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- Sicherungen auf SCSI-Streamer
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- Ergänzung zum Diavolo Backup-Handbuch
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- 1. Einleitung
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- Ein Sicherungsprogramm wird erst dann richtig sinnvoll, wenn man auf ein
- ausreichend großes Medium sichern kann. In letzter Zeit sind Tape-Streamer
- immer preisgünstiger und leistungsfähiger geworden, was letztlich auch
- einen höheren Anspruch an die verwendete Software stellt.
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- Die Streamerunterstützung von Diavolo Backup wurde für diese Version
- komplett neu entwickelt, um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen.
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- Vor allem die Anpassungsfähigkeit zeichnet Diavolo Backup gegen andere
- Programme aus, und nicht zuletzt die Geschwindigkeit.
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- Diese Anleitung geht zunächst schrittweise alle nötigen Einstellungen
- durch, ohne sich mit Details aufzuhalten.
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- Experten finden weiter unten eine ausführliche Beschreibung aller
- Einstellungen.
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- 2. Konfiguration des Streamers
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- Der erste Schritt ist - wie immer - die Konfiguration. So lange Sie Ihren
- Streamer nicht wechseln, müssen Sie diese Konfiguration nur ein einziges
- Mal vornehmen.
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- Nachdem Sie Diavolo Backup gestartet haben, wählen Sie bitte aus dem Menü
- "SCSI Unterstützung" ("SCSI Support") den Menüpunkt "SCSI Einstellungen"
- ("SCSI Settings") aus.
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- Es öffnet sich ein neues Fenster, das alle einstellbaren Punkte für den
- Streamersupport enthält.
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- Die meisten dieser Schalter stellt Diavolo automatisch ein. Sie müssen nur
- die folgenden Schritte selbst ausführen:
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- - Im Eingabefeld "Gerätetreiber" ("Device name") geben Sie den Namen
- Ihres SCSI-Treibers ein. Falls Sie diesen nicht wissen, schauen Sie
- bitte im Handbuch Ihres SCSI-Controllers nach oder rufen Sie beim
- Hersteller Ihres Controllers an. Hier eine Aufstellung der wichtigsten
- Controller:
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- o alle Commodore Controller (A3000, A2091 etc): scsi.device
- o GVP Controller: gvpscsi.device
- o bsc ALF 2/3: ALF.device
- o bsc Oktagon: oktagon.device
- o Masoboshi: MASOBOSHI.device
- o Fastlane Z3:
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- Beachten Sie bitte genau die Groß- und Kleinschreibung.
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- - Im Eingabefeld Unit geben Sie die SCSI-Nummer an, die Sie Ihrem Streamer
- gegeben haben. In der Regel ist das eine Zahl zwischen 0 und 6. Wenn
- Sie nicht wissen, welche Nummer Ihr Streamer hat, probieren Sie am
- besten der Reihe nach alle aus.
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- Wenn Sie Devicename und Unitnummer richtig angegeben haben, werden im
- rechten Feld die Daten Ihres Streamers angezeigt. Wenn bei "Gerätetyp"
- ("Device type") "Bandlaufwerk" ("Streamer tape") steht, haben Sie
- Ihren Streamer gefunden.
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- - Der Knopf "Abfrage" ("Inquiry") fragt nochmals die Daten des
- eingestellten Geräts ab. Falls rechts nicht die korrekten Daten
- angezeigt werden, können Sie diesen Knopf nochmals versuchen.
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- - Diavolo braucht nun einige Informationen über die Fähigkeiten Ihres
- Streamers. Diese findet das Programm selbsttätig heraus. Einzige
- Voraussetzung ist ein beliebiges zum Streamer passendes Band. Beachten
- Sie, daß sämtliche auf dem Band vorhandenen Daten zerstört werden! Legen
- Sie dieses Band in Ihr Laufwerk ein und drücken Sie anschließend auf
- "Fähigkeiten testen" ("Check Capabilities"). Diavolo wird - nachdem Sie
- den Warnrequester bestätigt haben - eine Reihe von Tests mit Ihrem
- Streamer durchführen. Je nach Modell kann das mehr oder weniger lange
- dauern.
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- Wenn Diavolo fertig ist, sind alle Einstellungen optimal auf Ihren
- Streamer angepaßt, im Regelfall brauchen Sie nichts mehr zu tun.
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- Sollten Sie näheres über die diversen Optionen wissen wollen, schauen
- Sie bitte im Kapitel "SCSI Einstellungen im Detail" weiter unten in
- diesem Text nach.
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- Das war's schon. Drücken Sie jetzt auf "Ok" und speichern Sie anschließend
- die neuen Einstellungen ab (Rechte Amigatase + S). Diavolo ist nun schon
- fast bereit für die erste Sicherung.
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- Hier noch eine Auflistung der Einstellungen der restlichen Menüs, die sich
- als optimal für den Streamerbetrieb herauskristallisiert haben. Details
- über diese Punkte finden Sie im gedruckten Diavolo-Handbuch.
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- - Packer (Sicherungs Optionen):
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- Da Streamer i.d.R. sehr schnell sind, ist es nicht sinnvoll einen Packer
- zu verwenden, da dadurch die Sicherung nur gebremst würde. Stellen Sie
- also Packer auf "Keine Kompression" ("No Compression").
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- - Puffer Größe ("Buffer size") (Globale Optionen):
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- Dieser Puffer wird verwendet, um Daten zwischenzupuffern, die schon
- von der Platte gelesen, aber noch nicht auf das Band geschrieben
- wurden. Je größer dieser Puffer eingestellt wird, desto "glatter" und
- damit schneller läuft die Sicherung. Im Idealfall stellen Sie den
- gesamten verfügbaren Speicher ein.
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- - Task Prioritäten (Globale Optionen)
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- Bei langsamen Sicherungsmedien (wie Disketten oder sehr langsamen
- Streamern) ist es empfehlenswert, die "Priorität des Disk
- Schreib-/Lesetasks" ("Priority of disk read/write task") auf 1 zu
- stellen. Bei schnellen Streamern ist es besser, hierfür 0 einzugeben.
- Alle anderen Werte lassen Sie auf 0.
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- Weitere Details zum Optimieren der Geschwindigkeit finden Sie im Kapitel 10
- "Optimierung". Lesen Sie dort nach, wenn Sie mit der Geschwindigkeit von
- Diavolo nicht zufrieden sind.
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- 3. Sichern auf Streamer-Tape
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- Die grundlegenden Schritte sind im Handbuch für die Sicherung auf Disketten
- bereits beschrieben. Als einzige Abweichung stellen Sie im
- "Geräteauswahlfenster" als Ziel der Sicherung "Gerät" ("Device") ein.
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- Soll nach Beendigung der Sicherung automatisch sofort ein Vergleich
- durchgeführt werden, können Sie auch "Prüfen" ("Verify") in der selben
- Zeile einschalten. Sie können die Sicherung aber auch Prüfen, wenn der
- Schalter deaktiviert ist. Sie müssen dann nur am Ende der Sicherung einen
- Knopf betätigen.
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- Wenn Sie die zu sichernden Dateien ausgewählt haben, starten Sie die
- Sicherung mit dem Knopf "Sicherung starten" ("Start backup").
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- Sie erhalten das gewohnte Informationsfenster für die Sicherung. Zunächst
- werden Sie, wie im Handbuch beschrieben, aufgefordert, Paßwort und Namen
- der Sicherung anzugeben.
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- ANMERKUNG
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- Wenn Sie ein Paßwort angeben, wird die gesamte Sicherung verschlüsselt.
- Sie können die Daten dann ohne das Paßwort nicht mehr restaurieren.
- Außerdem wird die Sicherung selbst drastisch verlangsamt, was sich vor
- allem bei schnellen Streamern sehr störend bemerkbar macht. Geben Sie
- also ein Paßwort nur dann an, wenn Sie die Sicherung wirklich gegen
- unbefugten Zugriff schützen wollen.
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- Nach kurzer Zeit werden Sie aufgefordert, ein Band einzulegen (wenn sich
- bereits ein Band im Laufwerk befindet, entfällt dieser Schritt natürlich).
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- Diavolo versucht nun, das Band zu identifizieren. Sollten Sie schon
- Sicherungen mit Diavolo auf diesem Band vorgenommen haben, erkennt Diavolo
- das Band und zeigt Ihnen eine Auflistung aller auf dem Band vorhandenen
- Sicherungen.
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- Ist dieses Band noch unbeschrieben oder von einem anderen Programm
- beschrieben worden, so erkennt Diavolo das Band nicht und gibt Ihnen
- lediglich die Möglichkeit, das gesamte Band zu überschreiben oder ein
- anderes Band zu wählen.
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- ANMERKUNG
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- Es ist denkbar, daß Diavolo das Band erkennt aber das zugehörige
- Indexfile auf der Festplatte nicht finden kann. Sie können die Daten
- dieses Bandes ohne Probleme lesen und restaurieren, jedoch ist es mit
- dieser Version leider nicht möglich, auf ein solches Band weitere
- Sicherungen zu speichern. Siehe auch Kapitel 7, "Indexdateien".
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- Der folgende Abschnitt geht davon aus, daß Diavolo das Band kennt und eine
- Liste aller auf dem Band befindlichen Sicherungen angezeigt wird.
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- Die meisten Streamer lassen es nur zu, daß die neue Sicherung an die
- bestehenden Sicherungen angehängt wird oder das gesamte Band überschrieben
- wird. Nur neuere Streamer (speziell DAT Streamer) können das Band auch ab
- einer beliebigen Sicherung überschreiben.
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- Wie sich Ihr Streamer in diesem Punkt verhält, hat Diavolo bereits beim
- Test der Fähigkeiten festgestellt (siehe Kapitel 2, "Konfiguration des
- Streamers").
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- Je nach den Fähigkeiten Ihres Streamers können Sie also nun entweder
- völlig frei eine Sicherung auswählen, ab der Diavolo überchreiben soll,
- oder Sie können nur ALLE Sicherungen überschreiben oder die neue Sicherung
- anhängen.
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- ** ACHTUNG **
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- Es werden ALLE Sicherungen zerstört, die blau hervorgehoben sind. Geben
- Sie also bei der Auswahl gut acht!
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- Haben Sie eingestellt, wo die neue Sicherung hin soll, drücken Sie "Ok"
- oder die Return-Taste. Möchten Sie lieber auf ein anderes Band sichern,
- drücken Sie auf "Band wechseln" ("Change tape").
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- Mit "Ok" startet Diavolo die Sicherung.
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- Wenn die sie abgeschlossen ist, bekommen Sie ein Statistikfenster angezeigt.
- Sie haben dann die Wahl mit "Vergleichen" die eben geschriebene Sicherung
- zu prüfen. Alles weitere über die Sicherung lesen Sie bitte im Diavolo-
- Handbuch nach.
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- 4. Restaurieren oder Vergleichen von einem Streamer Tape
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- Auch hier gehen Sie wie im Handbuch beschrieben vor.
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- Nachdem Sie "Sicherungsverz. lesen" ("Read backup directory") gedrückt
- haben, versucht Diavolo wieder das eingelegte Band zu identifizieren.
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- Sollte Diavolo das Band erkennen, bekommen Sie wieder eine Liste aller
- auf dem Band vorhandenen Sicherungen angezeigt. Wählen Sie einfach die
- gewünschte Sicherung aus der Liste aus.
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- Wenn Sie die Daten auf Ihrer Festplatte gelöscht haben, kann es sein, daß
- Diavolo das Verzeichnis des Bandes nicht auf der Festplatte finden kann.
- Sie erhalten dann die Fehlermeldung "Fehler beim Lesen der Bandindexdatei.
- DOS-Fehlermeldung: Objekt nicht gefunden". Wählen Sie dann "Durchsuchen"
- aus. Diavolo wird nun das Band manuell nach Sicherungen durchsuchen. Sobald
- eine gefunden wurde, bekommen Sie eine Anzeige über dieses Backup und die
- Möglichkeit, dieses zu verwenden oder nach dem nächsten zu suchen.
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- ANMERKUNG
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- Diavolo kann die Daten immer vom Band zurückholen, unabhängig davon, ob
- der Index auf der Festplatte vorliegt oder nicht. Ohne Index dauert das
- allerdings wesentlich länger. Es ist dann notwendig, den Streamer ans
- ENDE der Sicherung zu fahren, was bei einigen Streamern so lange wie die
- Sicherung selbst dauert. Haben Sie also Geduld!
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- Diavolo positioniert nun das Band, um die Verzeichnisdaten Ihrer Sicherung
- zu lesen. Das kann bei einigen Streamern sehr lange dauern. Bei DAT
- Streamern oder wenn es sich um die erste Sicherung auf dem Band handelt,
- ist das in wenigen Sekunden passiert.
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- Wenn die Verzeichnisdaten eingelesen sind, können Sie, wie im Handbuch
- beschrieben, die Dateien auswählen, die Sie restaurieren oder vergleichen
- wollen. Soll die gesamte Sicherung restauriert bzw. verglichen werden,
- drücken Sie einfach auf "Restaurieren starten" ("Start Restore") bzw.
- "Vergleichen starten" ("Start Compare").
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- 5. Sicherung auf mehrere Bänder
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- Diavolo Backup unterstützt ab dieser Version mehrere Bänder pro Sicherung.
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- Wenn ein Band vollgeschrieben ist, wird es automatisch zurückgespult und -
- sofern möglich - automatisch ausgeworfen. Sie werden dann aufgefordert, ein
- neues Band einzulegen. Bei diesem können Sie - wie oben beschrieben - wieder
- auswählen, ab welcher Stelle das Backup geschrieben werden soll.
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- Bitte achten Sie darauf, daß dieses Band noch Platz für weitere Daten
- enthält.
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- Dieser Vorgang wiederholt sich ggf. mehrmals, bis die Sicherung komplett
- abgeschlossen ist.
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- Beim Restaurieren oder Vergleichen müssen Sie zunächst das erste Band der
- Sicherung einlegen und wie in Kapitel 4 beschrieben vorgehen. Wenn es nötig
- ist, wird Sie Diavolo auffordern, ein bestimmtes Band einzulegen.
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- Sollte kein Index mehr für Ihre Sicherung existieren, gehen Sie
- ebenfalls wie oben beschrieben vor. Legen Sie bei der entsprechenden
- Aufforderung das *LETZTE* Band der Sicherung ein. Diavolo kann dann von
- diesem Band die Verzeichnisdaten und Banddaten lesen.
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- ANMERKUNG
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- Wegen der technischen Probleme vieler Streamer mit einer sauberen
- Bandendeerkennung, sollten Sie *AUF ALLE FÄLLE* eine Sicherung, die über
- mehrere Bänder geht, einmal komplett vergleichen lassen. Sollte es beim
- Bandwechsel Probleme geben, so lesen Sie bitte die entsprechenden
- Hinweise im Text "Probleme & Lösungen".
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- 6. Das Menü "SCSI Unterstützung" ("SCSI Support")
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- 6.1 "SCSI Einstellungen" ("SCSI settings")
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- Dieser Menüpunkt öffnet das Einstellungsfenster für die SCSI-Optionen.
- Eine Beschreibung dieses Fensters finden Sie in Kapitel 8.
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- 6.2 "Band zurückspulen" ("Rewind tape")
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- Macht genau das, spult also das Band zurück.
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- 6.3 "Band spannen (retension)" ("Retense tape")
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- Durch häufiges Spulen können sich die Windungen des Bandes lockern, was
- u.U. zu Problemen führen kann. Um das Band wieder komplett zu spannen,
- können Sie diese Funktion verwenden.
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- Bei modernen Streamern ist das i.d.R. nicht notwendig.
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- 6.4 "Band auswerfen" ("Eject tape")
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- Wenn Ihr Streamer einen Software-gesteurten Bandauswurf unterstützt,
- können Sie mit dieser Funktion Ihr Band auswerfen. Vorher wird das Band
- auf alle Fälle zurückgespult.
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- 6.5 "Band löschen" ("Erase tape")
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- Das gesamte Band wird gelöscht. Sie haben die Wahl, ob das Band
- komplett physikalisch gelöscht werden soll ("Vollständig"), oder ob die
- Daten nur für den Streamer unerreichbar gemacht werden sollen
- ("Schnell").
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- Einige Streamer machen zwischen diesen beiden Methoden keinen
- Unterschied.
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- ANMERKUNG
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- Sollte Ihr Band in mehrere Partitionen aufgeteilt sein, so gibt Ihnen
- Diavolo die Wahl, jede Partition einzeln zu löschen oder das Band mit
- einer einzigen Partition neu zu formatieren. Letzteres empfiehlt
- sich, wenn Sie das Band mit Diavolo verwenden wollen.
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- 6.6 "Band durchsuchen" ("Scan tape")
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- Diese Funktion stellt den Bandindex wieder her. Das ist notwendig, wenn
- Sie weitere Sicherungen auf ein Band schreiben wollen, für das kein
- Index mehr existiert. Außerdem ist das Restaurieren wesentlich
- schneller, wenn ein Index vorhanden ist. Siehe Kapitel 7, "Die
- Indexdateien".
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- ANMERKUNG
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- Diese Funktion ist in Diavolo 1.17 leider noch nicht integriert.
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- Jetzt wissen Sie alles, was zum Sichern, Restaurieren und Vergleichen mit
- Streamerbändern wichtig ist. Ab hier kommen noch einige
- Detailinformationen, die Ihnen unter Umständen das Leben erleichtern
- können.
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- 7. Die Indexdateien
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- Diavolo legt für jedes Band ein eigenes Verzeichnis auf Ihrer Festplatte
- an, in dem die Dateilisten jeder Sicherung und eine Liste aller Sicherungen
- des Bandes gespeichert werden.
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- Diese Dateien benützt Diavolo, um sehr schnell an die benötigten
- Informationen zu gelangen. Da die meisten Streamer relativ langsam im
- Zugriff auf bestimmte Stellen sind, hilft das sehr beim Umgang mit Ihren
- Bändern.
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- Natürlich kann Diavolo auch jede Sicherung restaurieren, für die kein Index
- mehr existiert (siehe Kapitel 4, "Restaurieren und Vergleich von
- Sicherungen").
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- Es ist trotzdem keine schlechte Idee, die Indexverzeichnisse zusätzlich auf
- Disketten zu kopieren, um bei einer evtl. nötigen Restaurierung Zeit zu
- sparen. Sie können z.B. Diavolo verwenden, um die Indexe auf Disketten zu
- sichern.
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- Die Bandverzeichnisse befinden sich alle in dem Unterverzeichnis, das bei
- den "SCSI Einstellungen" eingestellt wurde (siehe das Kapitel 8, "SCSI
- Einstellungen"). In der Regel heißt das "Tape Catalogs" und ist im selben
- Verzeichnis wie Diavolo selbst zu finden.
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- 8. SCSI Einstellungen
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- In diesem Kapitel werden alle Optionen im SCSI-Einstellungsmenü detailiert
- beschrieben.
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- 8.1 "Gerätetreiber" ("Device name")
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- Hier stellen Sie den Devicenamen Ihres Controllers ein. Siehe
- Kapitel 2.
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- 8.2 "Gerätenummer" ("Unit")
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- Hier stellen Sie die SCSI-Unitnummer Ihres Streamers ein. Siehe
- Kapitel 2.
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- 8.3 "Abfrage" ("Inquiry")
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- Holt sich alle Informationen über das eingestellte Gerät. Diese
- Informationen werden im rechten Kasten angezeigt. Wird unter dem
- eingegebenen Device/Unitnummer kein Gerät gefunden, werden stattdessen
- nur Striche angezeigt.
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- Wird im "Unit" Eingabefeld Return gedrückt, wird automatisch eine
- Abfrage durchgeführt.
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- 8.4 "Fähigkeiten testen" ("Check capabilities")
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- Läßt ein automatisches Prüfprogramm ablaufen, das alle Fähigkeiten des
- Streamers auslotet. Sie sollten diesen Knopf einmal betätigt haben,
- bevor Sie manuell etwas an den Einstellungen ändern, da dann alle
- Optionen, die Ihr Streamer nicht unterstützt, ausgeschlossen werden
- können.
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- 8.5 "Bandkatalog Optionen" ("Tape catalog options")
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- Derzeit läßt sich hier nur ein einziges Feld einstellen, nämlich der
- Pfad zum Verzeichnis, in dem die Bandverzeichnisse angelegt werden.
- Normalerweise ist das "Tape Catalogs".
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- Später soll Diavolo auch 2 Partitionen auf einem Band unterstützen,
- wobei dann auf der einen Partition die Verzeichnisdaten und auf der
- anderen die eigentlichen Sicherungen stehen sollen.
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- Standard: "Tape Catalogs"
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- 8.6 "SCSI Datenübertragung Optionen" ("SCSI data transfer options")
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- Hier befinden sich alle Optionen, die mit dem Datentransfer zum
- Streamer zu tun haben.
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- 8.6.1 "Speicher" ("Memory")
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- Hier stellen Sie den Speichertyp für den Transferpuffer zum Streamer
- ein. "CHIP" bedeutet, daß nur Chipmemory verwendet wird. "DMA"
- bezieht sich auf Speicher, der von ZorroII DMA Karten angesprochen
- werden kann (24 Bit Speicher). "Jeder" ("Any") bedeutet, daß jeder
- Speicher verwendet werden kann.
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- Der Unterschied zwischen "DMA" und "Jeder" ist nur für Systeme
- bedeutend, die einen 32 Bit Prozessor (68020 oder besser) mit 32 Bit
- RAM besitzen. Dieses RAM kann von ZorroII Karten nicht angesprochen
- werden. Wenn Sie also in Ihrem Rechner einen ZorroII DMA Controller
- haben (z.B. GVP Controller), dann sollten Sie "DMA" einstellen.
- Beachten Sie jedoch, daß bei der Einstellung "DMA" Chip-RAM verwendet
- wird, wenn Sie über kein 24 Bit RAM verfügen.
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- Bei folgenden Konfigurationen kann "Jeder" eingestellt werden:
- - Amiga 3000
- - Controller auf der Turbokarte integriert
- - Controller beherrscht kein DMA
- - ZorroIII Controller.
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- Bei allen anderen Konfigurationen oder im Zweifelsfalle bitte "DMA"
- einstellen.
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- Sollte es zu Problemen bei der Datensicherung oder beim Restaurieren
- geben, versuchen Sie bitte die Einstellung "CHIP".
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- Standard: "DMA"
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- 8.6.2 "Puffer (kB)" ("Buffer (kB)")
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- Hier wird die Größe des Transferpuffers eingestellt. In fast allen
- Fällen wirkt sich diese Größe NICHT auf die Geschwindigkeit aus.
- Meistens wird die Sicherung sogar unregelmäßiger, wenn ein zu
- großer Puffer eingestellt ist. Dieses Feld sollte deswegen auf
- 32 kB eingestellt bleiben.
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- Bei Streamern, die über einen extrem kleinen oder gar keinen
- internen Puffer verfügen, kann es notwendig sein, den Puffer zu
- vergrößern, um akzeptable Sicherungszeiten zu erhalten. Dann können
- sogar mehrere MB sinnvoll sein. Wenn Ihr Streamer ständig hin und
- her spult während der Sicherung, können Sie versuchen, den
- Puffer zu vergrößern. Siehe Kapitel 10, "Optimierung".
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- ** ACHTUNG **
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- Sie dürfen hier nicht mehr angeben, als Ihr Controller an einem
- Stück transferieren kann. Lesen Sie im Handbuch Ihres Controllers
- nach. Meistens wird dieser Wert "Max Transfer" genannt.
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- Standard: 32
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- 8.6.3 "Gepuffert" ("Buffered")
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- Praktisch alle auf dem Markt befindlichen Streamer verfügen über
- einen internen Datenpuffer, der eine glatte, durchgehende Sicherung
- ermöglicht.
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- Haben Sie die Fähigkeiten Ihres Streamers testen lassen, so hat
- Diavolo festgestellt, ob Ihr Streamer über einen internen Puffer
- verfügt oder nicht.
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- Hat Ihr Streamer keinen internen Puffer, so wird dieses Feld
- gesperrt (ohne Haken). Einige Streamer lassen nicht zu, daß der
- Puffer abgeschaltet wird, dann ist dieses Feld ebenfalls gesperrt,
- jedoch mit Haken.
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- Es gibt keinen sinnvollen Grund, den internen Puffer abzuschalten,
- außer vielleicht einen Hardwaredefekt des Streamers.
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- Standard: An (Streamerabhängig)
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- 8.6.4 "Feste blck." ("Fixed blck.")
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- Hier ist "feste Blockgröße" gemeint. Streamer lassen sich mit
- variablen oder festen Blöcken beschreiben.
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- Auch hier ergibt der Test, welche Möglichkeiten Ihr Streamer zuläßt.
- Das Feld wird dementsprechend gesperrt oder freigegeben und mit
- Haken versehen.
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- In aller Regel ist der Betrieb mit festen Blockgrößen problemloser
- als mit variablen Blockgrößen. Diavolo unterstützt letztere
- hauptsächlich, um auch mit Streamern zusammenzuarbeiten, die keine
- festen Blöcke unterstützen.
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- Einige der erweiterten Funktionen von Diavolo stehen nur bei festen
- Blöcken zur Verfügung.
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- Standard: An (Streamerabhängig)
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- 8.6.5 "(Max) Blockgröße" ("(Max) Block size")
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- Hier geben sie die Größe eines Blockes an (bzw. die maximale Größe
- eines Blocks bei variablen Blöcken).
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- Der übliche Wert ist hier 512 Bytes. Es gibt keinen sinnvollen Grund,
- diesen Wert zu ändern.
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- Die maximale Größe ist von Ihrem Streamer und von der Größe des
- Transferpuffers abhängig.
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- ANMERKUNG
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- Diavolo ist in der Lage, fast alle Einstellungen, die bei der
- Erstellung der Sicherung gegolten haben, vom Band zu restaurieren.
- Die Blockgröße muß jedoch immer stimmen, sonst kann Diavolo das
- Band nicht identifizieren. Merken Sie sich also bei jedem Band die
- verwendete Blockgröße und stellen Sie diesen Wert vor dem
- Restaurieren wieder ein.
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- Standard: 512 Bytes
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- 8.7 "Verschiedenes" ("Miscellaneous options")
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- Alle Optionen in diesem Feld beschleunigen oder vereinfachen die Arbeit
- mit Ihrem Streamer. Welche Ihnen zur Vefügung stehen, stellt Diavolo
- selbstständig mit der Funktion "Fähigkeiten testen" ("Check
- capabilities") fest.
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- ** ACHTUNG **
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- Sie sollten auf gar keinen Fall hier Optionen aktivieren, ohne vorher
- "Fähigkeiten testen" angewählt zu haben. Diavolo sperrt dabei alle
- Optionen, die Ihnen nicht zur Vefügung stehen. Durch eine erneute
- "Abfrage" ("Inquiry") werden allerdings wieder alle Optionen
- freigeben (sie stehen deswegen aber immer noch nicht unbedingt zur
- Verfügung!).
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- 8.7.1 "Setmarks"
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- Setmarks sind ein Feature, daß erst bei Geräten, die SCSI II
- unterstützen, zur Vefügung steht (siehe das Feld "Unterstützte SCSI
- Version" ("Supported SCSI version")).
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- Wenn diese Option aktiv ist, schreibt Diavolo am Anfang jeder
- Sicherung ein Setmark statt eines Filemarks. Innerhalb einer Sicherung
- verwendet Diavolo mehrfach Filemarks, um Teile voneinander zu trennen.
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- Einige Streamer sind in der Lage, Setmarks schneller aufzufinden als
- Filemarks.
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- Sollte Diavolo Probleme beim Auffinden von Sicherungen haben, so
- deaktivieren Sie diese Option und schreiben Sie das Band neu. Diese
- Option gilt für das ganze Band. Sie können also nicht einzelne
- Sicherungen ohne SetMarks erstellen.
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- 8.7.2 "Schnellsuche" ("Fast locate")
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- Praktisch alle Streamer lassen es zu, daß eine Anzahl von Blöcken
- übersprungen wird. Bei einigen Streamern geht das schneller als
- alle dazwischenliegenden Blöcke zu lesen, bei vielen ist das aber
- gleich schnell.
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- Diavolo verwendet diese Option, wenn Sie nur bestimmte Dateien aus
- einer Sicherung angewählt haben, um schneller zu diesen Stellen zu
- kommen.
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- Diese Option steht nur bei fester Blockgröße zur Vefügung.
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- Für SCSI-Techniker: Diavolo verwendet bei dieser Option das Kommando
- SPACE um eine positive Anzahl von Blöcken zu überspringen.
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- 8.7.3 "Direktes Suchen" ("Direct seek")
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- Dieses Feature steht erst ab SCSI Version 2 zur Verfügung. Diavolo
- merkt sich hierbei die Blocknummer, bei der eine Sicherung beginnt.
- Einige Streamer sind in der Lage, sehr schnell an eine bestimmte
- Blocknummer zu spulen.
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- Auch beim Überspringen von Blöcken wird diese Funktion verwendet, was
- bei einigen Streamern zu weiteren Geschwindigkeitsvorteilen führt.
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- Diese Option steht nur bei fester Blockgröße zur Vefügung.
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- Für SCSI-Techniker: Diavolo verwendet bei dieser Option die Kommandos
- "READ POSITION" und "LOCATE".
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- 8.7.4 "Sicherung erneuern" ("Update in place")
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- Fast alle Tape Streamer, die in mehreren Spuren schreiben, können nur
- das gesamte Band überschreiben oder an die geschriebenen Daten
- anhängen, nicht aber ab einer bestimmten Stelle überschreiben.
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- Das liegt an dem hardwaremäßigen Konzept dieser Streamer.
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- Mit der immer größeren Verbreitung von DAT-Streamern wird diese
- Funktion jedoch interessant.
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- Zusätzliche Voraussetzungen sind eine feste Blockgröße und die
- Option "Direktes Suchen".
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- Wenn diese Option aktiviert ist, können Sie beim Sichern jede
- beliebige auf dem Band befindliche Sicherung auswählen, ab der das
- Band dann überschrieben wird.
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- 8.7.5 "HW Kompression" ("HW compression")
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- Moderne Streamer unterstützen eine interne Kompression, d.h. die
- Daten werden vom Streamer während der Sicherung automatisch gepackt.
- Das vergrößert die Kapazität des Bandes und beschleunigt die
- Sicherung.
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- Wenn diese Option aktiv ist, sollten Sie auf keinen Fall die
- Kompression von Diavolo aktivieren, da das völlig sinnlos bremst.
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- Diese Option setzt nur ein entsprechendes Flag im Streamer selbst.
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- 8.7.6 "autom. Geschw." ("Speed ctrl.")
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- Einige Streamer passen die Schreib-/Lesegeschwindigkeit an den
- Datenfluß an, um Zurückspulen und neu Aufsetzen zu vermeiden.
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- Diese Option setzt nur ein entsprechendes Flag im Streamer selbst.
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- 9. SCSI Reselection
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- Im SCSI-Standard ist eine Funktion namens "Reselection" festgelegt.
- Manchmal liest man auch "Deselect/Reconnect" oder ähnliches.
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- Dieses Feature erlaubt es, daß auf einem SCSI-Bus mehrere Geräte parallel
- arbeiten können. So kann z.B. das Band gespult werden und gleichzeitig
- können Daten von der Festplatte gelesen werden.
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- Einige Controller haben massive Probleme, die Reselection sauber zu
- implementieren. Oft ist auch einfach nur der SCSI-Bus falsch terminiert.
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- Diavolo ist von diesem Feature sehr stark abhängig, da das Programm im
- Multitasking Betrieb gleichzeitig Daten liest und schreibt.
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- Sollte sich Ihr Rechner während der Sicherung aufhängen (typisches Symptom
- ist eine stetig leuchtende Festplatten-Kontrollampe), ist vermutlich Ihr
- Controller oder Ihr Streamer nicht für Reselection geeignet.
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- Wenden Sie sich bitte an den Hersteller Ihres Controllers, um hierfür eine
- Lösung zu finden. Einige Controller lassen es zu, die Reselection
- abzuschalten. Das bringt aber massive Geschwindigkeitsverluste mit sich.
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- 10. Optimieren
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- In aller Regel läuft Diavolo optimal, wenn man genügend Speicher für den
- Diavolo-Zwischenpuffer (in den globalen Optionen) zur Vefügung stellt.
- Mehrere Megabyte können nicht schaden. Im Idealfall stellen Sie den
- gesamten Speicher Ihres Amigas zur Verfügung.
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- In seltenen Fällen reagiert der Streamer aber schon auf die kleinsten
- Unterbrechungen im Schreibfluß und spult das Band ein Stück zurück, was die
- Geschwindigkeit stark beeinträchtigt.
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- In diesem Fall kann es notwendig sein, den SCSI-Transferpuffer zu vergrößern,
- siehe Kapitel 8.6.2.
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- Stellen Sie hier 1 oder 2 MB ein (je nach Ihrem Speicherausbau). Der
- Diavolo Zwischenpuffer sollte jedoch auf mindestens genausoviel Speicher
- eingestellt werden. Diese beiden Puffer können nun als eine Art
- Wechselpuffer arbeiten.
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- Damit es zu keinen Pausen im Schreibfluß kommt, sollte zusätzlich die
- "Priorität des Disk Schreib-/Lesetasks" auf 1 gestellt werden. Der Name
- dieser Option ist hier ein wenig irreführend. Gemeint ist der Task, der
- die Daten auf das Medium, hier den Streamer, schreibt.
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- Ggf. kann es auch sinnvoll sein, einen schnellen Packer (z.B. FAST.50)
- dazuzuschalten. Dann sollte aber der Diavolo-Zwischenpuffer mindestens
- DOPPELT so groß wie der SCSI-Transferpuffer sein.
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