S t a r C r u s a d e r (CD-ROM) Bei diesem Spiel handelt es sich um die neueste Version einer "Raumschiffkampfsimulation". Und seit dem letzten Highlight, Wing Commander, war in diesem Sektor ja nun wirklich arg wenig los. Vor allem, da das schon lange angekündigte Elite 3 wohl end- gültig nicht mehr für den Amiga erscheinen wird. Verantwortlich für dieses Spiel zeichnen sich GameTek in Zu- sammenarbeit mit Take 2 Interactice Software. GameTek war mir dabei noch von Super Streetfighter 2 Turbo schlecht in Erinnnerung. Aber nichtsdestotrotz (... was ein tolles Wort!) legte ich mir also dieses Spiel in der CD-ROM-Version zu. Es ist allerdings auch in der Diskettenversion erhältlich. Erforderlich für die CD-ROM-Version ist entweder ein CD 32 mit Tastatur, Floppy und Maus, oder ein A 1200/4000 mit CD ROM-Laufwerk (doublespeed reicht dabei aus). Etwaige Speichererweiterungen und Turbokarten werden unter- stützt. Getestet wurde das Spiel auf einem A 1200, OS 3.0, 2fach- CD-ROM, 68020/68882 (28 Mhz.), 6 MB Ram u. Festplatte. Geliefert wird das Spiel in einem nett anzusehenden Karton, welcher die CD, ein englisches Handbuch mit "Quickstart- Guide", sowie eine Registrierungskarte enthält. Tja, ... und wie gesagt, es ist tatsächlich nur ein eng- lisches Handbuch dabei. Und die "tolle" Schnellstart-Hilfe kann man auch getrost in die Tonne schmeißen, da diese sich lediglich auf die Diskettenversion, bzw. auf das CD 32 be- zieht. Beim Handbuch handelt es sich offensichtlich um eine für MS-Dosen gefertigte Version, da lediglich auf diese bei der Beschreibung der Installation usw. eingegangen wird. Ansonsten ist das Handbuch allerdings sehr detailliert und leicht verständlich (Englischkenntnisse vorausgesetzt!) Ebenfalls negativ aufgefallen ist mir, daß die CD lediglich in einem dünnen Plastikumschlag aufbewahrt war, und nicht in einer vernünftigen CD-Hülle. Nun sei aber genug gemeckert! Die CD selbst bietet insgesamt 283 MB an Daten. Man muß die CD nur einlegen, auf das CD-Icon und dann nochmals auf das "Star Crusader"-Icon klicken und schon kann es losgehen. (Einfacher gehts ja nun wirklich nicht!) Zur Vorgeschichte des Spieles! Man übernimmt den Part des Roman Alexandria. Man hat nun die Möglichkeit für die eine oder andere Rasse zu kämpfen und diese gegen etwaige Feinde zu beschützen. Man kann dabei seine Rasse frei wählen. Nach dem Start erwartet einen das ca. 10 Minuten andauernde, und sehr gute animierte Intro mit englischer Sprachausgabe. Allein schon deshalb lohnt sich der Kauf! Selbst auf meinem doublespeed CD-ROM war kein Ruckeln zu erkennen. (Einfach zurücklehnen und genießen!) Am Ende des Intros gelangt man nun in eine Art "Zentrale". Dort hat man nun zuerst einmal die Möglichkeit die Sprache auszuwählen. Deutsch ist natürlich auch dabei! Die Sprache bezieht sich dabei allerdings nur auf die ge- schriebenen Bildschirmtexte, nicht jedoch auf die digitali- sierte Sprachausgabe. Weiterhin hat man nun die Möglichkeit an einem Simulator zu trainieren. Man kann dabei sämtliche Raumschiffe, auch die von den Gegnern ausprobieren. Und aufgrund der Vielseitigkeit der Gegner, bzw. der gegner- ischen Schiffe, sollte man dieses auch ausgiebig in Anspruch nehmen. So kann man sich auch auf die gewöhnungsbedürftige Steuerung (die Maus für die Flugrichtungen, die Tastatur für andere Befehle, wie z.B. abfeuern von Raketen etc.) einzustellen. Hat man dieses erst einmal voll im Griff, kann man sich auf die einzelnen Missionen konzentrieren. Nachdem man dann dem Missionbriefing aufmerksam gelauscht hat, setzt man sich ins Cockpit und los gehts. Wie auch schon bei Wing Commander sind wieder verschiedene Ansichten, wie z.B. Außenansicht, Blick nach rechts und links usw. auswählbar. Dann heißt es nur noch die Feinde eliminieren und die diversen Aufträge ausfüllen. Hat man eine Reihe dieser Aufträge erfüllt und ist in den Rang eines Offiziers befördert worden, hat man die Möglichkeit sein Team selbst aufzustellen und die einzelnen Crewmitglieder in ihre Aufgaben einzuweisen. Von der Grafik der einzelnen Schiffe und auch der visuellen Effekte sollte man aber nicht allzu viel erwarten. Die Darstellung erfolgt nämlich über die eigentlich schon antiquierten 3D-Polygone. Und beim Sound kann man allein schon wegen der exzellenten Sprachausgabe und den Sound-FX (wenn auch in englisch) nicht meckern. Tja, ... was bleibt zum Abschluß zu sagen: Von den recht einfach dargestellten Flug- und Kampfszenen einmal abgesehen, ist Star Crusader allein wegen des tollen Gameplay zu empfehlen. Und besser als Wing Commander ist Star Crusader auf jeden Fall ! Zusammenfassung: Titel: Star Crusader Hersteller: GameTek / Take 2 Interactive Umfang: 1 CD, engl. Anleitung System: A 1200/4000 mit dc-CD-ROM, mind. 2 MB Ram, besser mehr Turbokarten werden unterstützt CD 32 mit Tastatur, Floppy, bzw. Festplatte, Maus Rainer Lübkemeier