- - Eingabe mit Klick auf "OK" bestätigen.
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- Schritt 2
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- - Stellen Sie im "File Prefs"-Menü folgende Punkte ein:
- - Untermenü "Protokoll": "Filename" aktivieren (die Einstellung ist nicht
- zwingend; man erhält durch diese Einstellung ein Arbeitsprotokoll wo
- überall ICONs gefunden wurden.)
- - Untermenü "Stop": alles aus
- - Untermenü "Liste": nur "Filename" aktivieren.
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- Schritt 3
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- - Im Menü "File Liste" folgendes aktivieren:
- - Untermenü "Copy Prefs": "Dup erzeugen"
- Alles andere deaktivieren
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- Schritt 4
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- - Klicken Sie jetzt auf "Start"
- - Wählen Sie einen Pfad (z.B. DH0:) wo die ICONs gesucht werden sollen.
- - Drücken Sie jetzt "OK" und die Suche beginnt.
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- Schritt 5
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- - Im Informationsfenster oder im Protokoll kann man ersehen ob der
- Auswertungslauf erfolgreich war. Im Informationsfesnter findet man
- z.B. die Anzahl der Gefundenen Dateinamen (Filename) und die Größe aller
- gefundenen Dateien in Bytes (Größe).
- - Wählen Sie jetzt in der "File Liste"-Menü die Funktion "Copy Files".
- - Es öffnet sich ein FileRequester. Bestimmen Sie hier einen Pfad (z.B. RAM:)
- wohin die ICONs kopiert werden sollen.
- - Bestägigen Sie den Pfad mit "OK".
- - Es erfolgt noch eine Sicherheitsabfrage (Dateien umkopieren? (OK/CANCEL))
- - Drücken Sie OK und der Kopiervorgang beginnt.
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- Schritt 6
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- - Nachdem alle Dateien umkopiert wurde können Sie den Analyzer verlassen.
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- Schritt 7
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- - Über die Workbench können Sie nun in aller Ruhe die gesammelten ICONs
- im Ziel-Verzeichniss betrachten (in unserem Beispiel auf "RAM:"). Bei
- einer großen Anzahl von ICONs ist es sinnvoll diese kurz mit "Inhalt
- aufräumen" von der Workbench zu ordnen.
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- 4. AREXX
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- Der File Analyzer eignet sich hervorragend für die Anwendung von
- AREXX-Skripts. Als kleines Beispiel haben wir im Verzeichniss AREXX
- auf der Diskette zwei Beispiel-ARexxdateien abgelegt.
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- Die beiden AREXX-Skipts sind für den Einsatz des Bildnachbearbeitungs-
- programm ADPRO gedacht.
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- Anzeige.ARexx
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- Diese Skriptdatei ermöglicht es alle Grafikdateien anzuzeigen von
- denen ADPRO das Format kennt.
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- Zur Benutzung muß einfach "rx Anzeige.Arexx" im Prefix eingetragen werden,
- unter "Selektieren" alle Grafikformate aktivert und bei "File Prefs"
- unter Liste "Gfx" eingeschaltet werden. Zum Online Betrachten kann noch
- "Execute Liste" aktiviert werden.
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- JPEGtoIFF.ARexx
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- Über diese Skriptdatei können automatisch Grafiken die im JPEG-Format
- vorliegen in das IFF-Fomat gewandelt werden.
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- Zur Benutzung einfach "rx JPEGtoIFF.ARexx" als Prefix angeben und dann
- wie beim vorherigen Beispiel verfahren.
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- Alle ARexx-Skripts auf der Diskette sind ausführlich dokumentiert und
- können leicht modifiziert werden (z.B. Anpassungen für Grafikkarten).
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- Wichtig: Zur Benutzung muß natürlich ARex aktiv sein, sonst können keine
- ARexx-Befehle ausgeführt werden!
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- 5. Schlußwort
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- Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg mit unserem File Analyzer!!!
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